Control Resonant hat die Zwei Millionen Marke bei den Wunschlisten geknackt. Über alle Plattformen hinweg, wie Remedy Entertainment in einer Steam Mitteilung bekannt gab. Vor einem Monat lag die Zahl noch bei 1,5 Millionen. Ein Sprung von einer halben Million in vier Wochen, ein Tag vor dem Release. Am 24. September ist es soweit – für Xbox Series X/S, PS5 und PC. Der Hype ist real. Die Frage ist, ob das Spiel ihn einlösen kann.
Zwei Millionen Wishlists – und ein Sprung, der Fragen aufwirft
Die über zwei Millionen Wunschlisten-Einträge sind sind das Ergebnis einer Marketingmaschinerie, die Remedy in den vergangenen Monaten auf Hochtouren laufen ließ – vom Launch-Trailer über Cast-Videos bis zu den PC Gaming Show Documentaries. Der Sprung von 1,5 auf 2 Millionen in einem Monat ist bemerkenswert, aber er kommt nicht aus dem Nichts. Remedy hat ein Rekord-Marketingbudget in die Hand genommen, um im überfüllten September nicht unterzugehen. Das scheint zu funktionieren.
Die Wishlist-Zahl ist ein Versprechen, kein Verkauf. Sie sagt, wie viele Menschen das Spiel im Auge behalten – nicht, wie viele es kaufen werden. Remedy weiß das. Der Vergleich mit dem Vorgänger Control (2019) zeigt, dass die Marke eine treue, aber keine riesige Fangemeinde hat. Zwei Millionen Wishlists sind ein starkes Signal. Ob sie sich in Verkäufe übersetzen, entscheidet sich in den nächsten Wochen.
Ein Studio, das liefern muss
Der Hype trifft auf ein Studio, das sich keinen Fehltritt mehr leisten kann. FBC: Firebreak, Remedys kooperativer Shooter aus dem Jahr 2025, war ein kommerzielles Desaster. Das Studio steht unter Druck, und Control Resonant ist der Befreiungsschlag, auf den alles hinausläuft. Der neue CEO Jean-Charles Gaudechon hat die Führung übernommen, das Marketingbudget wurde erhöht, und die Erwartungen sind hoch.
Remedy hat in den vergangenen Monaten alles getan, um das Spiel ins Gespräch zu bringen. Die Frage ist, ob der Druck auf das Studio abfärbt. Ein Spiel, das zwei Millionen Menschen auf der Wishlist haben, muss liefern. Wenn es das nicht tut, ist der Fall umso tiefer. Remedy kennt diese Dynamik – der Vorgänger Control war ein Kritikerliebling, aber kein Verkaufsschlager. Diesmal soll es anders laufen.
Preload um 7 Uhr morgens, Launch am 24.
Die Logistik ist klar geregelt. Wer Control Resonant auf Steam vorbestellt hat, kann es 24 Stunden vor Launch herunterladen – ab dem 23. September um 7 Uhr pazifischer Zeit. Das ist 10 Uhr Eastern, 15 Uhr GMT, 17 Uhr EET. Der Launch selbst erfolgt am 24. September für Xbox Series X/S, PS5 und PC. Ein riskantes Wettrennen, denn der September ist vollgepackt mit Releases.
Für Spieler, die auf 4K/60 FPS mit Ultra-Einstellungen und Path Tracing hoffen, hat Remedy eine klare Botschaft: Ohne Upscaling im Performance-Modus wird es nicht gehen. Die Systemanforderungen sind happig, aber nicht überraschend für ein Spiel, das auf Path Tracing setzt. Wer die volle Pracht will, braucht potente Hardware. Wer einfach nur spielen will, kommt mit weniger aus.
Dylan Faden erwacht
Doch was die Spieler erwartet, ist mehr als nur ein weiteres Action-RPG. Control Resonant spielt sieben Jahre nach dem Vorgänger. Der Lockdown des Oldest House ist durchbrochen, The Hiss und The Mold sind auf die Straßen von Manhattan gelangt, und mit The Patterning ist eine neue paranaturale Bedrohung aufgetaucht, die die alten Gefahren in den Schatten stellen könnte. Jesse Faden ist verschwunden. Ihr Bruder Dylan erwacht aus dem Koma.
Dylan ist der neue Protagonist, getrieben von Schuld und dem Wunsch nach Erlösung. Die Spielwelt öffnet sich bereits nach zwei Stunden – ein bewusster Bruch mit der linearen Struktur des Vorgängers. Remedy verspricht ein Spiel, das sich schneller öffnet und den Spieler früher loslässt. Ob das aufgeht, zeigt sich morgen. Der Hype ist da. Jetzt muss Remedy liefern.