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Borderlands 3 | Test

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Grundsätzlich sagt man ja, alle guten Dinge sind drei. Aber trifft das auch auf Borderlands 3 zu, oder hat das Spiel seinen Humor und seine Gerissenheit verloren?

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als am 20. Oktober 2009 Borderlands 1 auf die Massen losgelassen wurde und Gearbox Software den Weg geebnet hat, für so viele Spiele, die noch kommen sollten. Mit Borderlands 2 konnten die Entwickler dann zeigen, was sie draufhaben und haben die Fortsetzung noch einmal um ein gutes Stück besser gestaltet und die Spieler, mich inkludiert, liebten es! Dazwischen gab es eine kleine Pause in Form von Borderlands: The Pre-Sequel, welches 2014 veröffentlicht wurde. Nun ganze fünf Jahre später ist es soweit und Gearbox Software und 2K Games haben am 13. September 2019 Borderlands 3 in die Regale eures Händlers des Vertrauens gestellt. Ich habe mich ab der ersten Minute mit dem Spiel beschäftigt und darf euch nun den PixelCritics Borderlands 3 Test präsentieren. Ob der dritte Teil, ganz nach dem Motto, „Alle guten Dinge sind drei“, sich einen Namen machen konnte oder ob der Witz der Serie zum Erstarren gekommen ist, erfahrt ihr jetzt.

Borderlands 3: Test

Mit Bazillionen an Waffen und Apparaten gibt dir jeder Kampf die Möglichkeit, neue Ausrüstung zu ergattern.

 

Wer Borderlands 2 gespielt hat, erinnert sich sicherlich nicht nur an ein bombastisches Gameplay, sondern auch an eine Story, die es in sich hatte. Ach, war das ein tolles Game: Handsome Jack, Salvador, Krieg und viele mehr. Der dritte Teil der Borderlands Serie knüpft direkt an das Ende des zweiten Games an, beziehungsweise an die Erweiterung „Commander Lilith & the Fight for Sanctuary“. Gen Ende hin, kamen die Protagonisten nämlich an die Vault Map, welche jedoch durch das Verschulden von Colonal Hector wieder verschwand.

Einen neuen Handsome Jack gibt es leider nicht und ich muss auch ehrlich sagen, ich wäre sehr stark verwundert gewesen, wenn die Entwickler einen Bösewicht erschaffen hätten, der Jack das Wasser reichen kann. In Borderlands 3 muss man sich mit Troy und Tyreen abfinden. Das sind die sogenannten Calypso Zwillinge, welche die Fäden der Children Of Vault, in kurz: COV, in den Händen halten. Ganz nach dem Trend von 2019 stellen die beiden eine Form von Zukunfts-YouTuber dar, welche durch die Medien ihre Gefolgschaft kontrollieren. Bereits in der ersten Mission mussten wir jemanden aus einer Virtual Reality Folterkammer befreien. So viel also zum Stil der beiden Gegenspieler. Auch wenn diese Gegebenheit in Worten spannend klingen mag, so gehen die beiden Schurken im Spiel unter und man vergisst diese Antagonisten mit der Zeit einfach.

Im Großen und Ganzen ist die Story in Borderlands 3 sehr gut gelungen, aber meilenweit entfernt, von einer „Auszeichnung“. Die Entwickler versuchen mit Troy und Tyreen den klassischen Witz und die Hinterlistigkeit eines Borderlands Antagonisten à la Handsome Jack wiederzubeleben, es gelingt ihnen aber einfach nicht. In vielen Momenten ging mir das Gelabber von den beiden ziemlich auf die Nerven, auf der anderen Seite bin ich aber auch wieder in schallendes Gelächter ausgebrochen. Unter dem Strich verliert man einfach den Kontakt zu den beiden – sehr schade.

Ebenfalls sehr traurig ist, dass man mit der Hauptstory nur einen kleinen Teil der Welten sieht. Wie Welten? Dazu gleich mehr! Man läuft bei den Mainquests sehr viel herum oder fährt mit seinen Fahrzeugen von A nach B, schießt dann eine Menge Bösewichte über den Haufen und hat den ein oder anderen Bosskampf zu absolvieren. Die Sidequests waren teilweise um einiges interessanter gestaltet und öffnen dem Spieler auch die gesamte Karte. So sieht man Orte, zu welchen man durch die Story nie kommen würde.

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Eine frische Oase für die sonst so öde Wüste, dafür blieb für das Gameplay kein Tropfen mehr übrig

In Borderlands: The Pre-Sequel durfte man als Spieler bereits Pandora verlassen und eine neue Welt erkunden. Die Entwickler hielten daran fest und man ist nicht dazu verdammt, auf der Wüsteneinöde zu verrotten und darf neue Planeten erkunden. Da gibt es unter anderem Eden-6, Athenas und Promethea. Die Binome haben alle ihren eigenen Reiz, aber der Ablauf, welchen wir als Spieler abknüppeln müssen, bleibt gleich. So wirken die Welten zwar auf der einen Seite sehr einzigartig, aber irgendwie auch wieder nicht.

Auf eine Open-World wird verzichtet, aber man hat dennoch sehr viel zu erkunden. Leider verliert genau dieser Gameplay-Aspekt verdammt schnell seinen Reiz. Wir bekommen eine Quest, laufen zu dieser hin, töten alles was sich bewegt, müssen Müll (ja in den meisten Fällen ist alles nur Müll) aufsammeln, umständlich im Inventar als solch einen markieren und in regelmäßigen Abständen zu unserer Basis zurück latschen, um diesen loszuwerden. Keine Angst, das Waffen-Gameplay ist imposant wie eh und je, aber dazu gleich mehr.

Eines der größten Probleme in Borderlands 3 ist das unübersichtlich gestaltete Menü und die Art und Weise, wie man sein Inventar managed. Es gibt kaum Hot-Keys für ein schnelles Zugreifen auf wichtige Inhalte des Menüs oder des Inventars und man muss umständlich durch die Reiter tippen, ehe man zur Karte gelangt, um ein Beispiel zu benennen. Auch das Sammeln von Waffen und Gegenstände ist eine nervige Angelegenheit. Man muss immer alles erst aufsammeln, dann als Schrott markieren und im Anschluss verkaufen. Es wäre kein schweres, wenn man direkt beim Aufheben die Option hat, einen Gegenstand als Müll zu markieren. Immerhin bekommt man ja die Stats bereits vor dem Aufheben angezeigt. Ein ganz großer Minuspunkt sind Mini-Lags im Inventar. Wenn man Waffen ausrüstet oder etwas ändert, stockt das Spiel minimal. Ganz schlimm ist dieser Bug im lokalen Koop. Wenn einer der beiden Spieler sich im Menü aufhält und der andere im Kampf ist, freezt das Spiel! Sehr ärgerlich.

Jaja die Waffen. Auch in Borderlands 3 hat man eine schier unendlich wirkende Anzahl von Waffen, welche ihre eigenen Besonderheiten mit sich bringen. Und lasst euch eines sagen, diese werden nie langweilig! Die Waffen machen mit ihren Besonderheiten einfach irrsinnig viel Spaß und man weiß nie, was man als Nächstes in den Händen hält. Auch der mit den Krachen verbundene Sound und die Animation, sowie die Feuerkraft, machen einiges her.

Leider kommen die Waffen aber „Out-of-the-Box“ und können nicht modifiziert oder angepasst werden. So muss man mit dem Leben, was uns die Welt von Borderlands soeben in die Hände gelegt hat. Ebenfalls bekommt man nur sehr selten wirklich gute Waffen und das Sammeln von Munition ist teilweise „pain in the ass“, da wirklich jede Kiste und jeder Spind durchsucht werden muss, damit man genug Ballermänner hat, um die Gegnermassen effektiv dezimieren zu können.

Süßes, lustiges Koop – so spielt man Spiele heutzutage!

Wenn man aber nicht genug Munition hat, um Massenmorde zu begehen, kann man mit einem einfachen Klick bis zu drei Leute online einladen, zum Mitzuballern. Auf der Konsole gibt es sogar einen nostalgischen Splitscreen, mit welchen man lokal mit einem Freund spielen kann. Der Splitscreen ist jedoch nur den Konsolen vorbehalten und wurde für den PC nicht implementiert!

Wenn schon Coop, dann richtig: In Borderlands 3 gibt es vier neue Kammerjäger, die sich alle wirklich interessant spielen. Bei meiner ersten Runde in Borderlands 3, bin ich sicherlich über eine Stunde gesessen und habe mir genau überlegt, welchen Charakter ich nun spielen möchte.

 

Am Ende fiel meine Entscheidung auf Zane, ein Kopfgeldjäger, welcher ein Hologramm von sich selbst platzieren kann, mit dem man jederzeit Plätze tauschen kann und auch als Ablenkung fungiert. Ebenfalls hat er Drohnen in seinem Repertoire des Gemetzels und kann eine Barriere zum Schutze platzieren. FL4K ist ein Roboter und ein sogenannter Beastmaster. Ja richtig erraten, er kann einen von drei Begleitern beschwören, welche ihm im Kampf unterstützten. Dann gibt es noch Moze, welcher die im Trailer vorgestellte Waffe mit Beinen ins Spiel bringen kann. Diese kann mit einer Vielfalt von Krachen modifiziert werden und unterstützt Moze so im Kampf. Zu guter Letzt gibt es noch die Magierin unter den Kammerjägern: Amara. Sie ist eine Sirene mit telekinetischen Fähigkeiten und kann Gegner mit ihrer Faust in der Luft ergreifen und diese durch die Gegend werfen.

Noch mehr Vielfalt gefällig? Auch in diesem Punkt enttäuscht Borderlands 3 nicht. Jeder der Kammerjäger kommt mit drei verschiedenen Skillbäumen daher. Diese können je nach Lust und Laune gemischt und kombiniert werden, um somit deinen persönlichen Spielstil zu entwickeln. Oder man kann einfach irgendwas machen und mal schauen was passiert. Da ich in dieser Hinsicht ein ziemlicher „Skill-Nerd“ bin, kann man sich vorstellen, dass ich etliche Stunden damit verbracht habe, meine Skills zu optimieren um die beste Kombo herauszufinden. Diese Vielfalt der Fähigkeiten machen das Gameplay noch mal um ein gutes Stück interessanter. Die Waffen sind wie in den Vorgänger optimal getroffen und daran wurde nicht viel geändert, ganz nach dem Motto: Never change a running system. Aber die Komplexität der Fähigkeiten machen das gesamte Gameplay um Weiten interessanter und stellen so eine gelungene Erweiterung, zum bereits funktionierenden Waffen-System dar.

Borderlands 3 bekommt eine zusätzliche Portion Comic-Grafik spendiert

Dass das Wort Farbenvielfalt in Borderlands immer schon mit Caps geschrieben wurde, sollten Fans des Franchise nur allzu gut wissen. In Borderlands 3 haben es die Entwickler jedoch geschafft, den Kontrast und die Sättigung auf das nächste Level zu befördern. Der Cel-Shading-Stil funktioniert wunderbar und auch die Performance auf High-End Rechnern und den Konsolen wurde gut umgesetzt, ganz egal, ob man mit 1080p oder 4K Auflösung spielt. Des Weiteren kann man auf der Konsole zwischen Qualität und flüssiges Spielen entscheiden. Also den Frames den Vortritt lassen und die Grafik etwas nach unten schrauben. Wir konnte da aber keine großen Unterschiede feststellen, das Spiel lief, bis auf ein paar Lags im Menü, sehr flüssig und fehlerfrei. Auch der Sound konnte überzeugen, stellt aber nichts Großartiges dar. Die Waffen hören und fühlen sich gewaltig an und machen dementsprechend viel Spaß. Nicht mehr, und nicht weniger.

Borderlands 3 | Test 1 F A Z I T

Borderlands 3 verpasst um 0.1 Punkte das „Ausgezeichnet“ und bekommt somit von mir ein „Gut“ spendiert. Die Entwickler belassen vieles beim Alten und machen somit nichts falsch, aber auch nicht unbedingt richtig. Immerhin sind es 5 Jahre seit dem letzten Spiel und ich als Fan der Serie, hätte mir da schon mehr Neuerung erhofft. Die spielbaren Kammerjäger sind bombastisch umgesetzt worden und bieten mit den drei Skillbäumen, welcher jeder von ihnen zur Verfügung hat, eine sehr große Abwechslung und laden zum Experimentieren und Ausprobieren ein. Auch in Kombination mit dem Coop kann Borderlands viele Punkte für sich gewinnen. Leider ist das Gameplay jedoch sehr abgedroschen und fühlt sich etwas vertrocknet an. Die Entwickler versuchen zwar mit alternativen Welten, welche besucht werden können, Varianz in das Spiel zu bringen – dies funktioniert jedoch kaum, da die anderen Welten zwar anders aussehen, aber sich gleich anfühlen.

Ein großes Problem stellt auch die Story dar. Sie liest sich zwar im Skript wirklich wunderbar: Zwei Zukunfts-YouTube treiben ihr Unwesen und halten die Fäden der COV in den Händen und wollen alle Kammern erobern. Auch Missionen, in welchen man eine Virtual Reality Folterkammer betrachten kann, klingen extrem geil. Leider haben die beiden Antagonisten Troy und Tyreen leider nicht den Flair von Handsome Jack. Gearbox Software hat zwar versucht, den Witz und die Gerissenheit à la Borderlands 2 wiederzubeleben, es ist ihnen aber leider nicht gelungen. Die beiden Gegenspieler gehen einfach im Gameplay unter und sind an manchen Stellen tatsächlich einfach nur nervig. Ein Gefühl, wie man es bei Handsome Jack hatte, dass man ihn endlich aus der Welt ballern kann und seinem Leben mit einer gewissen Portion an Genugtuung ein Ende bereiten konnte, fehlt zur Gänze. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, dennoch macht das Spiel spaß und sollte unbedingt von den Borderlands Fans gespielt werden!

PRO

  • Waffen mit richtig Wums und Abwechslung
  • Viele interessante Sidequests
  • Online Koop mit bis zu vier Spieler; lokal mit zwei Spieler
  • Individualisierung des Charakters
  • Vier verschiedene Kammerjäger
  • Vielfältiger Skillbaum
  • Cel-Shading-Stil

KONTRA

  • Teilweise Lags im Inventar
  • Unüberschaubares Menü
  • Keine Modifizierung der Waffen
  • Klassischer Borderlands-Witz ging verloren
  • Antagonisten sind langweilig
  • Sidequests teilweise interessanter
  • Ohne Nebenmission sieht man nicht die gesamte Welt
  • Alternative Planeten wirken wie Copy & Paste
8

Grandios

Gameplay - 7.9
Grafik - 8.2
Sound - 8
Inhalt - 8.2
Atmosphäre - 7.6
Ich bin ein Nerd aus Leidenschaft, spiele von Shooter bis hin zu Jump & Run Games und habe ein Herz für schönes Story-Telling. Kann den Hype um Spiele wie Battlefield und Co. nicht verstehen, konnte über ein ganzes Jahr Spielzeit in World of Warcraft erreichen bevor es seinen Reiz verlor. Momentan bin ich auf der Suche nach spannenden und herausfordernden Spielen welche es zu bezwingen gilt!

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