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Evil Genius 2: World Domination | Test

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Wer wollte nicht schon mal die Welt erobern oder sie zumindest auslöschen, wenn das nicht möglich ist? Jetzt habt ihr dank Evil Genius 2: World Domination die Chance selbst das Leben eines Superschurken mit allen Vor- und Nachteilen zu erleben!

Evil Genius 2: Test

Ein satirisches Spy-Fi-Spiel, in dem DU das Verbrecher-Superhirn bist und dir dein Versteck bauen musst!

EINMAL MÖCHTE ICH EIN BÖSER SEIN...

…erzählte uns bereits die EAV mitte der 90er. Die Herren werden sich somit sicherlich über Evil Genius 2: World Domination, einer Bösweicht Simulation, freuen. Darin können Hobby-Welteroberer/Zerstörer ganz alleine ihre umfangreiche Basis zum Pläne schmieden und Schergen quälen aufbauen und nebenbei Verbrechensnetzwerke über den Globus verteilt aufbauen, nur um am Ende dann eine Weltenvernichter-Maschine zu bauen, damit nicht mal mehr ein James Bond, Ethan Hunt oder Jason Bourne einen aufhalten kann.

Zunächst hat man die Wahl zwischen vier Bösewichten, einem typischen dicken Glatzkopf der Marke Dr. Evil, einem russischen General, einer irren Wissenschaftlerin und einer nicht minder gruseligen Dame auf einem Spinnenfortbewegungsmittel. Danach darf noch eine von drei geheimen Inseln als Basis gewählt werden. Nach vorne raus, sieht die Anlage aus wie ein Hotelcasino, in dem Touristen sich amüsieren können, doch hinter der Fassade gehen schräge Dinge ab. So lässt man seine Schergen verschiedenste Räume bauen. Da wären lebensnotwendige Räume wie Schlafbaracken, Essenausgaben oder medizinische Einrichtungen. Aber auch Verhörraum, Überwachungsraum sowie ein ganz privates Domizil für euren Oberbösewicht. Die Räume werden einfach in die Erde gehauen und dann mit dem dazugehörigen Inventar ausgestattet. Dieses schaltet man in der Kampagne erst nach und nach frei, um so seine Machenschaften immer weiter auszubauen.

BÖSEWICHT UND GESCHÄFTSMANN

Zu Beginn ist das alles recht entspannt und man hat eigentlich selten mit dem Geld und der Stromversorgung zu kämpfen, aber die gute alte Kohle kommt sowieso nach und nach reingeflossen und so geht der Rest von selbst. Um seine Tresore voller zu bekommen, kann und soll man dann auch bald erste Verbrechensnetzwerke auf einer Weltkarte eröffnen. Dafür braucht es aber Funkreichweite, die man in einem Kontrollraum durch dazugehörige Konsolen aufbauen kann. Hat man eine Region freigeschaltet, können dort Aufträge erfüllt werden, um neue Schergen anzuheuern oder eben Geld reinzuspülen. Außerdem gibt es im Verlauf viele Neben- und Hauptquests, die dort erledigt werden müssen. Diese Nebenquests, die man teils für die Story braucht, können aber auch etwas ausarten. Dafür bekommt man neue Schergentypen freigeschaltet.

DIE WELT EROBERT MAN NICHT ALLEIN

Und darum ist es auch wichtig bald neue Schergen zu bekommen und diese auch passend zu versorgen um ihre Werte wie Gesundheit, Intelligenz und Ausdauer zu erhalten. Außerdem kann man im Laufe der Kampagne seine Schergen für andere Aufgaben ausbilden. Wächter, Wissenschaftler, Techniker, Biologe und auch diverse Schergen, die Eindringlinge verführen und ablenken. Letzteres ist nicht unpraktisch, denn wenn man auf der Weltkarte für zu viel Aufsehen sorgt, kommen diverse Ermittler in die Basis. Diese können durch Fallen verlangsamt oder aufgehalten werden oder müssen per Befehl durch die Schergen gefangen genommen, getötet oder abgelenkt werden und da kann es dann wirklich schon mal etwas stressig werden.

Wirklich sterben oder das Spiel verlieren kann man aber eigentlich nicht. So stellt sich gleich zu Beginn ein gewisser Suchtfaktor ein, da die Neugier, was man nach der nächsten Quest wieder an neuen Räumen, Einrichtung oder Schergentypen, sowie einzigartige Handlanger man freischalten und nutzen kann. Im Mittelteil einer Kampagne zieht sich das Ganze dann aber etwas und verliert kurz ein bisschen an Flow, was sich aber spätestens mit dem Bau der Weltenzertörermaschine wieder ändert. Da nimmt auch die rudimentäre Story wieder Fahrt auf. Dabei ist es eigentlich relativ egal, welchen Schurken man zu Beginn wählt, da sich die Spielweise kaum unterscheidet, bis auf ein paar Charakterboni und die zerstörerische Waffe.

DIE TECHNIK

Optisch ist Evil Genius 2 recht hübsch, aber auch nicht weltbewegend. Die Animationen, Sound und die generelle Präsentation gehen aber absolut in Ordnung. Nur die Cut-Scenes, die eigentlich nur recht abgehakten Gespräche mit diversen Schergen darstellen, hätten doch etwas liebvoller und kreativer in Szene gesetzt werden können. Um seine Basis noch weiter aufzuhübschen, kann man aber auch zahlreiche Dekogegenstände, die teilweise auch Boni bringen, aufstellen. Außerdem sollte man sein Casino möglichst aufhübschen, um die Eindringlinge gut abzulenken.

FAZIT

 

PRO

  • Cooles Spielprinzip
  • Guter Suchtsog
  • Zahlreiche Möglichkeiten seine Basis zu designen
  • Toturial führt einen gut durch Spiel
  • Kreative Schergen und Fallen
  • Entspanntes Tempo (kaum stressige Situationen)
  • Guter Soundtrack

KONTRA

  • Zweiter Spieldurchlauf mit kaum Unterschieden
  • Teils zu lange, grindige Nebenquests
  • KI manchmal etwas dumm
  • Inszenierung etwas mau in den Cut-Scenes
  • Die Weltkarten-Funktionen könnten spannender sein
7.9

Spielenswert

Gameplay - 8
Grafik - 7.6
Sound - 8.1
Inhalt - 8
Atmosphäre - 8
Heavy Music, schnelle Bikes und Sport sowieso – da ich auch im Jahre des Herren 1986 geboren wurde und da auch der NES in Europa das Licht erblickte, war die Konsequenz des Zockens logisch. Da ich auch an verbaler Inkontinenz leide, sind PixelCritics sowie earshot.at perfekte Orte um mein Interesse am Journalismus auszuleben.

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