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Ghost Recon: Breakpoint | Test

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Ubisoft versucht verzweifelt aus einem Taktik-Shooter einen Service-Shooter zu formen, scheitert aber leider komplett an der Umsetzung. Somit bleibt Ghost Recon: Breakpoint ein Shooter-Mix den man spielen kann, aber definitiv nicht muss!

Gut drei Jahre ist es nun her, als uns Ubisoft mit der Ankündigung von Ghost Recon: Wildlands zum Staunen gebracht hat. Ein Ghost Recon in einer Open World, mit zahlreichen Missionen, einem umfangreichen Charakter-Editor und einem ausgeklügelten Waffensystem? Klang absolut vielversprechend und bis auf ein paar Punkte konnte Wildlands in unserem Test auch durchaus überzeugen. Seit 04. Oktober steht nun mit Ghost Recon: Breakpoint der langersehnte Nachfolger in den Händler-Regalen und Ubisoft verspricht uns mit neuen Survival-Elementen ein realistisches Spielerlebnis. Wie sich Ghost Recon: Breakpoint in unserem Test schlägt, erfahrt ihr jetzt.

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Das perfekte Urlaubsparadies?

In Ghost Recon: Breakpoint entdecken wir Aurora, eine geheimnisvolle Insel, auf der die technisch fortschrittlichsten Anlagen einer wilden und unberührten Natur gegenüberstehen. Doch die Wolves, eine skrupellose Ex-US-Militäreinheit von abtrünnigen Ghosts, haben die Insel übernommen. Angeführt von Nomads früheren Kampfgefährten Lt. Colonel Cole D. Walker, dargestellt von Jon Bernthal, haben sie Skells Drohnen zu Tötungsmaschinen umprogrammiert und sind bereit, sie ohne Rücksicht auf Verluste einzusetzen. Nomad und die Ghosts werden zu einer Erkundungsmission geschickt, aber ihre Hubschrauber werden abgeschossen. Verletzt, ohne jegliche Unterstützung und gejagt, werden wir nach der Einleitung ins Spiel geworfen und bahnen uns einen Weg zum ersten sicheren Unterschlupf. So weit so gut! Was zunächst wie ein Blockbuster klingt, entpuppt sich leider sehr schnell als gewaltiger Widerspruch. Denn ist man erstmals im Unterschlupf angekommen, welcher übrigens als Social-Hub dient, erkennt man, dass man ja eigentlich gar nicht alleine ist, zumindest was andere Spieler betrifft.

Tausende Ghosts warten auf Ihre Missionen, stellen Ihr Equipment zur Schau oder versuchen einfach Anschluss an einer Gruppe zu finden. Schade, denn das zerstört die Immersion. Draußen ist die Welt von Aurora hingegen leer. Hin und wieder trifft man mal auf ein paar NPC´s die sich aus unerklärlichen Gründen mitten im Wald versammelt haben, aber auf den Straßen sehen wir nur militärische Fahrzeuge und ab und zu bewegt sich eine Wildsau über den Bildschirm. Das finde ich persönlich wirklich schade, denn Ubisoft zaubert uns mit Aurora eine wirklich wunderschöne Spielwelt auf die Bildschirme, scheitert aber daran, diese mit sinnvollen Inhalten zu füllen. Die Hauptstory spielt sich stellenweise zwar ganz nett, diese füllt aber nur einen Bruchteil der zu investierenden Zeit.

Abseits der Hauptstory wird man von dem fragwürdigen Aufgabendesign sehr schnell genervt. Die Hauptaufgaben bestehen darin, sogenannte Außenposten zu infiltrieren um letztendlich eine Kiste mit neuen Ausrüstungsteilen oder Blaupausen zu öffnen. Grundsätzlich hätte ich gegen diesen Missionstyp ja gar nichts einzuwenden, denn in einer eingespielten KOOP Truppe hat das auch in Wildlands Spaß gemacht, doch Breakpoint macht auch hier einige gravierende Fehler. Denn die KI ist stellenweise so strunzdumm, dass man sich teilweise nur in ein Gebäude stellen muss, Waffe im Anschlag – Ziel auf den Eingang und man knallt einen Gegner nach dem Anderen ab. Flankieren etc. haben die ehemaligen Soldaten auf der sonnigen Insel wohl vergessen. Des Weiteren zerstören einem die Drohnen das Spielerlebnis – mir zumindest! Die menschlichen Widersacher sind mit gekonnter Stealth-Taktik keine wirkliche Herausforderung. Doch bei den Stützpunkten sind auch meistens die bescheidenen Drohnen stationiert. Wird man dann gesehen, erhalten sämtliche stationierte Soldaten in bekannter Metal Gear Solid Manier ein Frage-/Rufzeichen über der Birne und versuchen uns kurzerhand den Tag zu vermiesen. Auch die Drohne bekommt Wind von uns, steigt auf, fliegt mit unglaublichen Bewegungen (hier wird auch ein UFO neidisch) auf uns zu und wir haben teilweise so gut wie keine Chance mehr. Es gilt aber die Drohne im Vorfeld mit einem gezielten Schuss zu eliminieren und dank Spezialfähigkeit “Panzerbrechender Munition” klappt das auch mit dem OneHit.

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Die Hauptaufgaben haben wir also, doch in Ghost Recon: Breakpoint warten noch zig andere auf uns. Ubisoft versucht verzweifelt aus einem Taktik-Shooter einen Service-Shooter zu zaubern, dass wir dadurch mit lauter nervigen Aufgaben konfrontiert werden. Aufgaben wie “Fahre dort hin – Verhöre den Kerl und verschaffe dir neue Infos über den Blueprint-Standort – Sammle den Blueprint” gehören zur Routine. Abhilfe schafft hier auch der Multiplayer-Modus “Ghost War” nicht. Dieser bietet zwar teilweise spannende 4 vs. 4 Gefechte, Neuheiten, im Vergleich zu anderen Spielen, sucht man aber vergebens.

Ubisoft gelingt es zwar auf der einen Seite, speziell bei der Einleitung und einigen Hauptmissionen eine dichte Atmosphäre aufzubauen, zerstört diese aber kurzerhand mit den lästigen Aufgaben, den Drohnen und der dummen KI. Das ist wirklich schade, denn die Story hätte durchaus Potenzial für einen Hit.

Survivalsystem vs. Skillsystem

Steile Hänge, detaillierte Verletzungen und Ermüdungserscheinungen sind neue Herausforderungen, die von den Ghosts bewältigt werden müssen, während ihre Überlebensfähigkeiten in den verschiedenen Gebieten von Auroa auf die Probe gestellt werden. Was habe ich mich auf diesen Ansatz gefreut! Ein Survivalsystem in einem Serviceshooter, das muss doch ein absoluter Hit werden. Leider nicht! Keine Frage, das System hat definitiv Potenzial nur die Umsetzung ist absoluter Schwachsinn. Es sieht zwar ganz witzig aus, wenn wir beim Bergablaufen stolpern und wir uns damit fast killen, aber insgesamt trüben die Survival-Elemente nur gehörig den Spielspaß. Es macht einfach keinen Sinn ein Verletzungssystem einzuführen und dem Spieler dann einen unbegrenzten Erste-Hilfe-Kasten ins Inventar zu packen. Des Weiteren macht es auch keinen Sinn ein Ausdauersystem einzuführen, wenn man mit einem Schluck aus der Trinkflasche dieses System aushebelt und dreimal dürft ihr raten, die Trinkflaschen werden so gut wie nie knapp. Zusätzlich kann man alle anderen Aspekte wie “langsames Klettern” “Stolpern” etc. durch erlernte Skills abschwächen und somit bleibt von dem neuen Survivalsystem nichts mehr übrig. Ich kann das einfach nicht nachvollziehen, schon gar nicht in der Zeit wo Survival-Games die Steamdatenbank überfluten. Hier hätte man sich doch einige coole Ideen abschauen können!

Eine Kiste noch!

Ghost Recon: Breakpoint weiß nicht so recht was es wirklich sein möchte. Ein Taktik-Shooter, ein Survival-Shooter, ein Loot-Shooter oder doch ein Service-Shooter? Letzteres trifft es wohl am besten, obwohl Breakpoint “leider” ein Mix aus allen Punkten ist. Ubisoft bedient sich zwar an allen Typen, setzt aber keinen davon konsequent genug um. So entsteht ein unfertig wirkendes Spiel, das durch das ewige Grinden nach besserer Ausrüstung relativ schnell den Reiz verliert. Dabei ist das Grinden nicht einmal das Problem, denn das macht ja bei The Division 2 auch richtig viel Spaß, warum nicht dann auch bei Breakpoint? Gute Frage, es liegt an der Herangehensweise! Es macht einfach keinen Spaß mit dem Scharfschützengewehr aus der Ferne sämtliche Gegner in einem Stützpunkt zu killen, um dann dort hineinzuwatscheln, nur um eine Kiste mit Loot zu öffnen. Das wiederholt sich gefühlte tausend Mal! In einer eingespielten Gruppe sicherlich witzig, als Solo-Spieler einfach nur ermüdend, da in Breakpoint auch die KI gesteuerten Truppmitglieder gestrichen wurden – wir sind ja auch allein auf der Insel – HUST!

Anpassungen über Anpassungen

Gut gefallen mir aber die unterschiedlichen Anpassungen des Charakters und der Waffen. Gefällt uns zum Beispiel die gefundene Hose nicht, kein Problem, Skin drüber gezogen und schon passt diese zum Rest des Outfits. Auch bei den Waffen dürfen wir neben anderen Scopes auch zusätzlich unserer Kreativität freien Lauf lassen. Lauf in Grün, Kolben in Schwarz – Check!

 

Gewählt wird eine aus vier verschiedenen Klassen (Sharpshooter, Panther, Assault und Medic), die wir in einer Ruhezone aber jederzeit wechseln dürfen. Zusätzlich können wir unseren Protagonisten mit einem umfangreichen Skillbaum verbessern. Auch wenn da teilweise Skills dabei sind, die das Survival-System aushebeln, so finden wir auch andere nützliche Dinge wie einen Fallschirm oder eine Bazooka wieder. Dennoch reicht auch der Skillbaum nicht aus, um mich für unzählige Stunden vor dem Bildschirm zu fesseln. Es stört mich einfach zu sehr, welche Aufgaben ich erfüllen muss, um die nötige XP für das Freischalten einer neuen Fähigkeit zu sammeln.

Achtung die Badewanne kommt…

In unserem Wildlands Test haben wir damals die Fahrphysik auseinandergenommen. Denn diese war nicht nur sehr arcadelastig sondern auch noch wirklich schlecht. Nun ja, wie soll es auch anders sein, in Breakpoint finden wir das gleiche Problem wieder. Klar ist es Geschmackssache, die einen mögen es arcadig und die anderen realistisch. Doch wirbt Breakpoint nicht mit mehr Realismus? Hm…, dabei wäre Aurora doch wirklich schön zum Erkunden und eine Staugefahr ist quasi auch nicht vorhanden.

Katastrophal wird es aber wirklich bei den Hubschraubern! Hier muss man wirklich gar nichts können und wer schon mal einen Simulator ausprobiert hat, der weiß wie tricky ein Hubschrauber zu fliegen ist. Doch diesen Schritt kann ich vielleicht ja noch nachvollziehen, sonst würde ja fast keiner einen Flug überleben, aber braucht ein Kampfheli wirklich unendlich Munition? Fragen über Fragen.

Mikrotransaktionen

Liest man einige Beiträge auf Reddit, erkennt man sehr schnell, dass der eingebaute Echtgeld-Shop der Community gehörig sauer aufstößt. Grund hierfür ist, dass man diesmal nicht nur kosmetische Items kaufen konnte, sondern auch Waffen und Ausrüstung um sich eventuell im PvP Modus einen Vorteil zu erkaufen. Laut Aussagen von Ubisoft war die Einführung des Waffen-/Ausrüstungsshop ein Versehen und wurde in der Zwischenzeit entfernt. Dennoch soll dieser einen Comeback feiern, wann und in welcher Form, bleibt abzuwarten.

Ghost Recon: Breakpoint | Test 1 F A Z I T

Was habe ich mich auf Ghost Recon: Breakpoint gefreut. Endlich ein Open-World-Shooter mit Survival Elementen und einer atemberaubenden Spielwelt. Klang viel zu schön, um wahr zu sein, und so kam es nun auch. Ubisoft versucht mit Müh und Not einem Taktik-Shooter einen Mix aus Loot und Service-Shooter unterzujubeln und zieht dadurch das Spiel mit unzähligen nervigen Aufgaben unnötig in die Länge. Nach einigen Stunden habe ich einfach keinen Bock mehr mit den Badewannen (Fahrzeugen) auf leeren Straßen in einer leeren Spielwelt von A nach B zu brettern, nur um die gefühlt tausendste Kiste mit einem neuen Blueprint oder einem unbrauchbaren Ausrüstungsteil zu looten.

Zusätzlich macht dem Spiel die teils strunzdumme KI einen Strich durch die Rechnung und das angepriesene Survival-System entpuppt sich im Spielverlauf zusätzlich als kompletter Schwachsinn. Dabei hätte Ghost Recon: Breakpoint durchaus Potenzial, denn die Ansätze sind gut, die Umsetzung leider nicht. Wer eine bestehende Truppe hat und in Wildlands Spaß beim Stützpunkte-Erobern hatte, der kommt auch in Breakpoint voll auf seine Kosten. Alle anderen könnten jedoch ähnlich wie ich enttäuscht werden und das Spiel schon nach kurzer Zeit beiseitelegen. Ghost Recon: Breakpoint ist “LEIDER” mein persönlicher Reinfall des Jahres.

PRO

  • Schöne Spielwelt (Aurora)
  • Anpassungssystem
  • Zwischensequenzen mit Starbesetzung

KONTRA

  • Leere Spielwelt
  • Survival-System
  • Shooter-Mix
  • Stupide Aufgaben
  • Mehrere Bugs
  • Grafikfehler
  • Nervende Drohnen
  • Fahrphysik
  • Mikrotransaktionen
6.6

Ausbaufähig

Gameplay - 5.7
Grafik - 8
Sound - 7.2
Inhalt - 6
Atmosphäre - 6.3
Das Thema Gaming begeistert mich schon seit meiner Kindheit. Als Gründer von AustriaGaming habe ich die Möglichkeit mein Hobby zu vertiefen und eine Gaming-Community in Österreich aufzubauen. Neben Steak und Pommes habe ich auch gerne knackige Games auf dem Tablett serviert, die mich bis tief in die Nacht vor dem Bildschirm fesseln.

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