Green Hell | Preview

Das Spiel punktet mit seiner Atmosphäre, wir sind zuversichtlich das zukünftig hinzugefügter Inhalt und die Story für unterhaltsame Survival-Stunden (nicht ganz allein) im Wald sorgen.

In Green Hell sind wir auf dem Überlebenstrip im schön gestalteten Urwald und versuchen auf der Suche nach unserer charmanten aber vermissten Expeditionsbegleitung nicht gefressen oder gemeuchelt zu werden. Zudem schlagen wir uns experimentierfreudig durch die mehr oder weniger essbare Umgebung und hoffen nicht den Verstand zu verlieren weil wir uns beim letzten Nickerchen irgendwelche Parasiten eingefangen haben. Ob wir es heil rausgeschafft haben, lest ihr in unserem Preview.

Green Hell: Test

In Green Hell kämpfen wir gegen Parasiten, Hunger, Durst und zahlreiche andere Gefahren ums nackte Überleben.

 

Für die Liebe

Warum reist ein Mann in den Urwald? Exakt, um Schätze zu finden. In diesem Fall hat der Schatz einen Namen, nämlich Mia. Im Tutorial sehen wir von ihr relativ wenig, aber man erfährt den Zweck des Urwald-Besuchs und dass Mia bei ihrer Mission die Ureinwohner allein zu “infiltrieren” wohl in gröbere Schwierigkeiten kommt.

Das Tutorial lernt uns immerhin wie man die Machete schwingt, Feuer macht und dass Tabakpflanzen im Spiel nicht zum Rauchen da sind sondern für heilende Wadenwickel. Und dass die schicke Uhr mit Kompass uns die Bedürfnisse im Punkt der Nahrungsaufnahme vor Augen hält.

Experimentelles Crafting

Wir haben ein nahezu leeres Notizbuch dabei wo nach und nach Crafting-Rezepte und Informationen über essbares oder weniger essbares hinzugefügt werden. Wenn man sich so durch den Urwald plündert findet man diverse Früchte, Pilze und Tiere die alle mehr oder weniger nahrhaft sind, einige sollten auch nicht gegessen werden. Zudem sind Nahrungsmittel begrenzt haltbar, denn Früchte und rohes Fleisch verderben sehr schnell, gekochtes eher langsamer.

Im Notizbuch werden auch Themen wie Wundbehandlung und Krankheitsbekämpfung beschrieben. In diesem Spiel dürfen wir uns nämlich auch mal selbst vergiften, beim Schläfchen auf dem Waldboden nachher Würmer aus dem Arm kitzeln oder Blutegel entfernen. iiiiiiiiiiii….

 

Ich krieg die Krise

Der Wurm im Arm ist keine feine Sache, auch andere Parasiten machen uns zu schaffen. Und zwar nicht zu knapp, denn auch auf die geistige “Integrität” sollte man achten. Wer sich den Wurm nicht aus dem Arm operiert verliert langsam aber sicher den Verstand.

Da wird es dann richtig unschön, mit selbst-zweifelnden Stimmen und Halluzinationen von rabiaten Eingeborenen. So kann aus Würmern, Erbrechen in Kombination mit schlechtem Schlaf der Spielercharakter das zeitliche segnen.

Spielwiese

Die Technik hinter dem Spiel ermöglicht abgesehen von der tollen Atmosphäre durch Sound und Grafik interessante Spielmechaniken wie das Werfen von Werkzeugen und diversen Crafting-Objekten. Wenn wir bei unserer Erkundungstour zufällig auf etwas hergestelltes stoßen, wird dies automatisch dem Notizbuch hinzugefügt. Sobald wir also zum ersten mal eine Fischfalle sehen, können wir mit den richtigen Ressourcen gleich selbst eine bauen. Das gilt auch für kleine Bauwerke wie Hütten oder Feuerstellen.

Was mir jedoch nicht ganz eingeht ist die mangelnde Verwertbarkeit von verlassenen Lagern. Es würde ja grundsätzlich Sinn machen eine verlassene Behausung wieder in Schuss zu bringen, aber hier gibt es abgesehen von manchen Fundstücken wie Konserven, Kochtöpfen oder Snacktüten wenig verwertbares. Metallstangen wären als Basis für Äxte oder Speere brauchbar, aus alten Planen ließe sich ein Unterstand bauen, Schlafmatten oder Hängematten könnte man ja auch als Gepäck zusammengerollt mitnehmen. Und so manch anderer Krempel in den alten Hütten würde sicher auch noch Bastelmaterial hergeben.

Aussicht auf mehr

Da sich Green Hell noch in der Early Access Phase befindet und die Technik wohl noch mehr zu bieten hat freuen wir uns auf weitere Ergänzungen im Spiel damit aus uns ein waschechter Dschungelcamper wird (ich hoffe ihr könnt mir den Flachwitz verzeihen 😉 ) Die Entwickler-Vorschau macht auf jeden Fall ordentlich Lust auf mehr Content.

Potenzial | Technik
80%
Potenzial | Inhalt
75%
Potenzial | Langzeitmotivation
60%
Potenzial | Gesamt
72%
Die tadellose Optik des Spiels und die einnehmende Atmosphäre haben in Verbindung mit dem Crafting-System ordentlich Potential für Survival-Liebhaber. Auch wenn sich das Spielziel in dieser Phase der Entwicklung bisher nur erahnen lässt (Finde Mia und lass dich dabei nicht fressen!) sieht die Road Map vielversprechend aus.
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 12 Jahren selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ;)

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