Hama “uRage Morph² evo.” | Test

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Die Hama "uRage Morph² evo." ist eine präzise Gaming Maus mit tollen Ansätzen aber leichten Designschwächen.

Stundenlanges Zocken am PC ist nicht nur eine Belastung für die Augen, sondern auch für zahlreiche Muskeln in unserem Körper. Neben dem passenden Gaming Sessel und der richtigen Tastatur, ist auch die passende Gaming Maus ein unverzichtbares wichtiges Mittel für den Erfolg in Videospielen. Wer das passende Equipment benutzt, hat unter anderem den entscheidenden Vorteil, speziell dann, wenn die Hardware mehr Features besitzt als die des Gegenübers.

Das hat auch die Firma Hama erkannt und sagt den ermüdeten Handmuskeln der Hardcore-Zocker mit der uRage Morph2 evo. Gaming Maus den Kampf an. Wie? Das und mehr lest ihr in unserem Test.

Hama "uRage Morph² evo.": Test

Mit der Snipe-Technologie ist jeder Schuss ein Treffer – langsame Mausgeschwindigkeit, aber dafür präziser.

 

Zocken, der etwas andere Sport

Waren das noch Zeiten als ich mit meiner Konsole vor der Röhrenklotze hockte und PacMan spielte. Keine Frage, das Spiel ist auch heute noch ein absoluter Brüller, aber besonders aufregend war und ist es aber nicht. Zumindest was die körperliche Betätigung dabei angeht. Das sieht bei den aktuellen eSports Games schon ganz anders aus – ultraschnelle Reaktionen, eine unmögliche Körperhaltung und ein Augenabstand zum Monitor von 5 cm :), Counter Strike, League of Legends und Co. fordern den Spieler definitiv mehr als der kleine gelbe Supermampfer von damals. Speziell bei Shootern kann es zu Ermüdungserscheinungen der Handmuskulatur kommen, dies liegt unter anderem daran, das die Maus eventuell zu klein oder zu groß ist. Die uRage Morph2 evo. hat hierfür die passenden Antwort, denn mit Hilfe einer kleinen Stellschraube kann man die Maus in der Größe variabel verändern. Tolle Sache, denn das sieht nicht nur spacig aus, es funktioniert auch tadellos. Dennoch hat das Ganze natürlich auch ein Limit – selbst auf der höchsten Stufe ist die Maus nicht wirklich viel größer und auf der kleinsten Stufe nicht wirklich viel kleiner als vergleichbare andere Mäuse. Hier geht es mehr oder weniger um das Feintuning und wer sich dafür Zeit nimmt, kann dadurch definitiv einen Mehrwert erzielen.

DPI das leidige Thema

Höhere DPI Zahlen bedeuten zwar eine genauere Abtastung des Untergrunds und somit eine höhere Präzision bei den Bewegungen, führt aber dazu, dass der Mauszeiger rasend schnell über den Bildschirm flitzt oder wir uns in den Spielen mit der kleinsten Bewegung gefühlte hundert mal im Kreis drehen. Um das zu umgehen, gehört die Mausempfindlichkeitseinstellung zum Standardrepertoire der aktuellen Spiele. Shooter wie Battlefield zb. trennen sogar die Empfindlichkeitseinstellung des Zielens und Umhersehen. Ganz klar, denn wollen wir uns in der Spielwelt umsehen, oder sogar umdrehen, ist eine höhere Geschwindigkeit von Vorteil, wollen wir aber zb. mit dem Scharfschützengewehr einen genauen Schuss abfeuern, ist eine geringere Geschwindigkeit wieder besser. Doch was machen wir, wenn das Ziel wegläuft und wir mit unserem Scope nachfahren müssen, die Zoom-Empfindlichkeit aber deutlich reduziert wurde?

Hier haben die Entwickler von Hama einen interessanten Lösungsansatz, denn die uRage Morph2 evo. hat einen sogenannten Scharfschützenknopf, der gedrückt die Geschwindigkeit der Maus deutlich reduziert. Einfach Klasse, denn dadurch können wir die Zoom-Empfindlichkeit in den Spielen deutlich höher einstellen und für die letzte Präzision vor unserem Schuss halten wir einfach den Sniper-Button gedrückt und dank des 7000-dpi-Avago Gaming-Sensors gelingt uns fast immer der angestrebte Kopfschuss. Grandios!

 

Schickes Design, fragwürdige Button-Anordnung

Das Design der uRage Morph2 evo. wirkt sehr spacig. Das liegt daran, dass sich der hintere Teil der Maus mit der Stellschraube bewegen lässt. Eine dezente Beleuchtung rundet das Erscheinungsbild harmonisch ab. Auch die Haptik und die verwendeten Materialien wirken insgesamt sehr wertig und störende Gussgrate oder scharfe Kanten gibt es keine. Durch die Teflonfüße gleitet die Maus nahezu reibungslos über die unterschiedlichsten Untergründe und die Anti-Rutsch-Beschichtung sorgt für den nötigen Gripp bei verschwitzten Händen.

Dennoch gibt es speziell beim Design eine fragwürdige Entscheidung, denn die seitlichen Knöpfe die die man bequem mit dem Daumen drücken könnte mussten für den Sniper-Button Platz machen. Diese Knöpfe wurden hinter dem Mausrad platziert und können somit nur durch umständliches Umgreifen erreicht werden. Schade, denn diese Knöpfe kommen bei mir in sämtlichen Spielen regelmäßig zum Einsatz. Auch das Feedback der linken und rechten Maustaste hätte durchaus stärker ausfallen können, dafür verspricht Hama durch die verwendeten Omron-Switches eine längere Lebensdauer. Dank der Gamingsoftware können wir Makros programmieren, die Beleuchtung ändern und diverse Profil-Einstellungen vornehmen.

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Die Hama uRage Morph2 evo. löst bei mir wie noch keine andere Maus zuvor gemischte Gefühle aus. Auf der einen Seite steht die saubere Verarbeitung, das spacige Design, der Sniper-Button und die Anpassung der Länge, auf der anderen Seite die fragwürdige Anordnung der Knöpfe und das unstimmige Feedback der Maustasten. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 80€ ist die uRage Morph2 evo. zwar nicht die günstigste, wer aber auf die seitlichen Tasten verzichten kann, der bekommt dafür eine präzise Maus die sich dank der Software auch noch zusätzlich individualisieren lässt.

Lieferumfang

  • 1 Gaming-Maus „uRage Morph² evo.“
  • 1 Bedienungsanleitung

Systemvoraussetzungen

  • Betriebssystem: Windows 10/8/7/Vista
Leistungsmerkmale

 

PRO

  • Sehr präzise
  • Sniper-Button
  • Schickes Design
  • Hochwertige Materialien
  • Anti-Rutsch-Beschichtung

KONTRA

  • Button-Anordnung
  • Weniger Tasten als vergleichbare Mäuse
7.9

Spielenswert

Verarbeitung - 8.5
Design - 8.3
Handhabung - 7.1
Features - 8
Preis/Leistung - 7.7
Das Thema Gaming begeistert mich schon seit meiner Kindheit. Als Gründer von AustriaGaming habe ich die Möglichkeit mein Hobby zu vertiefen und eine Gaming-Community in Österreich aufzubauen. Neben Steak und Pommes habe ich auch gerne knackige Games auf dem Tablett serviert, die mich bis tief in die Nacht vor dem Bildschirm fesseln.