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Homefront: The Revolution | Test

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Ein Shooter im klassischen Stil mit neuartig und gut gelungenem Waffensystem.

Homefront: The Revolution hat nicht viele Gemeinsamkeiten mit seinem Vorgänger als wie Name und vielleicht auch das Setting. Die Entwickler Deep Silver und Dambuster Studios haben mit diesem Spiel versucht ein Open World Guerilla Szenario zu erschaffen, was ihnen auch gut gelungen ist. Wir erleben die Geschichte von Ethan Brady welcher als jüngster Kämpfer zum Widerstand gelangt ist und direkt an die vorderste Front stolpert. Wir haben uns für euch in Homefront gestürzt und versucht die amerikanische Stadt Philadelphia von den verhassten „Norks“ zu befreien. Wie es uns dabei ergangen ist und was wir Allgemein von diesem Spiel halten erfahrt ihr hier.

Homefront: The Revolution - Review Header

Homefront: The Revolution – Review Header

 

Norks VS Amerika

Wie in der Einleitung schon erwähnt liegt Amerika in Schutt und Asche, da es sich von den Nordkoreanern und deren Technik abhängig gemacht haben. Jedoch alles was zu modern ist hat meist auch ein Hintertürchen welches den Herstellern alle Wege eröffnen kann. So haben die Nordkoreaner die gesamte amerikanische Armee mit einem Knopfdruck abgeschaltet und das Land besetzt.

Das solch ein Szenario nicht jeder Bürger hinnimmt, kann man sich gut vorstellen. Dementsprechend wird die Widerstandsbewegung in den Kellern und verstecken Räumen der Städte immer Größer. Wir schlüpfen in die Rolle von Ethan Brady welcher das jüngste Mitglied der Revolutionsbewegung in Philadelphia ist. Anstelle eines ruhigen Anfangs und einem Tutorial werden wir von der KVA überfallen und unsere zwei Kumpanen welche sich noch vor einigen Momenten mit uns unterhalten haben, werden getötet. Kurzer Hand darauf werden wir vom Helden des letzten Homefront – Spieles Benjamin Walker befreit. Dieser wird jedoch angeschossen und später auch entführt.

Nach diesem Schockmoment machen wir dennoch so etwas wie ein Tutorial durch und lernen unsere neuen Kollegen der Widerstandsbewegung kennen. Darunter zählen der freundlich wirkende James Crawford, der Arzt Doc Burnett welcher uns in den ersten Sekunden unseres Gespräches Tabletten verabreichen wollte und natürlich die charmante Dana, welche uns zu Beginn noch die Nippel abschneiden wollte da wir als Spion angeprangert wurden.

Die Story von Homefront

Das Setting in Homefront ist Weltklasse: Amerika wird von Nordkorea besetzt und das Volk nimmt die Dinge selbst in die Hand und setzt sich zur Wehr. Wenn wir nur die Oberfläche des Spiels betrachten macht Homefront auch ein sehr solides Bild. Jetzt kommt jedoch ein fettes ABER: Im Verlauf des Spieles merken wir sehr bald das die Missionen etwas eintönig sind und das Game mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Dazu später aber mehr.

Was ein sehr großer Kritikpunkt für mich war, dass wir keinen Oberbösewichten vor die Nase gesetzt bekommen haben. Ich meine das Spiel schreit nur so vor Klischees, da braucht man doch irgendeinen Übermächtigen welchem wir gegen Ende das Licht ausknipsen können. Leider Fehlanzeige. Ich hätte mir ein paar mehr WTF-Momente gewünscht und ein etwas besseres Ende. Ich will nicht zu viel vom Ende preisgeben aber ich bin fest davon überzeugt das die Entwickler es besser gemeint haben als es umgesetzt wurde.
Auch die Missionen welche im Spielverlauf zu bestreiten gelten sind etwas zu viel „Standard“ für meinen Geschmack. Lass das Explodieren, Töte diese Leute, Befreie dort ein paar Widerstandskämpfer, aktiviere das Gerät und so weiter. Die Kehrseite wiederrum ist, dass wenn auch alles sehr dem Standard entspricht hat es irgendwie Spaß gemacht. Den Homefront ist nicht nur ein „ich baller alles weg Spiel“, sondern man muss ab und dann seinen Grips einschalten und überlegen wie man in gewissen Situationen vorgeht und welche Bewaffnung und Gadgets man mit sich führt.

„Revolution“ trifft nicht auf die Grafik zu

Wie man es den Screenshots entnehmen kann ist die Grafik nicht weltbewegend. Ich hätte mir an dieser Stelle für ein solches Triple A Game im Jahre 2016 etwas mehr erwartet. Was mir teilweise gut gefallen hat waren die Lichteffekt. Diese wirken jedoch in Räumlichkeiten etwas zu aggressiv und hell. Das besetze Philadelphia erzeugt eine bombastische Atmosphäre. Es wirkt sehr spannend und abwechslungsreich und man möchte direkt am Anfang mit dem Erkunden beginnen. Ebenfalls die Animationen der Charakter und die Details der Gesichtszüge der verschiedenen Menschen sind sehr gut umgesetzt. In den Zwischensequenzen wirken unsere Gegenüber fast real und man hört diesen gerne zu.

Ein weiterer großer Kritikpunkt, welche mir auch direkt am Anfang etwas den Spaß genommen haben, waren die Waffeneffekte. Das Waffensystem selbst gefällt, jedoch mag ich es nicht, wenn man kein Feedback von den Waffen bekommt und sich das Ganze so anfühlt als würde man mit einer Paintball Gun oder einer Airsoft Pistole um sich schießen. Ich hätte mir da viel mehr Wumms für die Knarren gewünscht, wenn ich zum Beispiel einen Gegner treffe, soll dieser nicht wie ein Karton umkippen, sondern vom Boden ausgehoben werden und ein Satz nach hinten machen. Damit ihr besser versteht was ich meine müsst ihr euch nur DOOM im Vergleich ansehen und die Waffeneffekte bzw. Feedbacks vergleichen. Eine ganz andere Welt!

Das Gegenstück dazu ist dann natürlich der Sound, bei diesem kann ich nicht viel aussetzen. Die Umgebungsgeräusche hören sich realistisch an und auch der Sound der Waffen ist fast makellos. Was die deutsche Synchronisation angeht kann ich nicht urteilen da ich das Spiel wie immer auf Englisch für euch getestet habe.

 

Die Meinungsverstärker

Wenn wir schon bei Knarren sind behandeln wir diese natürlich auch ein bisschen näher. Wie schon erwähnt ist das Waffensystem sehr gut durchdacht und liebevoll im Spiel umgesetzt. Die Idee hinter den Waffen ist es in-fight seine Module der Waffe zu wechseln, so können wir zum Beispiel mit einem Mausklick aus einem normalen SMG ein Scharfschützengewehr machen indem wir einfach das Visier ändern. Oder aber auch wenn es mal leise sein muss, schrauben wir einen Schalldämpfer vorne auf. Wir können auch den gesamten Körper der Waffe austauschen. Dies ist erstklassig animiert und hat mich zum Erstaunen gebracht.

Schade dabei ist, dass wir dieses System nicht wirklich in Verwendung haben. So habe ich meist meine 2 – 3 Ausführungen für verschiedene Mission gehabt und mit diesen auch gespielt. Wirklich in einem Kampf etwas gewechselt habe ich vielleicht zwei bis drei Mal im gesamten Spielverlauf. Die Waffen Anzahl selbst ist sehr überschaubar und es wurden nicht unnötig viele Waffen in das Spiel eingeführt. Bis auf das fehlende Feedback lässt das Waffensystem keine weiteren Wünsche offen.

SPIELZEUG!

Auch sehr positiv überrascht war ich von den zahlreichen Gadgets, welche wir im Kampf gegen die Norks einsetzen können. Wir können zum Beispiel ein ferngesteuertes Auto verwenden um Gegner auszuschalten oder mit diversen Modulen andere Fähigkeiten verwenden. Es gibt Module welche uns Türen öffnen, Molotov-Cocktails oder Ablenkungsgranaten welche die Gegner von uns wegführen. Da die Map relativ groß ist können wir auch auf überall platzierte Motorräder zugreifen. Diese sind meist in Container versteckt. Das Fahren macht sehr viel Spaß aber die physikalischen Eigenschaften lassen etwas zu wünschen übrig. So können wir mit unserem Gefährt einfach Gegner überrollen und wir bekommen dies nicht einmal zu Spüren. Wenn wir irgendwo dagegen fahren bleibt das Dirtbike auch einfach an Ort und Stelle stehen.

Co-Op Modus

Den Co-op Modus würde ich so ähnlich wie die Spielerfahrung bei Rainbow Six Siege bezeichnen. Es kann sehr viel Spaß machen, wenn man mit einem eingespielten Team bzw. mit Freunde unterwegs ist. Jeder übernimmt eine gewisse Rolle und man infiltriert Stützpunkte oder löst sonstige Aufgaben welche im Spiel gestellt werden. Im Widerstandsmodus schlüpfen wir in die Rolle von einen von vier Charakteren welche verfügbar sind. Das Spiel gibt uns Story irrelevante Aufgaben zu lösen. Wir haben nun natürlich die Wahl ob wir brüllend mit Maschinengewehrslaven in die Basis stürmen oder die Mission verdeckt abschließen möchten. Genau hier beginnt der Spaß mit Freunden zu spielen. Man kann sich absprechen, jeder übernimmt eine Rolle, wie zum Beispiel: es wird ein Scharfschütze eingeteilt, jemand der sich auf Gadgets spezialisiert hat, ein Mann vor Ort und eventuell auch noch einen Einsatzleiter der die Ziele markiert.

Ich habe es deswegen mit Rainbow Six verglichen, da ich den Spielspaß durch die Random Spieler verloren habe. Man kennt es von diverseren Multiplayern das einfach immer wieder Leute ins Game joinen welche nur nerven wollen und Unfug treiben. Grundsätzlich macht der Modus irrsinnig viel Spaß aber nur mit einer eingespielten Truppe!

 

Homefront: The Revolution ist auf dem ersten Blick ein interessantes Game welches jedoch beim genaueren Hinsehen einige Fehler preisgibt. Die Story ist etwas zu linear und bietet auf Dauer zu wenig Abwechslung. Die Grafik ist zwar nicht weltbewegend, kann aber in Kombination mit Licht und Schatteneffekte eine nette Atmosphäre erzeugen. Das Waffensystem hingegen beeindruckt und ist absolut gut durchdacht. Einzig allein das Feedback der Waffen trübt den Spaß des Geballers etwas.

Sehr positiv überrascht war ich vom Widerstandsmodus. Dieser macht unheimlich viel Laune und ich kann mir vorstellen, sollten einige Kollegen sich das Spiel zulegen, diesen auch des Öfteren zu Spielen. Es macht mir nichts mehr Freude, als wenn ich selbst entscheiden kann wie ich eine Aufgabe löse und mir dies nicht vom Spiel vorschreibt. Im Großen und Ganzen ein sehr solides Game, mit vielen Klischees und einer sehr übersichtlichen Story. Wem das erste Homefront gefallen hat und alle die Fans von „Standart-Shooter“ sind werden begeistert sein. Das Spiel macht zwar keine bahnbrechenden Erfolge aber macht dennoch haufenweise Fun!

PRO

  • Waffensystem
  • Coole Gadgets
  • Kein stumpfes rumgeballer
  • Guerilla Szenario sorgt für Spannung
  • Open World
  • Beziehung zu Charakteren wird aufgebaut
  • CO-OP Modus

KONTRA

  • Grafik nur Standard
  • Gameplay fühlt sich manchmal langweilig an
  • Lichteffekte etwas übertrieben
  • Kein Feedback von den Waffen
  • Endboss fehlt
  • Steuerung teilweise fehlerhaft
  • Etwas zu lineare Story
7.2

Spielenswert

Gameplay - 6.5
Grafik - 6
Sound - 7.5
Inhalt - 8
Atmosphäre - 8
Ich bin ein Nerd aus Leidenschaft, spiele von Shooter bis hin zu Jump & Run Games und habe ein Herz für schönes Story-Telling. Kann den Hype um Spiele wie Battlefield und Co. nicht verstehen, konnte über ein ganzes Jahr Spielzeit in World of Warcraft erreichen bevor es seinen Reiz verlor. Momentan bin ich auf der Suche nach spannenden und herausfordernden Spielen welche es zu bezwingen gilt!

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