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My Brother Rabbit | Test

Malerische Kulissen, eine berührende Geschichte, stimmungsvoller Soundtrack, verpackt in einem alt gewohnten Wimmelbild Konzept.

Das polnische Entwicklerstudio Artifex Mundi ist für so manches Wimmelbildspiel schon bekannt. Mit dem Titel My Brother Rabbit geht das Entwicklerstudio alt bekannte Wege. Der Spieler taucht in die Gedankenwelt eines schwer kranken Mädchens ein und wird von der fantastischen und melancholisch gestalteten Welt in den Bann gezogen. Ob dieser kleine Indie Titel aber auch überzeugen kann, klären wir jetzt!

My Brother Rabbit: Test

My Brother Rabbit ist ein wunderbar gezeichnetes Abenteuer in einer surrealen Welt, in der Realität und kindliche Fantasie miteinander verschmelzen.

STORY

Die Geschichte rund um das Game ist zwar herzergreifend, aber schnell geklärt. Es geht um eine kleine, glückliche Familie, wo das Leben nicht schöner sein könnte. Da im echten Leben aber nicht immer alles nach Plan läuft, erkrankt die Tochter an einer schweren Krankheit. Der große Bruder und ein kleiner Stoffhase weichen nach der Diagnose nicht von der Seite des kleinen Mädchens. Als Held der Geschichte, liegt es an uns dem Mädchen zu helfen wieder gesund zu werden. Welcher Charakter im Spiel wäre für diese Aufgabe nicht besser geeignet als der kleine Stoffhase!

SPIELMECHANIK

Zusammen mit dem kleinen Stoffhasen, begeben wir uns in teils skurrile Kulissen, lösen Rätsel und suchen bestimmte Gegenstände. In den verschiedenen Bereichen müssen Gegenstände oftmals in häufiger Ausführung gesucht werden. Um nicht alle Bereiche nach den gesuchten Objekten mehrmals absuchen zu müssen, gibt es eine kleine Hilfe. Es wird immer angezeigt, ob sich gesuchte Gegenstände in der aktiven Szene noch befinden. Dabei passiert es öfter, dass wir ein gesuchtes Objekt zwar gefunden haben, aber erst im späteren Verlauf einsammeln können. Nach dem Motto, um alle Objekte von B einsammeln zu können, muss man erst alle von A gefunden haben, um Zugriff auf alle Objekte von A zu bekommen braucht man erst die Gegenstände von C. Dieses Prinzip macht sich bis zum Ende des Spiels bemerkbar.

Die logischen Rätseleinlagen sind allesamt nett gemacht, bieten aber kaum eine Herausforderung. Das Spiel selbst kommt fast ohne jegliche Untertitel aus. Das tut der Atmosphäre zwar ganz gut, wirkt sich allerdings negativ auf das Gameplay aus. Es gibt so gut wie keine Hinweise darauf, was als Nächstes zu tun ist. Durch die einfach gehaltenen Rätsel, gibt es keine Probleme diese zu lösen. Es kommt öfter vor, dass man wild in der aktiven Szene herumprobiert, mit welchen Objekten überhaupt agiert werden kann. Ein paar Szenen wirken teilweise überladen, hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen!

WAS KANN MAN SONST ERWARTEN?

Der Sound bleibt allgemein im Hintergrund, schmiegt sich jedoch hervorragend in das Spielgeschehen ein und verleiht zusätzlich angenehme Atmosphäre. Die verschiedenen Kulissen überraschen immer wieder aufs Neue, sind jedoch Wimmelbildspiel typisch kaum animiert. Die Spielzeit fällt durch den allgemein leichten Schwierigkeitsgrad eher mager aus, ich hatte das Spiel in etwa 4 Stunden durch. Das Spiel motiviert zwar bis zum Ende dranzubleiben, kann aber in keinen Punkt wirklich hervorstechen. Die Geschichte hinter dem Spiel wird zwar gut animiert präsentiert, kommt dennoch leider viel zu kurz und es fehlt ebenso an Tiefgang.

FAZIT

 

PRO

  • Schön gestaltete Kulissen
  • Angenehme Hintergrundmusik
  • Abwechslungsreiche Rätsel
  • Die Geschichte wird gut animiert präsentiert

KONTRA

  • Schwierigkeitsgrad zu leicht
  • Die Kulissen wirken oftmals überladen
  • Viel zu kurze Spielzeit
  • Es fehlt insgesamt merklich an Tiefgang
5.9

Grenzwertig

Gameplay - 5.3
Grafik - 6
Sound - 7
Inhalt - 5
Atmosphäre - 6.2
Seit Dino Wars oder North&South am Amiga hat sich in der Spieleindustrie so einiges verändert, aber meine Leidenschaft für Videospiele nicht! Mit dem Alter von 5 Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Joystick in der Hand und seit diesem Moment war die virtuelle Welt wie ein zweites Zuhause für mich. Ich finde so ziemlich jedes Genre interessant, selbst wenn es sich um einen kleinen Indie-Titel handelt. Die aktuellste Nintendo Konsole und ein leistungsstarker PC gehören bei mir zu der Grundausstattung. Bei meiner Begeisterung für den Journalismus in Verbindung mit Videospielen gab es da nur eine logische Konsequenz. Redakteur bei PixelCritics werden, um mein Interesse beider Welten auszuleben.

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