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Nacon Revolution Pro | Test

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Seien wir uns mal ehrlich. Jeder von uns Zockern hat doch den einen oder anderen Freund, der uns immer wieder daran erinnert, dass die Xbox den besseren Controller im Petto hat. Andere wiederum verteidigen den PS4 Controller, als sei dieser deren eigene Erfindung. Seit Jahren läuft unter den Zockern die niemals enden wollende Diskussion über den wohl besten Controller der Welt. Über die Handhabung und die Anordnung der Tasten lässt sich vermutlich wirklich endlos diskutieren, da dies schlichtwegs reine Geschmackssache ist, doch die Qualität können wir nicht einfach links liegen lassen und hier zieht Sony´s DualShock 4 ganz klar den kürzeren gegenüber den Elite aus dem Hause Microsoft. Doch zum Glück gibt es für die PS4 auch andere Hardware-Hersteller wie zb. Nacon, welche wir bereits von unseren anderen Tests liebgewonnen haben. Mit dem Revolution Pro PS4 möchte Nacon eine qualitative Alternative zum DualShock 4 anbieten und somit den Controller Markt erobern. Wie sich der Revolution Pro Controller in der Praxis schlägt, lest Ihr wie immer in unserem Test.

Nacon Revolution Pro

Eine willkommene Alternative zum DualShock 4

 

Ein willkommener Ersatz?

Da unsere DualShock 4 Controller in der Zwischenzeit schon verdammt mitgenommen aussehen, so als hätten wir in der Redaktion eine Nagerplage (Überzüge der Sticks lösen sich), ist es Zeit geworden sich nach Ersatz umzusehen. Als wir zum ersten Mal von dem Revolution Pro erfahren haben, wuchs in uns die Vorfreude und wir konnten es kaum noch erwarten unsere desolaten DualShocks in den Ruhestand zu entlassen. Vor ca. 2 Wochen war es nun endlich soweit – der Revolution Pro traf bei uns in der Redaktion ein. Wie bereits von anderen Nacon Produkten bekannt, kommt auch der Revolution Pro in einer schlichten edlen Verpackung, welche den Controller optimal für den Transport schützt. In Zeiten von extrem motivierten Paketdiensten ein absolutes muss. Auch im Inneren der Verpackung zieht Nacon das edle Design durch und alles ist dort wo es auch hingehört. Zum Lieferumfang gehören der Controller, ein mit Stoff überzogenes 3m Kabel, Gewichte, Beschreibung und natürlich die Nacon-Sticker 🙂

Als ich den Controller zum ersten mal in die Hand genommen habe, kam in mir ein freudiges Gefühl auf. Der Controller liegt nicht nur 1A in der Hand, sondern greift sich auch extrem hochwertig an. Bei genauerem Hinsehen kann man dieses Gefühl auch bestätigen, der Controller wurde einwandfrei verarbeitet! Keine scharfen Kanten, keine störenden Geräusche und griffige Sticks. Doch etwas ist ungewohnt! Der Revolution Pro orientiert sich bei der Anordnung der Sticks und Tasten nicht am DualShock 4 sonder am Xbox Controller. Das freut natürlich eine große Fangemeinde, aber wie sieht es mit den DualShock-Anhängern aus? Keine Frage, wer den DualShock gewohnt ist der wird sich zu Beginn etwas Fremd fühlen, doch nach einigen Gaming-Sessions sitzt der Controller vertraut in der Hand. Dank der mitgelieferten Gewichte (Zweimal 10, 14 und 17 Gramm), welche wir in den Griffen einbauen können, verfeinern wir die Handhabung.

Aber wie sieht es eigentlich mit den Tasten/Sticks und deren Mechanik aus? Kommen wir zunächst einmal zu den Analog-Sticks – durch deren Länge sind diese leichtgängig und absolut präzise! Bei Shootern absolut genial bei anderen Games für meinen Geschmack etwas zu präzise 🙂 Leider sind die Sticks fest mit dem Controller verbunden und man hat keine Möglichkeit die Sticks gegen kürzere auszutauschen um somit für jedes Genre das passende Setting zu haben. Wenn man sich schon den Elite als Vorlage nimmt, dann hätte man dieses absolut grandiose Feature definitiv kopieren sollen. Zum Glück kann man aber die Ansprechkurve der Sticks mit der PC Software anpassen, doch später etwas mehr dazu.

 

Mein absolutes Highlight sind die Triggertasten! Schöner linearer Widerstand und immer genau auf den Punkt. Die 4 Face-Button und das Touchpad unterscheiden sich bis auf die Symbolmaserung nicht wirklich vom original und somit bleiben nur noch die Option und Share-Buttons übrig. Diese sind zwar etwas hochwertiger als die Originale, dafür etwas schwerer zu erreichen, speziell der Share-Button ist ein kleines Design-Hoppala. Ein weiteres Hoppala ist der fehlende Akku. Richtig gelesen, der Revolution Pro ist kein Wireless Controller, sonder muss mit dem 3 m langem Kabel immer mit der PS4 verbunden sein. 3 m reicht zwar im Normalfall aus aber leider werden die Fernseher immer größer und somit erweitert sich auch sukzessive der Sitzabstand, bis im schlimmsten Fall das Kabel einfach zu kurz wird. Doch dafür gibt es ja USB-Verlängerungen! Das Kabel selbst ist mit einem Stoff überzogen und per Verschraubung fest mit dem Controller verbunden. Ein weiteres Manko ist die Tatsache, dass der PS-Knopf des Revolution Pro die Konsole nicht einschalten kann. Warum? Gute Frage, das wissen wir nicht.

Ein weiteres Highlight sind die auf der Rückseite befindlichen Kippen, also somit 4 zusätzliche Tasten, welche wir mit Hilfe der PC Software frei belegen dürfen. Zusätzlich zu den Kippen finden wir auch noch den Modus-Schalter auf der Rückseite. Hier können wir zwischen den Pro-und dem Advanced-Modus hin und her switchen. Der Pro-Modus lässt den Ring um den rechten Stick rot leuchten und ist der eigentliche DualShock 4 mit den gleichen Funktionen. Der Advanced-Modus hingegen lässt den Ring blau leuchten und sämtliche Funktionen sind genau so belegt, wie wir das vorher definiert haben. Wobei wir nun endlich zur PC-Software kommen.

Eine Software – viele Funktionen

Eins vorweg, die Software ist nicht nur optisch sehr ansprechend, sonder ist auch dementsprechend MÄCHTIG. Zur Auswahl stehen 4 Profile die wir je nach herzenslust anpassen dürfen. Egal wie und egal welcher Button (außer der PS-Button), alles dürfen wir hin- und herschieben und uns somit den ultimativen Controller für das jeweilige Game zaubern. Selbst die Zentrierung, Beschleunigung und Totzonen der Sticks können wir anpassen und somit die fixe Länger der Sticks kompensieren. Doch das war noch nicht alles, sondern in der Software stehen auch sogenannte Makros zur Verfügung. Mit Hilfe der Makros zeichnen wir Tastenkombinationen auf, welche wir mit nur einem Klick ausführen können. Einfach Klasse. Neben den Hauptfunktionen können wir auch noch die Beleuchtung abschalten, die Vibrationsstärke verändern und sämtliche Profile direkt auf den Controller speichern. Leider hat auch die Software einen riesen Nachteil, denn diese funktioniert nur auf dem PC. Es gibt keine PS4 App oder sonst eine Möglichkeit die Profile direkt auf der Station zu ändern. Für die meisten sicherlich kein Problem, da heutzutage schon fast jeder einen PC besitzt, aber für den einen oder anderen definitiv ein Schlag ins Gesicht. Trotzdem habe ich mich in die Software etwas verliebt, denn Sie lässt fast keine Wünsche offen und läuft stabil ohne jegliche Abstürze. So soll es sein!

 

Wer die DualShock Controller kennt, der sehnt sich nach einer Alternative. Nacon hat dies erkannt und zaubert uns mit dem Revolution Pro einen soliden, qualitativ hochwertigen aber nicht perfekten Controller vor unsere Konsole. Der Revolution Pro punktet mit anpassbaren Tasten, mit der mächtigen Software, mit dem erstklassigen Design und mit der neuen Anordnung der Sticks. Leider trüben die kleinen Hoppalas wie der fehlende Akku und der schlecht platzierte Share-Button, sowie die eigenwillige unflexible Stick-Gestaltung das Gesamtbild und somit ist der Revolution Pro zwar ein sehr guter Controller aber schlichtwegs nicht perfekt. Trotzdem werde ich beim Revolution Pro bleiben, da mich die Qualität überzeugt und ich mit den Kritikpunkten definitiv Einklang finden werde.

PRO

  • Edles Design
  • Top Qualität
  • Software
  • Robustheit

KONTRA

  • Kein Wireless
  • Sticks teilweise zu präzise
  • Share-Button
  • Software nur für PC
8.1

Grandios

Verarbeitung - 8.3
Design - 8.6
Handhabung - 7.9
Features - 8.2
Preis/Leistung - 7.5
Das Thema Gaming begeistert mich schon seit meiner Kindheit. Als Gründer von AustriaGaming habe ich die Möglichkeit mein Hobby zu vertiefen und eine Gaming-Community in Österreich aufzubauen. Neben Steak und Pommes habe ich auch gerne knackige Games auf dem Tablett serviert, die mich bis tief in die Nacht vor dem Bildschirm fesseln.

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