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Pikmin 3 Deluxe | Test

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Und noch ein Wii U Titel neu für die Switch aufgelegt. Cooler Move oder doch etwas lieblose Neu-Veröffentlichung? Im Falle von Pikmin 3 vielleicht beides, aber wir finden, dass sich die Deluxe Edition trotzdem lohnt!

Wahrscheinlich ist bis heute Pikmin eine der unterschätztesten Nintendo-Franchises, was aber womöglich auch daran liegen mag, dass die Reihe mit knapp 20 Jahren im Vergleich zu Zelda, Mario oder Donkey Kong natürlich etwas jünger ist. Außerdem hat die Reihe nur drei Hauptteile sowie ebenso viele Spin-Offs für Handhelds hervorgebracht. Leider gibt es zwar nach wie vor keinen vierten Teil, dafür aber nun eine Deluxe-Edition des im Jahr 2003 erschienenen Pikmin 3 für die Switch. Nintendo wird ja nicht müde Wii U Spiele neu zu verwursten, was vorrangig daran lag, dass die Last-Gen Konsole halt einfach nicht die erwünschen Verkaufszahlen erbrachte, aber Spiele wie Mario Kart 8, Zombi-U, New Super Mario U, Super Mario Maker oder Donkey Kong Country Tropical Freeze durchaus Potential hatten und somit den Switch-Re-Release auf jeden Fall verdient haben. Aber lohnt sich nun ein sieben Jahre altes Spiel als Re-Release für die Switch?

Du führst eine Gruppe von gewitzten winzigen Wesen an und erkundest mit ihnen in einer aufregenden Mischung aus Action und Strategie einen mysteriösen Planeten.

KYOTO, WIR HABEN EIN PROBLEM!

In Pikmin 3 steuert ihr die drei Astronauten Alph, Brittany und Captain Charly, die auf der Suche nach neuen Nahrungsquellen für ihre Heimat sind. Dabei stürzen diese auf PNF-404 ab, müssen erst mal wieder zueinander finden und dann noch das Raumschiff, mit dem Namen Drake so reparieren, dass man wieder nach Hause kommen kann. Bis dahin müssen aber Ressourcen in Form von versafteten Früchten gesammelt werden sowie nachts Schutz gesucht werden. Das können die drei aber nur mit Hilfe der sogenannten Pikmin bewerkstelligen.

FREIWILLIGE ODER DOCH MODERNE SKLAVEN

Schnell trifft man auch auf das putzige Pflanzenvölkchen, die einem bereitwillig alles tun, was man ihnen anschafft, oder besser gesagt pfeifft. Egal ob Tragen von Brückenteilen, das Zurückbringen von den genannten Früchten, oder das Kämpfen gegen andere Wesen des Planeten, ein Befehl genügt und die Pikmin bilden Ameisenstraßen und ziehen bis in den Tod in die Schlacht. Mit einer Pfeife holt man die Wuseltierchen herbei und per Wurf ballert man die einzelnen Pikmin in Richtung ihrer Aufgabe, die sie sogleich angehen. Außerdem kann man alle Pikmin einer Farbe gleichzeitg losschicken um eine Mauer einzureissen oder andere Aufgaben zu lösen.

Und da wird es auch eine Spur komplexer, denn es gibt zahlreiche verschiedene Pikmin mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Resistenzen sowie weitere Vor- und Nachteile. Rote sind feuerresistent, gelbe leiten Strom und sind fleißige Gräber, blaue können im Wasser überleben und schwarze hauen Kristalle kurz und klein. So muss man sich später stets gut überlegen wie viele man von jeder Farbe aus der Zwiebel holt und mitnimmt, da man maximal 100 an der Zahl im Feld haben kann.

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ARBEITSTEILUNG

Die drei Astronauten werden im Spielverlauf auch gerne mal getrennt und müssen wieder zusammenfinden in dem man Brücken baut oder Hindernisse aus dem Weg räumt. Außerdem können sich die drei auch Gegenseitig auf höhere Areale werfen oder müssen gemeinsam kleinere Rätsel lösen, was man auch zu zweit im Splitscreen machen kann. Praktisch ist auch, dass man die Charaktere über die Karte an bestimmte Orte schicken kann, während man einen anderen steuert. Spart Zeit und vereinfacht die Sache enorm. Das Austauschen von Pikmins ist natürlich auch stets möglich, wenn die Charaktere in Wurfnähe stehen. Mit einem Pfiff wechseln die dann einfach den Anführer. So erkunden die drei verschiedene Areale, die man durch neue Pikmin-Arten immer weiter eröffnen kann, auf der Suche nach der wichtigen Nahrung und weiteren Geheimnissen sowie Items, die das Leben leichter machen und die Abenteurer irgendwann in ihre Heimat zurückkehren lassen sollten.

ENTSPANNUNG PUR... ABER

Eigentlich ist das erkundende Spielprinzip, das Finden von neuen Pikminarten sowie die verschiedenen Areale sehr entspannend und selten wirklich stressig, da man Monster dank dem KopPad, das vollgepackt mit Tipps und Guides ist, meist recht einfach besiegt und Nachschub an Pikmin recht flott geht, relativ einfach. Wäre da nur nicht der Zeitfaktor. Nachts müssen sich die drei nämlich in das Raumschiff zurückziehen, da dann die Flora und Fauna des Planeten zu gefährlich wird. Hat man zuvor aber nicht alle Pikmin zu ihrer Zwiebel, in der sie übernachten und der Drake sogar in die Ulaufbahn folgt, geholt, werden diese schnell zu Futter.

Und das wollen wir den süßen, hilfsbereiten Dingern ja auch nicht antun. So muss man stets die Sonne im Auge behalten und schauen, dass man gegen Tagesende wieder zum Raumschiff kommt. Hat man einen Tag erledigt, gibt es einen Tagebucheintrag, die neue Früchte werden versaftet, eine Ration wird von der Crew verputzt und man bekommt umfangreiche Statistiken und Trophäen.

DIE TECHNIK

Nintendo hat es sich beim Re-Release von Pikmin 3 einfach gemacht, denn das Teil ist auf dem TV nicht mal in Full-HD zu spielen, was womöglich am Koop, denn man zu jederzeit im Spiel aktivieren kann, liegt. Dennoch sieht man Pikmin 3 seine sieben Jahre eigentlich nur bedingt an. Abgesehen von etwas schwammigen Texturen, ist die Welt detailverliebt und hübsch gestaltet. Die Charaktere und Kreaturen sind auch fesch und der Sound geht absolut in Ordnung, wenn auch die Fantasy-Sprache – ein bekanntes „Problem“ bei Nintendo – auf Dauer schon nervt.

WIE DELUXE IST DELUXE?

Pikmin 3 erscheint ohne grafische Aufbesserung zum Vollpreis, was irgendwie schon etwas dreist klingt. Bedenkt man aber, dass in der Deluxe Edition neben dem neuen Koop-Modus der Spielumfang, der sowieso schon recht groß ist, erweitert wurde und Pikmin in den Jahren nichts an Charme und Spielspaß verloren hat, kann man Nintendo gegenüber vielleicht doch noch ein Auge zudrücken oder man geduldet sich einfach auf eine erste Preissenkung. Dazu gekommen sind diverse Bonus-Abenteuer, die als Prolog und Epilog dienen, sowie ein Herausforderungs-Modus für den man über 30 Missionen als Time-Attack immer wieder spielen und sich somit mit Freunden und der ganzen Welt messen kann. Außerdem gibt es einen neuen Schwierigkeitsgrad namens „Ultra-Motiviert“, der euch schon noch gut ins Schwitzen bringen kann.

FAZIT

PRO

  • Einzigartiges Spielprinzip
  • Leichter Einstieg
  • Kleinere Rätsel
  • Spaßiger Ko-op
  • Liebevolle Spielwelt
  • Taktische Knobeleien

KONTRA

  • Kein Full-HD
  • Keine grafische Aufbesserung zum Wii U Original
  • Hakelige Kamerasteuerung
  • KI der Pikmin etwas dümmlich
  • Story recht flach
  • Nervige Fantasy-Sprachausgabe
7.9

Spielenswert

Gameplay - 8.3
Grafik - 7.5
Sound - 8
Inhalt - 8
Atmosphäre - 7.8
Heavy Music, schnelle Bikes und Sport sowieso – da ich auch im Jahre des Herren 1986 geboren wurde und da auch der NES in Europa das Licht erblickte, war die Konsequenz des Zockens logisch. Da ich auch an verbaler Inkontinenz leide, sind PixelCritics sowie earshot.at perfekte Orte um mein Interesse am Journalismus auszuleben.

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