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Rage 2 | Test

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RAGE 2 verschenkt an allen Ecken und Kanten wertvolles Potenzial und ist somit leider kein Meisterwerk der Postapokalypse, sondern eher nur Durchschnitt.

Wenn man an die Giganten id Software und Bethesda denkt, wird einem ganz schnell warm ums Herz: The Elder Scrolls, Fallout, DOOM, Quake oder Wolfenstein. Sofort schwelgt man in Erinnerungen von unzähligen, genialen Spielstunden und epischem Storytelling dieser Spiele, nein eher dieser Meisterwerke. Und dann gibt es da noch RAGE 2. Wie man bereits an dem ausgewogenen Pro und Kontra Verhältnis dieses Testberichtes erkennen kann, hat uns RAGE 2 durch eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt. Warum? Wir haben alle Antworten für Euch!

Rage 2: Test

Ringt mit grausamen Fraktionen um die Herrschaft über das Ödland! Jede besteht aus einer derben Ansammlung von Irren, Mutanten und blutgierigen Monstern.

 

Als Spieler schlüpft man in RAGE 2 in die Rolle des letzten überlebenden Ranger des Ödlands, mit dem sich leicht zu merkenden Namen „Walker“. Ein Asteroid hat den Großteil der Bevölkerung ausgelöscht und an jeder Ecke erwartet einen der sichere Tod. Als Spieler müssen wir uns gegen Gangs und der Obrigkeit, welche alle Minderheiten zu unterdrücken versucht, behaupten. RAGE 2 ist vollgepumpt mit actiongeladenen Fahrzeugschlachten, hitzigen Waffengefechten und einer Vielzahl von Widersachern.

Episches Storytelling? – Mehr Schein als Sein

Der neue Teil findet in etwa 30 Jahre nach RAGE 1 statt. Zu Beginn kann man zwischen weiblichem und männlichem Charakter wählen (beide sind zur Gänze vertont worden). Eine Video-Sequenz entpuppt den bereits bekannten General Cross als Antagonisten. Trotz Videos, welche die Erwartungshaltung gegenüber Cross in das unendliche aufbauen, stellt sich dieser Schurke als eine große Enttäuschung heraus. Man kann sich zumindest auf ein spannendes Finale freuen, aber die Entwickler haben bei General Cross viel Potenzial verschenkt – sehr schade.

Wir würden euch gerne sagen, dass das nur bei Cross der Fall ist, dem ist jedoch leider nicht so: Sämtliche wichtige NPCs kamen viel zu kurz und verschenken die Chance, das Spiel großartig zu machen. Die rund sechs bis acht Stunden andauernde und aus sieben Teilen bestehende Hauptkampagne wirkt extrem flach und lässt kaum Spannung aufkommen.

 

Man kann sich dennoch auf einige interessante Twists und Kämpfe freuen. Mehr aber auch nicht, zumindest was die Story betrifft. RAGE 2 bietet des Weiteren eine große Open-World-Map, welche es zu erkunden gilt. Am Beginn des Spiels macht das auch richtig Laune. Wir durchforsten unterschiedliche Lager, suchen Kisten und Munition, um unser nächstes Upgrade zu erreichen und das Wichtigste: Wir ballern in alter DOOM Manier um uns und verwandeln alles was sich bewegt zu Brei. Leider hält auch der Open-World-Flair nicht lange an und wird nach dem Motto „Rinse and Repeat“ mit der Zeit langweilig.

DOOM lässt grüßen!

Nun kommen wir zu dem Punkt, welcher die Gefühlsachterbahn bei uns ausgelöst hat: Das Gameplay und die Waffen. Wie bereits im vorherigen Absatz beschrieben, ballern wir fast die gesamte Spielzeit wie ein Geisteskranker um uns und verwandeln alles zu einem blutigen Klumpen. Für dieses Gemetzel stehen dem Spieler insgesamt acht Waffen zur Verfügung. Zu Beginn erhält man ein Maschinengewehr und eine Schrotflinte, welche man zwischen streuendem und gebündeltem Feuer umstellen kann. Mit der Shotgun die Gegnermassen zu dezimieren, hat dermaßen Spaß gemacht, dass wir fast ausschließlich mit dieser gespielt haben.

In RAGE 2 gibt es sogenannte Archen, welche die weiteren Waffen und auch Fähigkeiten freischalten. Das Gemetzel ist aus diesem Grund so spannend und lässt das traurige Storytelling bis zu einem gewissen Grad verzeihen, da das Feuergefecht vergleichbar mit dem Gameplay von DOOM – extrem schnell und hitzig – ist. Als Kirsche auf der Torte dürfen wir als Spieler auch noch auf unsere übermenschlichen Superkräfte zugreifen, den sogenannten Nanotritfähigkeiten. Damit können wir, um es im Deadpool-Jargon zu formulieren: „Eine Superhelden-Landung“ machen und Gegnergruppen beim Einschlag der Faust in den Boden drastisch vermindern. Des Weiteren gibt es auch Fähigkeiten, welche es dem Spieler ermöglichen, wahnsinnig schnell auszuweichen oder einfach alles um ihn herum platt zu „dreschen“.

Kurz zusammengefasst schafft es RAGE 2 mit dem gelungenen Gameplay, den herumfliegenden Körperteilen und genialen Waffengefechten die Kurve vor der absoluten Katastrophe zu kratzen.

 

Upgrades? Eine MENGE Upgrades!

In RAGE 2 gibt es nicht den einen Talentbaum, welcher uns mit fortschreitendem Spielverlauf übermächtig macht, sondern gleich ein paar verschiedene. Zum Einem sind natürlich Waffen und Nanotritenfähigkeiten ausbau- und verbesserbar und zum anderen kann man zwischen vier Talentbäumen wählen.

Übermäßiges Grinden ist zum Glück nicht erforderlich, da wie bereits zu Beginn des Testberichtes erwähnt, das Abgrasen von Nebenmissionen oder Open-World-Events relativ schnell eintönig wird. Grundsätzlich bekommt man als Spieler für jede Aktivität irgendwelche Ressourcen, die man gebrauchen kann. Ganz zu schweigen von Munition – dieses Gut ist mehr als im Überfluss vorhanden.

Was gibt es noch zu tun?

Für die Fahrzeug Enthusiasten unter euch gibt es auch geballte Fahrzeugaction. Auch wenn das Ödland mehr öde als spannend ist, kann man als Spieler auf eine Vielzahl von Fahrzeugen zugreifen – ja unter anderem auch auf einen Panzer. Mit diesen Gefährten werden dann die Straßen unsicher gemacht, Konvois in einen Schrotthaufen verwandelt oder einfach klassisch von A nach B gefahren. Für letzteres empfiehlt sich jedoch den Helikopter zu verwenden. Damit ist es ein Leichtes seinen Wunschort in kürzester Zeit zu erreichen.

Leider gibt es auch bei den Fahrzeugen etwas zu bemängeln, die Steuerung fühlt sich sehr schwerfällig an. Man bekommt zwar mit der Zeit den „Dreh“ raus, jedoch haben wir in der Redaktion schon deutlich bessere Auto-Shooter-Spiele gespielt.

Grafik top – Ambiente flopp

Fangen wir mit dem Positiven an: Die Städte und Ortschaften welche man als Spieler in RAGE 2 erkundet bieten tatsächlich einen genialen und trashigen Look. Man findet sich als Spieler in einer postapokalyptischen Welt wieder und hat ab und zu ein Déjà-vu (Blick in Richtung Fallout gerichtet). Die Städte sehen notbedürftig zusammengebastelt aus, die Einwohner haben einen extrem genialen Effekt auf die Umgebung und man kann sich an der gelungenen grafischen Umsetzung einfach nicht satt sehen. Abgerundet wird das Ganze noch mit dem Wechsel zwischen Tag und Nacht.

 

Ja, ja, hier kommt es schon: ABER! Wie schon mehrfach erwähnt, nehmen wir auf die Open-World-Map Bezug mit „Das öde Ödland“ und das nicht ohne Grund. Die große und weitläufige Karte bietet nicht wirklich Abwechslung. Ein bisschen Sand hier, eine eingestürzte Brücke da und ein lieblos platzierter Tunnel dort. Ab und zu laufen wir Gangs über den Weg welche wir mit geballter Feuerkraft in ihre Schranken weisen und fertig. Die Umgebung wird nicht zum Leben erweckt, wirkt lieblos und so trocken wie der Sand, der uns umgibt.

Ok, man muss auch ehrlich sagen, ein postapokalyptisches Szenario als „leblos“ zu bezeichnen ist etwas zweiseitig. Aber wenn wir an gewisse Fallout Spiele denken, hat Bethesda in der Vergangenheit bewiesen, dass man auch das (ja wir sagen es noch einmal) öde Ödland zum Leben erwecken und einen eigenen Flair verpassen kann.

 

Puh, was für eine Reise, was für eine Karussellfahrt (oder war es Achterbahn?) der Gefühle. Auf der einen Seite wirken das Storytelling, sowie die Nebenmissionen in RAGE 2 alles andere als spannend. Jedoch bietet das Gameplay, die Waffen und die Fähigkeiten definitiv einen guten Grund sich das Spiel unter die Nägel zu reißen. Also was tun? Am besten auf den nächsten Steam Sale warten! Das genial gelungene Gameplay, die irrsinnigen und reißerischen Waffengefechte, sowie das Fahrzeugarsenal muss man gesehen haben, vor allem als Fan von postapokalyptischen Szenarien. Man darf sich jedoch nicht zu viel Hoffnung machen, was die Hauptkampagne, beziehungsweise die Nebenmissionen, betrifft. Ebenfalls wirkt die wirklich große und weitläufige Open-World-Map sehr trocken und eintönig. Unser Tipp: haltet euch die meiste Zeit in den Städten auf, diese sind nicht nur grafisch eine Meisterleistung, sondern lassen auch das postapokalyptische Herz Sprünge machen.

PRO

  • Waffen-Vielfalt
  • Actiongeladenes Gameplay
  • DOOM und MAD MAX Charakteristik
  • „Arkadiges“ Fahrzeug Gemetzel
  • Visuell schön anzusehen

KONTRA

  • Nebenmissionen sind langweilig
  • Hauptstory knapp sechs Stunden lang
  • Keine Herausforderung
  • Open World wirkt schnell langweilig
  • Keine Beziehung zu NPCs
7

Spielenswert

Gameplay - 9
Grafik - 7.2
Sound - 8
Inhalt - 3.2
Atmosphäre - 7.8
Ich bin ein Nerd aus Leidenschaft, spiele von Shooter bis hin zu Jump & Run Games und habe ein Herz für schönes Story-Telling. Kann den Hype um Spiele wie Battlefield und Co. nicht verstehen, konnte über ein ganzes Jahr Spielzeit in World of Warcraft erreichen bevor es seinen Reiz verlor. Momentan bin ich auf der Suche nach spannenden und herausfordernden Spielen welche es zu bezwingen gilt!

3
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Toller Test. Hatte mir viel von dem Spiel erhofft.

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