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Transport Fever 2 | Test

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Transport Fever 2 setzt einen Meilenstein im Genre der Wirtschaftssimulation und begeistert sowohl mit detailreicher Optik als auch dem besten Gameplay in der Reihe. Für Langzeitmotivation ist mit dem Steam Workshop gesorgt um weitere Inhalte der Community hinzuzufügen.

Wie man das Genre der guten alten Wirtschaftssimulationen mit feiner Optik bedienerfreundlich frisch erblühen lässt zeigt uns Transport Fever 2. Wir spannen das Ross vor den Karren und schauen mal wieviel Spaß es wirklich macht.

Die Welt will erschlossen werden – mit Transportwegen zu Land, auf dem Wasser und in der Luft.

 

Ein schönes Enkelkind

Im September 2014 veröffentlichte Urban Games das mittels Crowd-Funding finanzierte Spiel “Train Fever” und schenkte der Fan-Gemeinde der Wirtschafts-Simulations-Anhänger endlich die notwendige Zuversicht, dass die Wirtschaftssimulationen endlich im 3D Zeitalter angelangt sind. Das gelungene Konzept wurde 2016 erfolgreich um weitere Transportmittel und Spielelemente erweitert. Mittels LKW, Eisenbahn, Flugzeug und Schiff, Rohstoffe und Waren zwischen Lieferanten, Produzenten und Kunden zu verteilen und nebenbei noch Fahrgäste an ihr gewünschtes Ziel bringen klingt vorerst simpel, ist es aber gar nicht. Mit Transport Fever 2 haben wir nun endlich quasi den “Fever-Enkel” und dürfen uns über einige Neuerungen in der Reihe freuen.

Alles schön der Reihe nach

Mit dem neuen Biom der Tropischen Insel und der sehr passenden Ergänzung mit einem asiatischen Fuhrpark kommt nun mehr Abwechslung in die Simulation. Zudem sind die Fahrzeug-Fraktionen nicht mehr an das Biom gebunden. Es ist als möglich den ICE auch durch die amerikanische Wüste oder das Tropenparadies flitzen zu lassen.

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Die Benutzeroberfläche wurde umgestaltet und das Baumenü in die 4 Hauptkategorien der Transportmittel gruppiert und wir haben zusätzlich die Möglichkeit alle Linien und Fahrzeuge zu betrachten. Der automatische Ersatz von Fahrzeugen wurde gestrichen und durch einen Schieber für den aufzuwendenden Unterhalt ersetzt. Wenn die Fahrzeuge mit hohem oder sehr hohem Unterhalt bedient werden bleibt der Zustand selbst von sehr alten Fahrzeugen gut. Das Klonen und Verkaufen von Fahrzeugen ist nun auch endlich außerhalb des Depots jederzeit möglich.

Die Kampagne lädt uns ein auf eine historische Reise auf verschiedenste Plätze auf der ganzen Welt und ist auch als erweitertes Tutorial zu betrachten. Für alle die sich nicht an Ziele halten wollen (außer den Pleitegeier zu vermeiden) empfiehlt sich das Endlosspiel.

Meine kleine Eisenbahn

Der Karten-Generator für das Freie Spiel zeigt uns eine schöne Vorschau wie die Karte zusammengestellt wird, mit Darstellung der Industrien, Städte, relevante Bereiche mit Höhenunterschieden und Gewässer. Wir können natürlich auch unsere eigene Karte im Editor gestalten, mit zufällig generiertem Gelände, Städten und Industrien die wir dann anpassen dürfen. Aber ein Wort der Warnung vorweg, der Karteneditor beansprucht den Rechner erheblich! Vor dem Start des Spiels dürfen wir wie vom Vorgänger gewohnt noch nach Herzenslust Mods hineinpacken.

Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Anpassbarkeit der Haltestellen. Im ersten Teil musste schon sehr genau überlegt werden welche Kapazität einmal benötigt wird, sowohl im Hinblick auf die Länge eines Bahnsteigs oder die Anzahl der notwendigen Gleise. Wenn das nicht passte musste der Bahnhof abgerissen und neu errichtet werden. Das neue System erlaubt Anpassungen verschiedenster Art, zum einen die Größe der Haltestelle und die zur Verfügung stehenden Zwischenlagerflächen, zum anderen optische Ergänzungen.

Es können Zufahrten und Ausfahrten, neue Bahnsteige bzw Frachtrampen ergänzt werden und es können Passagier und Fracht-Haltestellen vereint werden. Sollte mal tatsächlich kein Weg daran herum führen als den Bahnhof abzureißen und neu zu positionieren lässt uns das Spiel ein bisschen Zeit (mit einem kleinen Countdown-Balken) um an ähnlicher Stelle ein neues Bauwerk zu errichten dass die Linien des alten Bauwerks übernimmt. Damit spart man sich lästige Fummelei bei der Anpassung der Linien, kurzum, schönes Feature.

 

Wenns dir nicht gefällt, mach neu

Zweifelsohne liegt die Stärke des Spiels in der Sandkasten-Mentalität. Hier geht es weniger um knallharte Wirtschaftssimulation sondern um entspanntes Basteln und Tüfteln. Der Detailgrad der Fahrzeuge und der Umgebung ist für ein Spiel dieser Art erstaunlich hoch und lädt zum “Schönbauen” ein. Zum Glück müssen wir nun auch keine alten Bahndämme mehr aus der Umgebung Bügeln falls wir mal die Lage der Gleise ändern müssen. Sämtliche automatischen Eingriffe ins Gelände werden beim Abriss der Strecke wieder entfernt (außer der Abriss von Gebäuden). Wenn das bunte Treiben also läuft ohne dass wir Richtung Ruin abdriften, kann man sich an dem schönen Gewusel erfreuen.

Das Spiel läuft soweit stabil und wir konnten im Test keine Abstürze beobachten. Aber wer auf großen Karten und hohen Details spielen möchte sollte in seinem Rechner zumindest 16GB RAM und eine Grafikkarte GTX1060 (6GB) oder RX580 haben. Je komplexer die Szenerie wird desto mehr RAM genehmigt sich das Spiel. Auf einer sehr großen Karte kann das schon zu Beginn über 8GB sein.

F A Z I T

Transport Fever 2 zeigt mit einem fein polierten Interface und detailreicher Grafik, dass man mit Wirtschaftssimulationen viel Spaß haben kann. Veteranen aus den Vorgängern werden die Verbesserung im Fahrzeug- und Linien-Management sehr schätzen, Neueinsteigern empfehlen wir auf jeden Fall sich in der Kampagne mit den wesentlichen Funktionen vertraut zu machen.

Der ständig mitschwingende Flair von überdimensionaler Modelleisenbahn passt perfekt.

 

PRO

  • Viele Verbesserungen gegenüber Vorgänger
  • Detailreiche grafische Darstellung
  • Steam Workshop für Mods
  • Sandbox-Modus

KONTRA

  • Musik auf Dauer etwas öde
  • Hardware-Hunger (RAM)
7.8

Spielenswert

Gameplay - 8
Grafik - 7.9
Sound - 6.8
Inhalt - 8.1
Atmosphäre - 8.2
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 2005 selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ?

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