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Cult of the Lamb | Test

Cult oft the Lamb ist ein Dungeon Crawler mit Rougelite und Aufbausim Elementen, der anfangs richtig fesselt!

Am 11. August 2022 feierte das Entwicklerstudio Massive Monster den Release ihres neuen Titels Cult of the Lamb. Der aberwitzige süße Dungeon Crawler mit Suchtfaktor eroberte die Community im Sturm und konnte sich einen Platz unter den Top 5 in den Steam Verkaufscharts sichern. Solltet ihr dem Kult mit voller Euphorie verfallen oder doch lieber ein Abtrünniger bleiben? Das klären wir im Test!

Cult of the Lamb: Test

Gründe deinen eigenen Kult in einem Land falscher Propheten.

DAS LAMM

Wie der Titel schon vermuten lässt, dreht sich in Cult of the Lamb alles um einen Kult, den es aufzubauen gilt und um ein Lamm, was als letztes seiner Art gilt. Am Beginn unsere Reise soll unser Hauptcharakter, ein kleines unscheinbares Lamm, gerade geopfert werden, da der Anfang des Spiels aber nicht gleich das Ende ist, kommt alles anders als geplant. Wir werden nämlich wie durch ein Wunder von einer uralten in Ketten gelegten Gottheit gerettet, der nur eine Forderung stellt. Wir müssen einen Kult aufbauen, die Lehren der Gottheit weitergeben und die vier Bischöfe, die uns gerade hinrichten wollten, zur Strecke bringen. Gesagt ist getan und die Gottheit verhilft uns wieder zu neuem Leben, mit dem Ziel der Rache und das Rekrutieren von neuen Gefolgsleuten.

Mithilfe des einsteigerfreundlichen Tutorials lernen wir schnell, wie das Spiel funktioniert und fangen sehr früh mit dem Bau neuer Gebäude und dem Farmen von Ressourcen an. Mit der sehr simplen Steuerung und einigen neuen Fähigkeiten geht es auf in zufällig gestaltete Level, wo wir voller Action jedes Areal freikämpfen müssen, um am Ende eine Schatztruhe und einen Boss vorzufinden. Nach einiger Zeit seid ihr dann auf euch alleine gestellt und kommt Schritt für Schritt dem Ziel, die vier Bischöfe zu erledigen immer näher. In den Arealen könnt ihr sehr oft zwischen zwei Pfaden wählen, solltet ihr im nächsten Bild Gegner vorfinden, dann empfiehlt es sich nachdem die Gegner besiegt wurden nochmal zurück zu gehen um den anderen Pfad auszukundschaften.

GAMEPLAY

Das Gameplay in Cult of the Lamb gestaltet sich relativ simpel. Ihr habt verschiedene Ressourcen, die es zu beschaffen gilt, wie unter anderem Holz, Stein, Samen, Gold, Nahrung und müsst mit denen kochen, Gebäude errichten und Nebenaufgaben erledigen. Damit euer Charakter verschiedenste Bonis bekommt, darunter auch dauerhafte, gilt es regelmäßig Predigen abzuhalten und dass eure Gefolgsleute Doktrinen lernen. Ihr solltet die Stimmung und den Glauben eurer Anhänger stets im Auge behalten und alles tun, damit diese halbwegs zufrieden sind, da schadet es auch nicht den ein oder anderen hin und wieder ein Geschenk zu machen. Es stehen eine Vielzahl an Gebäude zur Verfügung, um das Leben in eurem eigenen Kult so angenehm wie möglich zu gestalten und sollte sich ein Kultmitglied nicht gleich von Anfang an begeistert zeigen, dann gibt es auch noch die sanfte Umerziehung über mehrere Tage in einem Gefängnis. Natürlich darf die Opferung von Gefolgsleuten, die euch so manche positiven Effekte verleihen kann, auch nicht fehlen.

Neben dem Aufbauen und vergrößern des eigenen Kults, gilt es in kleineren zufällig erstellten Abschnitten, Ressourcen zu farmen und gegen verschiedenste Gegner zu bestehen. Zu Beginn jedes Levels bekommt ihr eine zufällige Waffe und einen Fluch, mit denen kämpft ihr euch auf einer Map von Abschnitt zu Abschnitt bis am Ende der Boss des Areals erscheint. Solltet ihr vorher sterben, ist es nicht das Ende aller Tage. Immerhin werden wir ja von einer sehr mächtigen Gottheit beschützt, die uns schnurstracks wieder zurück ins Leben befördert und wir unser Glück in einem neuen zufällig erstellten Areal auf die Probe stellen können. Umso mehr Areale erfolgreich abgeschlossen werden, umso schneller kommt statt eines Bosses einer der Bischöfe.

Die Waffen können im späteren Verlauf zusätzlich mit beispielsweise einen Giftschaden ausgestattet werden und die Flüche werden mit der Zeit immer mächtiger und abwechslungsreicher. Von mächtigen Tentakel die auf die Gegner zurollen bis hin zu Geschossen die Gegner verfolgen. Das wichtigste in den Kämpfen ist und bleibt allerdings die Taste fürs Ausweichen!

WAS BLEIBT SONST?

Die Spielmechaniken greifen überraschenderweise wirklich gut ineinander und haben anfangs einen richtigen Suchtfaktor. Man möchte unbedingt seinen Kult vergrößern, immer mehr Gebäude errichten und mehr Areale freischalten, um an mehr Ressourcen heranzukommen und natürlich die Bischöfe erledigen. Das Aufbauen des eigenen Kults geht leicht von der Hand und das Mikromanagement artet in keiner Zeit zur Arbeit aus. Die actiongeladenen Level machen durch die präzise Steuerung Spaß und ein Durchlauf ist in 5–15 Minuten erledigt.

Der neuste Indie Titel von Massive Monster macht sehr vieles richtig und mit dem abgedrehten Setup und den ultra niedlichen Charakteren ist man gleich von Anfang an begeistert, auch der Sound passt sehr gut ins Spiel. Sprachausgabe gibt es zwar keine, dies ist aber für so einen Indie Titel nichts ungewöhnliches. Leider ist der ganze Spaß nach gut 15 Stunden vorbei und es gibt nichts, was zum Weiterspielen animieren würde. Keine täglichen Quests, Challenges oder irgendwelche längeren Sidequests. Die Kämpfe können nach ein paar Stunden trotz der verschiedenen Gegnertypen ein wenig eintönig werden und wenn man alle Mechaniken um den eigenen Kult aufzubauen einmal verinnerlicht hat, ist hier auch sehr schnell die Luft raus. Insgesamt ist der Inhalt des Spiels sehr überschaubar und nebenbei fallen auf der Switch die Ladezeiten auch etwas unangenehm auf.

FAZIT

PRO

  • Niedliche Charaktere
  • Coole Grafik
  • Passender Sound
  • Einsteigerfreundliches Tutorial
  • Gutes Zusammenspiel von Aufbausim und Rougelite
  • Anfangs sehr fesselnd

KONTRA

  • Kann etwas eintönig werden
  • Keine Langzeitmotivation
  • Sehr schlichtes Gameplay
  • Etwas lange Ladezeiten (Switch)
  • Es fehlt etwas an Abwechslung
7.9

Spielenswert

Gameplay - 7
Grafik - 8.5
Sound - 7.6
Inhalt - 7.5
Atmosphäre - 9
Seit Dino Wars oder North&South am Amiga hat sich in der Spieleindustrie so einiges verändert, aber meine Leidenschaft für Videospiele nicht! Mit dem Alter von 5 Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Joystick in der Hand und seit diesem Moment war die virtuelle Welt wie ein zweites Zuhause für mich. Ich finde so ziemlich jedes Genre interessant, selbst wenn es sich um einen kleinen Indie-Titel handelt. Die aktuellste Nintendo Konsole und ein leistungsstarker PC gehören bei mir zu der Grundausstattung. Bei meiner Begeisterung für den Journalismus in Verbindung mit Videospielen gab es da nur eine logische Konsequenz. Redakteur bei PixelCritics werden, um mein Interesse beider Welten auszuleben.

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