Es ist angerichtet: IGN hat exklusiv das erste Gameplay aus Aliens: Fireteam Elite 2 veröffentlicht – und zwar die komplette Prolog-Mission inklusive Entwickler-Kommentar. Wer den Vorgänger von 2021 gespielt hat, weiß, dass Cold Iron Studios damals einen soliden, aber nicht makellosen Koop-Shooter ablieferte. Der Nachfolger, der in diesem Sommer für PC, PS5 und Xbox Series X/S erscheint, macht auf den ersten Blick vieles richtig. Vom überarbeiteten Charakter-Editor bis zur brandneuen Eigenbau-Klasse – das Sequel hat das Zeug dazu, die Gattung der PvE-Koop-Shooter nachhaltig aufzumischen.
Pulsgewehr raus, Motion Tracker an: Was die Prolog-Mission verrät
Das gezeigte Gameplay lässt keinen Zweifel: Aliens: Fireteam Elite 2 setzt auf Bewährtes und erweitert es gezielt. Der ikonische Motion Tracker – für Fans der Filme das wohl wichtigste Utensil überhaupt – ist zurück und dient als dein primäres Werkzeug, um die Anwesenheit der Xenomorphen in der Umgebung zu orten. Die Aliens selbst sind so agil und unberechenbar wie eh und je: Ihre zuckenden Bewegungen machen präzises Zielen zur Herausforderung, und auf den höheren Schwierigkeitsgraden sorgt Eigenbeschuss dafür, dass du deine Kameraden aus Versehen in die säurehaltige Hölle schickst.
Die größte Neuerung ist der umfangreiche Charakter-Editor – ein Feature, das Fans des ersten Teils schmerzlich vermisst haben. Statt vorgefertigter Gesichter kannst du deinen Colonial Marine endlich individualisieren. Dazu gesellen sich mehrere Klassen sowie eine frei konfigurierbare Eigenbau-Klasse, die sich aus verschiedenen Vorzügen zusammenstellen lässt – allerdings musst du dir diese zuvor durch Spielzeit verdienen. Dass der Publisher mit Daybreak Game Company (bekannt aus DC Universe Online) ein neuer und ambitionierter Partner ist, wurde bereits nach dem ersten Leak deutlich.
Taktische Tiefe trifft auf filmreife Atmosphäre
Die Entwickler betonten im Gespräch mit IGN, dass sie sich so eng wie möglich an der Aliens-Filmästhetik orientieren. Die düsteren Korridore, das flackernde Licht, das unheimliche Zischen aus den Lüftungsschächten – all das soll den Spieler permanent unter Spannung setzen. Die verschiedenen Xenomorph-Typen fordern unterschiedliche Herangehensweisen: Mal sind es die klassischen Krieger, die in Horden anstürmen, mal schleichen sich Spitter in der Deckung heran oder Prowler lauern in den Schatten. Wer denkt, hier einfach blind drauflosballern zu können, wird spätestens auf den höheren Schwierigkeitsgraden eines Besseren belehrt. Das Gameplay zeigt eindrucksvoll, wie Teamwork und Kommunikation über Leben und Tod entscheiden – genau das, was einen guten Koop-Shooter ausmacht.
Ein Sommer voller Xenomorph-Jagd
Bis zum Release werden sicherlich weitere Details nachgereicht – neue Klassen, Waffen und vielleicht sogar ein Blick auf den heiß erwarteten Horde-Modus. Fest steht: Aliens: Fireteam Elite 2 könnte einer der spannendsten Koop-Shooter des Jahres werden, wenn Cold Iron Studios die gezeigte Qualität über die gesamte Kampagne halten kann. Schon jetzt jagt der Prolog den Puls nach oben – und das ist genau das richtige Signal für alle, die auf actiongeladene PvE-Gefechte mit säurespuckenden Monstern stehen.
