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Fallout 76: Burning Springs
Games

Fallout 76 Crossplay bleibt ferne Zukunftsmusik: Bethesda kämpft mit technischen Hürden der Creation Engine

Fallout 76 erhält laut Bethesda auch 2026 kein Crossplay aufgrund massiver technischer Hürden der Creation Engine und nachträglicher Implementierungsprobleme. Creative Director Jon Rush und Production Director Bill LaCoste versprechen weitere Untersuchungen ohne konkrete Zeitpläne trotz siebenjähriger Spielerforderungen.

Alexander Liebe
von Alexander Liebe
10.02.26
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Lesezeit: 4 Min.
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Seit Jahren fordern Spieler plattformübergreifenden Multiplayer für Fallout 76, doch Bethesda lässt weiterhin nur vage Hoffnungen durchblicken. In einem aktuellen Interview mit Polygon am 9. Februar 2026 bekräftigten Creative Director Jon Rush und Production Director Bill LaCoste erneut, dass Crossplay nicht vom Tisch ist – allerdings auch nicht in greifbarer Nähe. Die technischen Fundamente der Creation Engine und fundamentale Entscheidungen aus der ursprünglichen Entwicklungsphase erweisen sich als massive Hindernisse. Statt konkreter Zeitpläne gibt es lediglich Versprechen weiterer Untersuchungen. Warum scheitert ein Feature, das in modernen Multiplayer-Titeln längst Standard ist, im Ödland West Virginias so spektakulär?

Das steckt im Artikel
  • Creation Engine als technisches Gefängnis
  • Spielerbasis wartet seit sieben Jahren vergeblich
  • Burning Springs Update und künftige Inhalte als Trostpflaster
  • LaCoste verspricht langfristige Arbeit ohne Garantien

Creation Engine als technisches Gefängnis

Bill LaCoste erläuterte gegenüber Polygon die Komplexität des Problems: Crossplay nachträglich in die betagte Creation Engine zu integrieren gleicht einem architektonischen Alptraum. „Das sind gewaltige technische Hürden, die man normalerweise vor dem Release während der eigentlichen Produktentwicklung angeht“, erklärt der Production Director. Die Herausforderung liegt nicht nur in der reinen Netzwerk-Infrastruktur, sondern erstreckt sich auf Berechtigungen, Kontokäufe und plattformspezifische Währungen – Systeme, die ursprünglich als getrennte Silos konzipiert wurden. Anders als moderne Engines, die Crossplay von Grund auf einplanen, wurde die Creation Engine für Einzelspieler-Erfahrungen optimiert und erst später für Fallout 76 mühsam angepasst. Diese technische Altlast verfolgt Bethesda nun seit dem Launch 2018 und verhindert Features, die bei Konkurrenz-Titeln längst selbstverständlich sind.

Spielerbasis wartet seit sieben Jahren vergeblich

Jon Rush betont, dass Bethesda die Forderung der Community durchaus ernst nimmt: „Wir schauen uns das an, und wir haben Pläne, den Umfang dieser Arbeit abzustecken. Es steht nur nicht in unseren unmittelbaren Plänen. Wir wissen, dass Spieler es wollen.“ Diese Aussage ähnelt verdächtig seinen Kommentaren vom März 2025, als er bereits vor überzogenen Erwartungen warnte. Damals sagte Rush: „Ich würde es nicht ausschließen, aber ich würde auch nicht darauf warten.“ Fast ein Jahr später hat sich die Rhetorik kaum verändert – ein Zeichen, dass die internen Fortschritte minimal sind. Besonders frustrierend für die Spielerschaft: Während andere Live-Service-Titel Crossplay nachrüsten, bleibt Fallout 76 fragmentiert über PC, PlayStation und Xbox verteilt. Die durch Amazons Fernsehserie ausgelöste Spielerwelle im Frühjahr 2025 hätte der perfekte Zeitpunkt gewesen sein, um vereinte Plattformen zu bieten – stattdessen mussten sich Freundeskreise weiterhin für eine Plattform entscheiden.

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Burning Springs Update und künftige Inhalte als Trostpflaster

Während Crossplay in der Schwebe hängt, konzentriert sich Bethesda auf konventionelle Content-Updates. Das Burning Springs Update vom Dezember brachte die bislang größte Gebietserweiterung mit Kopfgeldjagden, neuen öffentlichen Events und mächtigeren Varianten von Todeskrallen sowie Radioskorpionen. Diese vertikale Erweiterung des Inhalts kann allerdings die horizontale Beschränkung durch fehlende Plattformübergreifung nicht kompensieren. Am Jahresende 2025 teaste das Team kryptisch den nächsten großen Content-Drop mit der rätselhaften Botschaft: „Die Scheunentore in Graninger Farmstead öffnen sich, sobald die Dämmerung naht.“ Solche narrativen Köder halten die bestehende Spielerschaft bei Laune, lösen aber nicht das fundamentale Problem der gesplitteten Community. Native Versionen für PS5 und Xbox Series X/S sind für 2026 angekündigt – ohne Crossplay bleiben jedoch selbst diese technisch verbesserten Editionen isolierte Inseln.

LaCoste verspricht langfristige Arbeit ohne Garantien

In seiner ehrlichsten Aussage räumt Bill LaCoste ein, dass Crossplay nicht kurzfristig realisierbar ist: „Was wir Spielern versprechen können, ist, dass wir weiter untersuchen werden, dass wir weiter versuchen werden, Pläne zu etablieren, um das in der Zukunft möglich zu machen – nur nicht auf kurze Sicht.“ Diese vorsichtige Formulierung deutet darauf hin, dass Bethesda möglicherweise noch nicht einmal eine Machbarkeitsstudie abgeschlossen hat. Die Erwähnung von „Plänen etablieren“ klingt nach frühen Projektphasen, nicht nach aktiver Entwicklung. Verglichen mit Studios, die Crossplay binnen Monaten nachrüsten, wirkt Bethesdas Ansatz zögerlich. Erschwerend kommt hinzu, dass Fallout 76 weiterhin auf veralteter Hardware wie PS4 und Xbox One läuft – ein weiterer Faktor, der die technische Komplexität erhöht. Solange das Spiel diese Legacy-Plattformen unterstützt, wird jede systemweite Änderung zum Balanceakt zwischen Innovation und Rückwärtskompatibilität.

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vonAlexander Liebe
Seitdem ich zum ersten Mal einen Controller in der Hand hielt wusste ich, dass dies eine Freundschaft fürs Leben wird. Bis heute ist der digitale Sport für mich fixer Bestandteil meiner Freizeit. Mit AustriaGaming ist er sogar zum Teil zur Berufung geworden. Favorisierte Spiele sind für mich aus dem Genre Horror, SciFi und RPG mit viel geschichtlichem Tiefgang. Gerade innovative und alternative Games ziehen mich öfters in den Bann.
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