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Luminar 1.28 ist da: Schnellere KI, neue Oberfläche und ein Name, der Geschichte ist

Luminar (ehemals Neo) hat mit Version 1.28 ein umfangreiches Update erhalten – neue Oberfläche, schnellere KI, bessere Performance. Phase Zwei mit Web-Editor und KI-Assistent folgt im Herbst und ist bis 31. August mit 50 % Rabatt vorbestellbar.

Bildquelle: Skylum
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Manuel Schmidt
von Manuel Schmidt
11.08.26
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Lesezeit: 6 Min.
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Luminar Neo heißt ab sofort nur noch Luminar. Mit dem Update auf Version 1.28, das seit dem 5. August ausgerollt wird, verpasst Skylum seiner Bildbearbeitung nicht nur einen neuen Anstrich, sondern auch eine überarbeitete KI-Engine und einen strafferen Workflow. Im Herbst folgt Phase Zwei mit Web-Editor, KI-Assistent und Atmosphere-Tools. Doch je genauer man hinschaut, desto mehr bröckelt das Narrativ vom großen Kreativ-Upgrade.

Das steckt im Artikel
  • Aus Neo wird Luminar – ein Rebranding mit Ansage
  • Phase Eins: Was ab sofort funktioniert
  • Phase Zwei: Nebel, Zuschnitt und der AI Assistant
  • Der KI-Spin: „Kreativität first“ – aber nur im Abo
  • Die Preisfrage: Lizenz-Dschungel 2026
  • Und die Konkurrenz?
  • Ausblick: Ein Update, das mehr verspricht, als es halten kann?

Aus Neo wird Luminar – ein Rebranding mit Ansage

Das auffälligste am Update ist, was verschwindet: der Namenszusatz „Neo“. Seit 2022 war Luminar Neo das Flaggschiff von Skylum, nachdem das Unternehmen den Vorgänger Luminar AI eingestellt hatte. Jetzt konsolidiert der Hersteller seine Produktlinie unter einem einheitlichen Namen – Luminar.

Das klingt nach Kosmetik. Ist es aber nicht. Mit dem Rebranding wandern Catalog und Edit in einen einzigen Workspace, Breadcrumb-Navigation macht die Bearbeitungshistorie durchschaubarer, und die gesamte Oberfläche wurde entrümpelt. Das Ziel, so CEO Ivan Kutanin: „High-Tech-Bildbearbeitungswerkzeuge, welche den kreativen Workflow unterstützen und stärken, während sie dabei im Hintergrund bleiben.“

Ob die Werkzeuge wirklich im Hintergrund bleiben, ist Ansichtssache. Der neue AI Assistant, der im Herbst kommt, soll auf Sprachbeschreibung hin komplette Bearbeitungsketten vorschlagen – das klingt eher nach einem Copiloten als nach einem Pinsel.

Phase Eins: Was ab sofort funktioniert

Das Update, das seit dem 5. August für macOS und Windows verfügbar ist, bringt handfeste technische Verbesserungen mit:

  • Überarbeitete Gen-AI: Das generative Modell wurde aktualisiert und erzeugt Bildinhalte, die sich harmonischer ins Original einfügen – Stichwort GenErase und GenExpand.
  • 25 Prozent schnellerer Export: Gerade bei Stapelverarbeitung spürbar. Wer regelmäßig 200 Hochzeitsfotos durchschleust, gewinnt hier Minuten.
  • 33 Prozent weniger RAM beim Maskieren: Komplexe Auswahlen laufen jetzt auch auf Laptops flüssig, selbst wenn parallel Photoshop und ein Browser offen sind.
  • Viermal schnellere Preset-Vorschau: Looks lassen sich nahezu verzögerungsfrei durchklicken. Für den „mal schauen, was passt“-Workflow ein Sprung.
  • Neue Kamera-Unterstützung: Panasonic Lumix DC-L10, Sony A7V (Compressed RAW) und Sony A7R VI (RC) werden jetzt nativ unterstützt.

Die App läuft spürbar runder – das Herbst-Update 2025 mit seiner KI-Restaurierung war in Sachen Geschwindigkeit noch eine gemischte Tüte. Version 1.28 liefert, was Skylum bei früheren Releases versprochen hatte.

Phase Zwei: Nebel, Zuschnitt und der AI Assistant

Was Skylum für den Herbst ankündigt, ist das eigentliche Herzstück des Upgrades – und kostenpflichtig. Bis zum 31. August lässt sich Phase Zwei mit 50 Prozent Rabatt vorbestellen.

Die drei Highlights:

Atmosphere – Nebel: Statt einfach eine flache Nebelschicht über das Bild zu klatschen, analysiert das Tool Licht, Farben und Tiefenwirkung der Szene und integriert atmosphärische Effekte so, dass sie sich natürlich ins Bild einfügen. Das ist eine Liga über dem, was die Konkurrenz an Ein-Klick-Nebel anbietet.

KI-Zuschnitt: Ein intelligentes Crop-Tool, das mehrere fertige Kompositionen vorschlägt – auf Basis von Motivplatzierung, Balance, Führungslinien und visuellem Gewicht. Für Einsteiger potenziell augenöffnend.

AI Assistant: Per Texteingabe beschreibt ihr das gewünschte Ergebnis, der Assistent schlägt die passende Tool-Kombination vor und wendet sie an. Das klingt praktisch – aber auch nach einer Funktion, die euch das Denken abnimmt. Genau das ist der Balanceakt, auf dem Skylum seit Monaten herumreitet.

Der KI-Spin: „Kreativität first“ – aber nur im Abo

Hier wird es interessant. Skylum hat seine Marketing-Sprache in den letzten Monaten hörbar umgestellt. War Luminar Neo bei seinem Start 2022 noch die Software, die „KI-gestützte Magie“ versprach, betont CEO Ivan Kutanin heute: „Die kreative Vision steht an erster Stelle; die Technologie ist nur dazu da, sie zum Strahlen zu bringen.“

Kurz gefragt
Was ist Generative AI in Luminar und warum kostet sie extra?
→ Generative AI umfasst Funktionen wie GenErase (Objekte entfernen) und GenExpand (Bildfläche erweitern). Diese werden in der Cloud berechnet, nicht lokal. Deshalb sind sie nur im Pro-Abo enthalten – Lifetime-Lizenzen decken sie nicht ab. Skylum begründet das mit laufenden Serverkosten.

Das ist kein Zufall, sondern eine Reaktion auf den wachsenden Gegenwind gegen generative KI in der Kreativbranche – PetaPixel spricht treffend von einem „Spin“. Die Ironie: Gerade die leistungsfähigsten generativen Funktionen von Luminar laufen über die Cloud und sind an ein Abo gebunden.

Wer eine Lifetime-Lizenz besitzt, bekommt die Gen-AI-Tools nicht. Und auch Bestandskunden mit älteren Perpetual-Lizenzen müssen für Phase Zwei den Upgrade Pass kaufen – derzeit mit 50 Prozent Rabatt, aber trotzdem eine wiederkehrende Ausgabe in einem Produkt, das mit „gehört dir für immer“ beworben wurde.

Skylum argumentiert, dass Cloud-KI nun mal Server kostet. Das stimmt. Aber es ist dieselbe Firma, die ihren vierten Geburtstag mit Rabatten von bis zu 74 Prozent feierte – und dabei nicht prominent kommunizierte, dass die besten Features dieser Rabatt-Lizenzen nach einem Jahr faktisch ablaufen.

Die Preisfrage: Lizenz-Dschungel 2026

Was kostet Luminar im August 2026? Kurz gesagt: Es kommt darauf an, wann und wie ihr eingestiegen seid.

  • Neukunden Lifetime: 119–199 Dollar als Einmalzahlung, je nach Paket (Desktop, Cross-Device, Max). Generative AI exklusiv im Abo.
  • Pro-Abo: 119 Dollar jährlich, enthält alle Gen-AI-Features und beide Update-Phasen.
  • Bestandskunden: Der 2025/26 Upgrade Pass kostet rund 49 Euro und deckt beide Update-Zyklen ab. Phase Zwei muss separat vorbestellt werden, falls nicht im Pass enthalten.
  • Phase-Zwei-Vorbestellung: 50 Prozent Rabatt bis 31. August. Der reguläre Preis nach Ablauf der Frist wurde nicht kommuniziert.

Das ist – freundlich formuliert – intransparent. Mal abgesehen davon, dass Skylum die Preise je nach Region und Promotion ständig anpasst, wird an keiner Stelle klar, was genau im Upgrade Pass steckt und was extra kostet. Wer jetzt überlegt einzusteigen, sollte den Kalender im Blick haben: Der Rabatt für Phase Zwei läuft in dreieinhalb Wochen ab.

Und die Konkurrenz?

Adobe Lightroom kostet im Fotografie-Abo 14,74 Euro monatlich (EU-Preis 2026) – rund 177 Euro im Jahr. Luminar ist mit einer Lifetime-Lizenz ab 119 Dollar deutlich günstiger – zumindest auf dem Papier.

Der entscheidende Unterschied liegt aber nicht im Preis, sondern im Workflow: Lightroom glänzt bei Dateimanagement, Cloud-Synchronisation und präzisen manuellen Korrekturen. Luminar setzt auf KI-gestützte Kreativ-Tools, Presets und Atmosphäre – und positioniert sich zunehmend als das Tool für den kreativen Feinschliff, nicht für die Grundentwicklung von 3.000 RAW-Dateien.

Mit dem im Herbst startenden Web-Editor zieht Skylum außerdem mit Lightrooms Cloud-Workflow gleich – zumindest ansatzweise. Details, wie umfangreich der Browser-Editor sein wird, fehlen noch.

Ausblick: Ein Update, das mehr verspricht, als es halten kann?

Das Luminar-Update 2026 ist technisch solide. Die Oberfläche ist aufgeräumter, die KI schneller, die Vorschau verzögerungsfrei. Phase Zwei klingt ambitioniert – Atmosphere Nebel und KI-Zuschnitt könnten echte Alleinstellungsmerkmale werden.

Aber: Das PR-Narrativ von der „Kreativität, die im Mittelpunkt steht“, wirkt wie ein Feigenblatt für ein Lizenzmodell, das die leistungsfähigsten Funktionen hinter eine Abo-Schranke schiebt. Das ist legitim – Server kosten Geld. Nur sollte Skylum dann auch so kommunizieren, statt sich als Anti-KI-KI-Unternehmen zu inszenieren.

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Das Thema Gaming begeistert mich schon seit meiner Kindheit. Als Gründer von PixelCritics habe ich die Möglichkeit mein Hobby zu vertiefen und eine Gaming-Community in Österreich aufzubauen. Neben Steak und Pommes habe ich auch gerne knackige Games auf dem Tablett serviert, die mich bis tief in die Nacht vor dem Bildschirm fesseln.
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