Bloober Team hat ein neues Developer Diary zu Cronos: Lazarus veröffentlicht und zeigt darin erstmals, wie sich der Warden spielt. Teleportation, Täuschkörper und ein Gladius im Anschlag – das ist nicht mehr der bedächtige Survival-Horror, den ihr aus dem Basis-Spiel kennt. Der DLC erscheint im Herbst für PS5, Xbox Series X/S, PC und Nintendo Switch 2. Und weil Cronos: The New Dawn kürzlich die Gewinnschwelle geknackt hat, steht Bloober Team auch finanziell nicht unter Druck.
Teleportation, Täuschkörper, Gladius – der Warden wird zur Ein-Mann-Armee
Im Mittelpunkt des DLCs steht der Pathfinder, der im Laufe der Handlung zum Warden wird – jene ikonische Figur, die Spieler aus dem Basis-Spiel bereits kennen. Bloober Team hat ihm zwei neue Fähigkeiten spendiert, die das Kampfgefühl komplett umkrempeln.
Die Teleportation erlaubt schnelle Positionswechsel – hinter Gegner beamen, Distanz schaffen oder einfach schneller durch die Level navigieren. Der Täuschkörper erzeugt eine Kopie des Pathfinders, die Feinde ablenkt, während er selbst unsichtbar wird. Wer will, kann beide Fähigkeiten kombinieren, denn jede Teleportation reduziert die Abklingzeit des Täuschkörpers.
Dazu kommt der Gladius, eine „tödlichere“ Version des Dolchs aus dem Basis-Spiel – schneller, stärker, aggressiver. Wie sich der bedächtige Überlebenskampf aus Cronos: The New Dawn anfühlte, zeigen die neun Minuten Gameplay: Ressourcenmanagement, taktisches Kalkül, jeder Schuss will überlegt sein. Der Warden pfeift auf all das.
Vom Survival-Horror zum Action-Kracher – Bloober bricht mit der eigenen Formel
Wie Game Informer berichtet, beschreibt Bloober Team Lazarus selbst als „eine schnellere, aggressivere Interpretation der Survival Horror Formel von Cronos, bei der der Kampf von Geschwindigkeit, Druck und ständiger Gefahr bestimmt wird“. Aus dem Jäger wird der Gejagte – und der Gejagte schlägt zurück.
Der neue Gegner, der Envoy, wurde vom Kollektiv speziell darauf angesetzt, den Pathfinder zur Strecke zu bringen. Ein unerbittlicher Verfolger, der dem Spiel eine zusätzliche Druckschicht verpasst. Das klingt nach Mr. X aus Resident Evil 2 – nur dass ihr diesmal die Mittel habt, euch zu wehren.
CEO Piotr Babieno bringt die Motivation dahinter auf den Punkt: „Der Warden hat beim Publikum starken Anklang gefunden, und wir freuen uns, Alan Turkington in dieser ikonischen Rolle zurückzubringen.“ Der Mann weiß, wovon er spricht – Cronos: The New Dawn hat sich für Bloober Team ausgezahlt.
Kein Sequel, aber trotzdem eine Fortsetzung – was nach Lazarus kommt
Dass Bloober Team das Cronos-Universum jetzt mit einem DLC ausbaut, ist kein selbstverständlicher Schritt. Wie wir berichtet haben, plante das Studio ursprünglich keine direkte Fortsetzung – stattdessen arbeitet es bereits an einem neuen „Meilenstein“-Projekt, das CEO Babieno als „sehr großes Spiel“ bezeichnet.
Trotzdem bekommt Cronos jetzt einen zweiten Anlauf. Lazarus ist ein Prequel, das die Entstehungsgeschichte des Wardens erzählt – eine Story, die im Basis-Spiel nur angedeutet wurde. Wer also dachte, das Cronos-Universum sei mit dem Abspann auserzählt, darf sich auf einen Herbst voller Teleportation, Täuschkörper und Gladius-Schläge freuen.
