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Games

Crimson Desert: Pearl Abyss entschuldigt sich für versehentlich eingebaute KI-generierte Assets

Pearl Abyss entschuldigt sich für KI-generierte Assets, die versehentlich in Crimson Desert verblieben sind, und kündigt eine vollständige Überprüfung aller Spielinhalte an. Auch das Fehlen einer Offenlegung gegenüber Steam wird eingeräumt.

René Nikel
von René Nikel
23.03.26
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Lesezeit: 2 Min.
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Crimson Desert hatte nach seinem Launch bereits mit gemischten Kritiken und einem durchwachsenen Steam-Rating zu kämpfen – doch dann kam eine Kontroverse hinzu, die das Studio so gar nicht gebrauchen konnte. Inmitten der ohnehin hitzigen Debatte um Steuerung und Benutzeroberfläche entdeckten Spieler etwas, das schnell für zusätzlichen Unmut sorgte: Inhalte im fertigen Spiel, die offenbar mithilfe von KI-Werkzeugen erzeugt wurden. Von anatomisch fragwürdigen Gliedmaßen bis hin zu bizarr verzerrten Pferdedarstellungen – die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.

Das steckt im Artikel
  • Was genau entdeckt wurde und wie Pearl Abyss reagiert
  • Fehlende Transparenz als zweiter Kritikpunkt
  • Was jetzt passiert und wie es dem Spiel trotzdem läuft

Was genau entdeckt wurde und wie Pearl Abyss reagiert

Pearl Abyss hat sich mittlerweile offiziell zu den Vorwürfen geäußert und dabei eine Erklärung geliefert, die in ihrer Struktur an frühere Stellungnahmen anderer Studios erinnert. Laut dem Entwickler wurden im Verlauf der frühen Produktionsphase einige zweidimensionale visuelle Requisiten mithilfe experimenteller KI-Werkzeuge erstellt, um rasch Tonalität und Atmosphäre zu erkunden. Die ursprüngliche Absicht sei stets gewesen, diese Platzhalter im weiteren Verlauf durch regulär erstellte Inhalte zu ersetzen, die den eigenen Qualitätsansprüchen entsprechen. Dass ein Teil dieser Assets am Ende doch den Weg ins fertige Spiel gefunden hat, bezeichnet Pearl Abyss als unbeabsichtigt und ausdrücklich nicht konform mit den internen Standards des Studios.

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Fehlende Transparenz als zweiter Kritikpunkt

Neben der Anwesenheit der KI-generierten Inhalte selbst zog auch das Fehlen jeglicher Offenlegung Kritik auf sich – und das zu Recht. Steam schreibt Entwicklern vor, den Einsatz generativer KI-Werkzeuge transparent zu kennzeichnen. Pearl Abyss räumte ein, dieser Pflicht nicht nachgekommen zu sein, und entschuldigte sich ausdrücklich dafür. Der Hinweis, dass die betreffenden Werkzeuge lediglich in frühen Entwicklungsphasen genutzt wurden und eine spätere Ablösung geplant war, ändert aus Sicht des Studios nichts an der Verantwortung für mangelnde Kommunikation gegenüber der Spielerschaft. Diese Haltung ist bemerkenswert klar formuliert – und unterscheidet sich wohltuend von defensiven Ausflüchten.

Was jetzt passiert und wie es dem Spiel trotzdem läuft

Pearl Abyss hat angekündigt, eine umfassende Prüfung aller Spielinhalte durchzuführen und die betroffenen Assets in kommenden Patches zu ersetzen. Einen konkreten Zeitplan dafür gibt es noch nicht. Zusätzlich sollen interne Prozesse überarbeitet und gestärkt werden, um künftig eine größere Transparenz im Umgang mit der Spielergemeinschaft zu gewährleisten.

Trotz der Kontroverse läuft das Spiel kommerziell nicht schlecht. Bereits am ersten Verkaufstag meldete Pearl Abyss zwei Millionen Verkäufe. Auf Steam erreichte der gleichzeitige Spielerzuspruch zwischenzeitlich fast 244.000 Nutzer – ein leichter Anstieg gegenüber dem bisherigen Höchstwert. Crimson Desert scheint trotz aller Reibungspunkte eine treue Spielerbasis aufzubauen. Ob der Umgang mit der KI-Kontroverse das Vertrauen dieser Gemeinschaft langfristig festigt oder weiter belastet, wird maßgeblich davon abhängen, wie konsequent Pearl Abyss die angekündigten Verbesserungen umsetzt.

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vonRené Nikel
Seit Dino Wars oder North&South am Amiga hat sich in der Spieleindustrie so einiges verändert, aber meine Leidenschaft für Videospiele nicht! Mit dem Alter von 5 Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Joystick in der Hand und seit diesem Moment war die virtuelle Welt wie ein zweites Zuhause für mich. Ich finde so ziemlich jedes Genre interessant, selbst wenn es sich um einen kleinen Indie-Titel handelt. Die aktuellste Nintendo Konsole und ein leistungsstarker PC gehören bei mir zu der Grundausstattung. Bei meiner Begeisterung für den Journalismus in Verbindung mit Videospielen gab es da nur eine logische Konsequenz. Redakteur bei PixelCritics werden, um mein Interesse beider Welten auszuleben.
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9.0
PXC
Plattformen
PCPlaystationXbox

Crimson Desert

9.0
zum Test
Release Datum: 19. März 2026
Genre: Action, Adventure
Entwickler: Pearl Abyss
Publisher: Pearl Abyss
Spielmodi: Einzelspieler
Spielzeit: 100+ Stunden
Plattformen
PCPlaystationXbox
PEGI 18
violencebad-language
Crimson Desert ist ein Open-World-Action-Adventure auf Pywel. Begleite Kliff auf seiner Reise, um die Graumähnen wiederaufzubauen und das Land vor einer drohenden Gefahr zu retten. Von unberührter Wildnis und Städten bis hin zum mysteriösen Abyss: Bahne dir deinen Weg durch Kämpfe und Entdeckungen.
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