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CHERRY XTRFY: H3 Wireless
Tests

Das Cherry XTRFY H3 Wireless im Test: Kabelloser Klang-König oder nur Mittelmaß?

Das Cherry XTRFY H3 Wireless überzeugt mit starkem Sound für Shooter, extrem langer Akkulaufzeit und flexibler Konnektivität, schwächelt aber beim Mikrofon und in den Mitten.

Maciej Ataman
von Maciej Ataman
04.05.25
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Lesezeit: 5 Min.
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Cherry Xtrfy: H3 Wireless - Bild
8 Harmonisch
Cherry XTRFY H3 Wireless
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Du kennst das: Die Gaming-Session läuft, die Gegner schwitzen, und plötzlich zwickt das Headset oder der Akku gibt auf. Schluss damit! Denn Cherry, bekannt für legendäre Tastaturen, und XTRFY, die schwedische Gaming-Schmiede, haben sich zusammengetan und endlich ein kabelloses Gaming-Headset auf den Markt gebracht. Das Cherry XTRFY H3 Wireless verspricht satten Sound, endlosen Akku und Komfort für lange Nächte. Doch hält es auch wirklich, was es verspricht? Ich habe das Headset auf Herz und Nieren getestet – und verrate dir, ob sich der Kauf lohnt!

Das steckt im Artikel
  • Design und Verarbeitung: Skandinavisch schlicht, angenehm robust
  • Ausstattung und Bedienung: Alles, was das Gamer-Herz begehrt
  • Akkulaufzeit: Der Marathonläufer unter den Headsets
  • Klangqualität: Der Shooter-Profi mit kleinen Schwächen
  • Mikrofonqualität: Hier ist noch Luft nach oben
  • Praxistest: Alltagstauglich und vielseitig

Design und Verarbeitung: Skandinavisch schlicht, angenehm robust

Gleich beim Auspacken fällt auf: Das H3 Wireless ist kein schriller Paradiesvogel, sondern eher der coole Schwede unter den Headsets. Komplett in Schwarz gehalten, mit silbernem Herstellerlogo auf den Ohrmuscheln – Understatement pur. Wer die HyperX-Modelle kennt, wird Parallelen entdecken, nur ohne rote Akzente. Der robuste Metallbügel und das dick gepolsterte Kopfband sorgen für Stabilität und Komfort, auch wenn die Bedienelemente etwas billig wirken und einen präziseren Druckpunkt vertragen könnten.

Cherry Xtrfy: H3 Wireless - Bild

Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, was das Gewicht niedrig hält – zumindest in der Theorie. Mit 325 Gramm (ohne Mikrofon und Kabel) ist das H3 Wireless kein Fliegengewicht, aber dank der großen Stoff-Ohrpolster mit Kunstlederrand sitzt es trotzdem bequem. Die 25 mm dicken und großzügig geschnittenen Polster bieten mittelgroßen Ohren ausreichend Platz. Wer jedoch mit Segelohren gesegnet ist, könnte sich etwas eingeengt fühlen. Die Polster sind zudem eher fest und weniger dehnbar als bei mancher Konkurrenz.

Ausstattung und Bedienung: Alles, was das Gamer-Herz begehrt

Für den aufgerufenen Preis von 129,00€ liefert Cherry XTRFY ein beeindruckendes Ausstattungspaket. Das H3 Wireless funkt nicht nur per 2,4 GHz-Dongle, sondern auch via Bluetooth 5.1 – perfekt für PC, Konsolen und mobile Geräte. Zwar kannst du nicht beide Verbindungen gleichzeitig nutzen, aber die Reichweite überzeugt: Selbst der Kühlschrank- oder Toilettengang ist problemlos möglich, ohne dass die Verbindung abreißt.

Auf eine eigene App zur Feineinstellung musst du verzichten. Dafür gibt es einen Equalizer-Knopf, mit dem du per Tastendruck zwischen Gaming-, Film- und Musik-Modus wechselst. Die Bedienelemente sitzen alle auf der linken Ohrmuschel: An/Aus, Lauter/Leiser, Mikrofon-Stummschaltung – alles selbsterklärend. Jede Taste hat zudem eine Sekundärfunktion (z. B. Wechsel zwischen Bluetooth und Funk), die durch langes Drücken aktiviert wird.

Ein kleiner Wermutstropfen: Die Lautstärkeregelung unter Windows ist etwas grobmotorisch. Ein Tastendruck verändert die Lautstärke mal um 6, mal um 8 Stufen – Feintuning sieht anders aus. Da hilft nur: Augen zu und durch!

Akkulaufzeit: Der Marathonläufer unter den Headsets

Hier punktet das H3 Wireless gewaltig: Bis zu 100 Stunden Akkulaufzeit sind drin! Damit spielt das Headset locker in der Oberliga – und du kannst selbst epische Gaming-Nächte ohne Ladeangst genießen. Eine App zur Akkuanzeige gibt’s nicht, dafür informiert eine Status-LED über den Ladezustand: Grün = voll, Gelb = unter 75 Prozent, Hellrot = unter 50 Prozent, Dunkelrot = Zeit zum Laden.

Cherry Xtrfy: H3 Wireless - Bild

Und das Beste: Während des Ladens kannst du einfach weiterspielen, denn das Headset funktioniert auch mit angestecktem USB-C-Kabel. Für alle, die Ladepausen hassen: ein echter Pluspunkt!

Klangqualität: Der Shooter-Profi mit kleinen Schwächen

Beim Sound setzt Cherry XTRFY auf Bewährtes: Die 53 mm-Treiber stammen aus dem XTRFY H2 und liefern einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 20.000 Hz. Mit nur 16 Ohm Impedanz sind die Kopfhörer auch für schwächere Quellen kein Problem.

Im Praxistest überzeugt das H3 Wireless vor allem in kompetitiven Shootern: Schritte, Nachladegeräusche und andere akustische Hinweise werden klar und deutlich wiedergegeben – perfekt, um Gegner zu orten und die nächste Runde für sich zu entscheiden. Der Sound ist bewusst auf E-Sport und Shooter abgestimmt: Höhen und Tiefen stehen im Vordergrund, die Mitten sind dagegen etwas flach und detailarm.

Wer mehr Wumms für Musik oder Filme will, kann einfach auf den entsprechenden Equalizer-Modus umschalten. Dann werden Mitten und Bässe ordentlich geboostet, allerdings auf Kosten der Höhen. Das Ergebnis: ein spaßiger, aber nicht besonders neutraler Klang, der vor allem bei Filmen und Singleplayer-Spielen Laune macht.

Cherry Xtrfy: H3 Wireless - Bild

Klar, es gibt Headsets, die noch besser klingen – zum Beispiel das Creative SXFI AIR Gamer, das im direkten Vergleich etwas räumlicher und detaillierter aufspielt, aber in den Höhen schnell unangenehm werden kann. Das H3 Wireless bleibt dagegen angenehm ausgewogen und liefert für den Preis eine mehr als solide Performance.

Mikrofonqualität: Hier ist noch Luft nach oben

Das Mikrofon ist abnehmbar und erinnert ebenfalls stark an das des H2 – leider mit ähnlichen Schwächen. Aufnahmen sind zwar mit 16 Bit und 48 kHz möglich, aber die Qualität und vor allem die maximale Lautstärke lassen zu wünschen übrig. Für den Voice-Chat reicht es, für Streaming oder Podcasts solltest du aber besser ein separates Mikrofon nutzen. Hier verschenkt Cherry XTRFY viel Potenzial.

YouTube Video

Praxistest: Alltagstauglich und vielseitig

Im Alltag macht das H3 Wireless eine gute Figur: Schnell verbunden, unkomplizierte Bedienung, starker Akku und ein angenehmer Sitz selbst bei längeren Sessions. Die Möglichkeit, zwischen Bluetooth und 2,4 GHz zu wechseln, macht das Headset extrem flexibel – egal ob am PC, an der Konsole oder unterwegs am Smartphone.

Einziger echter Kritikpunkt bleibt die fehlende App, mit der du das Soundprofil noch genauer anpassen könntest. Auch die grobe Lautstärkeregelung unter Windows nervt auf Dauer. Aber das sind Kleinigkeiten, die den insgesamt guten Eindruck nicht trüben.

Cherry Xtrfy: H3 Wireless - Bild
Cherry XTRFY H3 Wireless
Harmonisch 8
Verarbeitung 8.2
Design 7.9
Features 7.2
Komfort 8.9
Tonqualität 8.7
Mikrofonqualität 7
Preis/Leistung 8
Pro Hervorragende Akkulaufzeit von bis zu 100 Stunden Duale Konnektivität (2.4 GHz und Bluetooth 5.1) Sehr guter Tragekomfort auch bei langen Sessions Klarer, räumlicher Sound für kompetitive Spiele Flexibel einsetzbar an PC, Konsole und Mobilgeräten Gleichzeitiges Laden und Nutzen möglich Robuste Verarbeitung und schlichtes, unaufdringliches Design
Kontra Mikrofonqualität maximal Durchschnitt, zu leise für Streaming Keine eigene App für Feineinstellungen Mitten im Klangbild wirken flach und detailarm Lautstärkeregelung unter Windows zu grob Ohrpolster für große Ohren etwas eng und wenig dehnbar Keine Unterstützung für hochauflösende Audio-Codecs Bedienelemente wirken etwas billig und bieten wenig haptisches Feedback
Fazit
Cherry und XTRFY liefern mit dem H3 Wireless ein rundum gelungenes, kabelloses Gaming-Headset ab, das vor allem Shooter-Fans begeistern wird. Die Kombination aus extrem langer Akkulaufzeit, flexibler Konnektivität und überzeugendem Sound für kompetitives Gaming macht das Headset zu einem echten Tipp in dieser Preisklasse. Das schlichte, robuste Design und der hohe Tragekomfort sorgen dafür, dass du auch nach Stunden keine Kopfschmerzen bekommst – außer vielleicht vom Rage-Quit.

Natürlich gibt es auch Schwächen: Das Mikrofon ist nur Durchschnitt, die Mitten könnten detailreicher sein, und die Lautstärkeregelung unter Windows ist ein bisschen wie russisches Roulette. Auch die fehlende App zur Soundanpassung ist schade, aber kein Beinbruch.

Unterm Strich bekommst du mit dem Cherry XTRFY H3 Wireless ein Headset, das sich nicht hinter der Konkurrenz verstecken muss und für den aufgerufenen Preis sogar viele teurere Modelle alt aussehen lässt. Wenn du Wert auf lange Akkulaufzeit, guten Sound für Spiele und flexible Einsatzmöglichkeiten legst, solltest du das H3 Wireless definitiv auf deine Wunschliste setzen – und kannst dich auf viele entspannte Gaming-Stunden freuen!
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vonMaciej Ataman
Mein “HOBBY” hat mit dem Gameboy und Tetris begonnen und amüsiert mich immer noch bis in die Morgenstunden. Meine Lieblingsspiele sind Strategie/Renn –und Actionspiele. Man probiert jedoch alles aus was Spaß macht. AustriaGaming bietet mir die Möglichkeit mein Hobby mit anderen zu teilen und gemeinsam Spaß zu haben. P.S: “We see us on the Battlefield!”
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