Oldschool-Rollenspiele auf dem Mobiltelefon – das klingt nach einem Widerspruch in sich, nach abgespeckter Erfahrung, Mikrotransaktionen und künstlichen Einschränkungen. DROVA – Forsaken Kin interessiert sich für diese Erwartungshaltung herzlich wenig. Das düstere keltische Abenteuer von Just2D und Deck13 Spotlight betritt die mobile Bühne auf eine Art, die so manchen Skeptiker zum Umdenken bringen dürfte.
Kein Abstriche, keine Kompromisse
Was Deck13 Spotlight und Just2D hier ankündigen, ist bemerkenswert klar formuliert: DROVA – Forsaken Kin erscheint am 23. April vollständig für iOS und Android – ohne Mikrotransaktionen, ohne Lootboxen, ohne DLCs, ohne Inhalte, die nachträglich herausgeschnitten wurden, und ohne einen einzigen von Algorithmen generierten Fetzen Spielwelt. Wer 9,99 Euro bezahlt, erhält das gesamte Spiel. Wer sich zunächst nicht sicher ist, kann das Anfangsgebiet kostenlos erkunden – ein Versprechen, das in einer Branche, die gern das Gegenteil praktiziert, beinahe erfrischend altmodisch wirkt. Genau das ist es auch: altmodisch, im besten Sinne. Keine Questmarker, die einem die Hand halten. Stattdessen eine offene Welt, die auf Entdeckung wartet und dabei voraussetzt, dass man selbst denkt.
Eine Welt, der man nicht vertrauen sollte
Die Anderswelt, die die Druiden einst als gelobtes Land priesen, entpuppt sich als ein Ort, an dem Idealismus schnell den Tod bedeutet. DROVA – Forsaken Kin erzählt keine gemütliche Heldengeschichte, sondern eine Geschichte des Überlebens in einer Gesellschaft, in der jeder zuerst an sich selbst denkt. Spieler schließen sich einer von zwei Fraktionen an und navigieren durch ein Geflecht aus Misstrauen, Gewalt und moralischer Grauzone. Über 250 Charaktere bevölkern diese handgefertigte Pixelart-Welt, die mehr als 40 Stunden Spielinhalt bereithält – ergänzt durch ein vielschichtiges Kampfsystem mit unterschiedlichen Waffengattungen und Magie. Dass das alles ohne Abstriche auf einem Smartphone funktionieren soll, klingt gewagt – und genau das macht es so neugierigmachend.
Durchdachte Steuerung für kleine Bildschirme
Damit das komplexe Spielgefühl auch auf Touchscreens nicht verloren geht, haben die Entwickler eigens eine überarbeitete Steuerung für die mobile Fassung entwickelt. Sämtliche Schaltflächen und Menüs lassen sich nach eigenen Wünschen anordnen, ein Linkshändermodus ist ebenfalls vorhanden – ein Detailgrad, der zeigt, dass hier niemand einfach einen schnellen Hafen hingeklatscht hat. Wer lieber mit einem Gamepad spielt, wird ebenfalls bedient: DROVA – Forsaken Kin unterstützt auf Mobilgeräten vollständigen Controller-Einsatz. Auf PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X|S und Nintendo Switch ist das Spiel bereits erhältlich – der mobile Start am 23. April rundet die Verfügbarkeit nun konsequent ab.
