Es ist mal wieder so weit: Ein Spiel verschwindet still und leise aus den Regalen, bevor man überhaupt richtig Abschied nehmen kann. Lego 2K Drive, der knuffige Open-World-Kart-Racer aus dem Hause 2K, wird am 19. Mai 2026 von allen digitalen Stores genommen. Wer also noch nicht zugeschlagen hat, sollte sich ranhalten – denn nach Dienstag gibt es den brickigen Spaß nur noch auf dem Gebrauchtmarkt oder als physische Kopie. Die Multiplayer-Server folgen dann ziemlich genau ein Jahr später am 31. Mai 2027.
Warum verschwindet ein Spiel nach nur drei Jahren?
Die kurze Antwort: Lizenzen. Lego-Spiele haben ein Verfallsdatum, das hängt mit den komplexen Abkommen zwischen Spielepublishern und dem dänischen Baustein-Riesen zusammen. Sobald die Lizenz ausläuft, muss der Titel vom Markt – das haben wir schon bei diversen Lego-Titeln gesehen, von Lego Marvel Super Heroes 2 bis hin zu älteren Lego-Star-Wars-Ablegern. Publisher 2K hat keine näheren Gründe genannt, aber die ResetEra-Spürnasen haben die Delisting-Notiz auf der Steam-Seite entdeckt. Dort steht trocken: „Dieses Produkt wird ab dem 19.05.2026 nicht mehr zum Kauf verfügbar sein.“ Dazu der Hinweis, dass alle Multiplayer-Funktionen ab Mai 2027 Geschichte sind.
Entwickelt wurde das Ding von Visual Concepts, einem Studio, das sonst eher für die NBA 2K-Reihe bekannt ist. Der Ausflug ins Lego-Universum war für das Team also durchaus ein Tapetenwechsel. Das Spiel selbst ist eine Mischung aus klassischem Kart-Racing und einer offenen Welt, die an Forza Horizon erinnert – nur eben mit Klötzchen-Charme.
Was du jetzt noch wissen musst
Falls du also mit dem Gedanken spielst, dir Lego 2K Drive noch zuzulegen, hier die nackten Fakten:
- Letzter Kauftermin: 19. Mai 2026 (also morgen)
- Betroffen sind: Alle digitalen Stores auf PC (Steam), PlayStation, Xbox und Nintendo Switch
- Multiplayer-Death: 31. Mai 2027 – danach läuft nur noch der Einzelspieler
Das Besondere an Lego 2K Drive? Du baust dein Fahrzeug aus Lego-Steinen zusammen – jedes einzelne Teil lässt sich austauschen und anpassen. Ein Feature, das in der Form einzigartig ist und von der Presse durchaus gelobt wurde. Das Problem waren eher die Live-Service-Mechaniken, die sich wie ein Gängelband durchs Spiel zogen. Der Kollege Ed Thorn von Rock Paper Shotgun brachte es auf den Punkt: „Die Rennen sind klasse, aber die Battle Pässe und die knausrige Währung trüben das Gesamtbild.“
Trotz aller Kritik: Der Open-World-Ansatz, die charmante Grafik und der Koop-Modus machen durchaus Laune. Wer also ein Faible für Lego und Rennspiele hat, sollte die Gelegenheit nutzen – danach wird digital Vollbremsung angesagt.