Es war nur eine Frage der Zeit. Nachdem Moss und Moss: Book II die VR-Welt im Sturm erobert hatten, holt Polyarc Games die kleine Heldin Quill nun endlich auf den Bildschirm der Massen. Mit Moss: The Forgotten Relic erscheint diesen Sommer eine liebevoll zusammengefügte Neuauflage der beiden Abenteuer für PS5, Xbox Series X/S, Nintendo Switch und PC – inklusive einer Portierung für die brandneue Switch 2. Was wie eine simple Zusammenfassung klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als vollwertige Neuinterpretation mit verbesserten Zwischensequenzen, überarbeiteter Spielwelt und einer Fülle an Geheimnissen, die auch Veteranen der VR-Fassung überraschen dürften.
Eine Maus, eine Reise, ein Vermächtnis: Was The Forgotten Relic anders macht
Polyarc Games hat sich seit der Gründung 2015 einen Namen für hochwertige, erzählerisch dichte VR-Spiele gemacht. Der erste Moss-Titel gewann 2018 mehrere Preise für seine innovative Mischung aus Third-Person-Plattformer und VR-Immersion – die Möglichkeit, als unsichtbarer Begleiter direkt mit Quill zu interagieren, war damals einzigartig. The Forgotten Relic erzählt nun die gesamte Geschichte der beiden Vorgänger in einem einzigen, nahtlosen Durchlauf. Die Prämisse bleibt zauberhaft: Die mutige Maus Quill erforscht eine verfallende Burg, in der eine längst vergessene Zivilisation langsam aber sicher von der Natur zurückerobert wird – begleitet von Rätseln, versteckten Pfaden und einer Bedrohung, die in den Schatten lauert.
Das Besondere: Quill kommuniziert ausschließlich in Gebärdensprache mit dir, dem Spieler. Diese erzählerische Entscheidung verleiht der Bindung zwischen Heldin und Spieler eine seltene emotionale Tiefe – und bleibt auch im Non-VR-Modus vollständig erhalten. Die handgefertigte Welt wurde für den neuen Release durch verbesserte Cutscenes und eine noch dichtere Atmosphäre aufgewertet. Wer gerne vom Hauptpfad abweicht, wird mit jeder Menge Überlieferungen, versteckten Arealen und Geheimnissen belohnt.
Von der VR-Brille auf den Flachbildschirm: Ein schwieriger Spagat?
Die Übersetzung eines VR-Titels auf klassische Bildschirme ist kein Selbstläufer. Spiele, die für die Head-Mounted-Display-Perspektive designed wurden, verlieren oft ihren Kern, wenn das Rundum-Erlebnis wegfällt. Polyarc verspricht jedoch, dass The Forgotten Relic kein simpler Port ist, sondern bietet eine grundlegende Überarbeitung der Steuerung und Kameraperspektive. Die Rätsel, die ursprünglich auf das Greifen mit den VR-Controllern ausgelegt waren, wurden für Gamepad und Tastatur neu konzipiert. Die erste Reaktion der Presse auf den Ankündigungs-Trailer ist vielversprechend – die charmante Ästhetik und die liebevoll animierte Mauswelt scheinen auch ohne VR-Brille zu funktionieren. Mehr Details zur Spielwelt und den technischen Hintergründen gibt es auf der offiziellen Polyarc-Webseite.
Ein Sommer voller Maus-Magie
Moss: The Forgotten Relic erscheint im Sommer 2026 für PC, Nintendo Switch, Switch 2, PS5 und Xbox Series X/S. Genauere Termine stehen noch aus, aber die Vorfreude der Fangemeinde ist bereits jetzt spürbar. Der Titel ist die perfekte Gelegenheit für alle, die Quills Abenteuer bisher verpasst haben, weil ihnen eine VR-Brille fehlte. Und auch VR-Veteranen bekommen mit den verbesserten Sequenzen und der gebündelten Erzählung einen triftigen Grund, noch einmal in die zauberhafte Welt von Moss einzutauchen – diesmal ohne Kabel, ohne Brille, aber mit genauso viel Herz.
