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Nichts ist für die Ewigkeit: Ubisoft-CEO kontert die „Stop Killing Games“-Bewegung mit eiskalter Logik

Ubisoft-CEO Yves Guillemot verteidigt die Abschaltung von Live-Service-Spielen mit der Begründung, „nichts sei ewig“, während die von seiner Firma ausgelöste „Stop Killing Games“-Bewegung mit über einer Million Unterschriften vor der Europäischen Kommission für eine gesetzliche Pflicht zur Erhaltung von Spielen kämpft.

Maciej Ataman
von Maciej Ataman
21.07.25
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Lesezeit: 3 Min.
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Es ist eine Bewegung, die aus der Asche eines einzigen Spiels geboren wurde und nun droht, ein Inferno für die gesamte Branche zu entfachen. Die „Stop Killing Games“-Initiative, ins Leben gerufen vom Content Creator Ross Scott nach der umstrittenen Abschaltung von The Crew durch Ubisoft, hat sich von einem Nischenprotest zu einer ernstzunehmenden politischen Kraft entwickelt. Mit Unterstützung aus dem EU-Parlament und über 1,35 Millionen Unterschriften im Rücken klopft sie an die Türen der Europäischen Kommission. Nun hat sich Yves Guillemot, der CEO jenes Unternehmens, das den Stein erst ins Rollen brachte, zu Wort gemeldet – und seine Worte sind eine kalte Dusche für alle, die auf ein Umdenken der Publisher gehofft hatten.

Das steckt im Artikel
  • Die Philosophie der Vergänglichkeit
  • Vom Gamer-Protest zur EU-Initiative
  • Es geht nicht um Ewigkeit, sondern um Erbe
  • Ein Hoffnungsschimmer namens The Crew 2?

Die Philosophie der Vergänglichkeit

Auf einer Aktionärsversammlung direkt auf die Kampagne angesprochen, lieferte Guillemot eine Antwort, die von brutalem Pragmatismus geprägt ist. Publisher, so der Ubisoft-Chef, seien sich der Herausforderung bewusst, die das Ende eines Live-Services mit sich bringt. Doch dann folgte der entscheidende Satz, der die Haltung der Industrie auf den Punkt bringt: „Man bietet einen Service an, aber nichts ist in Stein gemeißelt, und irgendwann kann der Service eingestellt werden. Nichts ist ewig.“ Als schwachen Trost führte er an, man habe vor der Abschaltung von The Crew den Nachfolger zeitweise für einen Dollar angeboten, damit Fans der Serie treu bleiben konnten – ein Argument, das die Kernproblematik des digitalen Eigentums kaum berührt.

Vom Gamer-Protest zur EU-Initiative

Guillemots abgeklärte Haltung steht im scharfen Kontrast zur emotionalen Wucht, die „Stop Killing Games“ entfaltet hat. Die Bewegung hat nicht nur Unterstützer, sondern auch mächtige Kritiker wie EA auf den Plan gerufen, die auf Machbarkeitsprobleme und Sicherheitsrisiken verweisen. Doch der entscheidende Sieg war die Unterstützung durch Nicolae Stefanuta, den Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments. Durch das Erreichen der notwendigen Unterschriftenzahl für eine EU-Bürgerinitiative ist das Thema nun offiziell auf dem politischen Parkett angekommen. Es geht nicht mehr nur um verärgerte Spieler, sondern um die fundamentale Frage nach Verbraucherrechten im digitalen Zeitalter.

Es geht nicht um Ewigkeit, sondern um Erbe

Die Kritiker der Bewegung, darunter Lobbygruppen wie Video Games Europe, argumentieren oft, eine Pflicht zur Erhaltung von Spielen würde die kreative Freiheit der Entwickler beschneiden. Doch sie übersehen dabei den wahren Kern der Forderung. Wie die Initiative in ihrem FAQ-Bereich klarstellt, geht es nicht darum, Publisher zu ewigem Support zu zwingen. Die Forderung ist weitaus pragmatischer: „Wir bitten darum, dass sie einen End-of-Life-Plan implementieren, um das Spiel so zu modifizieren oder zu patchen, dass es auf den Systemen der Kunden ohne weitere Unterstützung durch das Unternehmen lauffähig ist.“ Es geht um die Bewahrung des digitalen Erbes, nicht um unendliche Wartungsarbeiten.

Ein Hoffnungsschimmer namens The Crew 2?

Inmitten dieser Debatte machte Guillemot immerhin ein konkretes Zugeständnis: Ubisoft arbeitet daran, bis Ende 2025 einen Offline-Modus für The Crew 2 zu veröffentlichen. Ein klares Datum nannte er nicht, doch es ist ein Zeichen, dass der Druck der Community Früchte trägt. Ob diese reaktive Maßnahme ausreicht, um die Wellen zu glätten, die die Abschaltung des ersten Teils geschlagen hat, wird die Zeit zeigen. Der Kampf um die Zukunft unseres digitalen Eigentums hat gerade erst begonnen.

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vonMaciej Ataman
Mein “HOBBY” hat mit dem Gameboy und Tetris begonnen und amüsiert mich immer noch bis in die Morgenstunden. Meine Lieblingsspiele sind Strategie/Renn –und Actionspiele. Man probiert jedoch alles aus was Spaß macht. AustriaGaming bietet mir die Möglichkeit mein Hobby mit anderen zu teilen und gemeinsam Spaß zu haben. P.S: “We see us on the Battlefield!”
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