Nachdem Obsidian Entertainment uns bereits mit dem ironischen „Big Sequel Energy“-Trailer den Mund wässrig gemacht hat, legen die Meister des Rollenspiel-Humors nun nach und zünden die nächste Stufe des galaktischen Irrsinns. Ein brandneuer Trailer zu The Outer Worlds 2 ist gelandet, und er konzentriert sich voll und ganz auf das Herzstück jeder guten Weltraumoper: absurd-geniale Waffen, die die Grenzen der Physik und des guten Geschmacks sprengen. Vergiss schnöde Laserpistolen – mach dich bereit für ein Arsenal, das deine Feinde schrumpfen, tanzen oder von Werbeanzeigen ablenken lässt, wenn das Spiel am 29. Oktober für PC, PS5 und Xbox Series X/S erscheint.
Die absurde Kunst der Kriegsführung
Der neue Trailer, der im gleichen, herrlich selbstironischen Stil eines fiktiven Marktforschungs-Panels mit den Schauspielern Ben Schwartz und Marc Evan Jackson gehalten ist, enthüllt vier der bizarrsten Vernichtungswerkzeuge, die das Halcyon-System je gesehen hat. Da wäre zum einen die „Pop-Up Gun“, eine Waffe, die deine Gegner nicht mit Projektilen, sondern mit aufdringlichen Werbebannern bombardiert, um sie effektiv abzulenken. Noch verstörender ist „Armageddon“, ein Apparat, der die Arme von Kreaturen auf deine Widersacher feuert, wo sie sich festkrallen und kontinuierlich Schaden verursachen. Für musikalisch begabte Söldner gibt es das „Dance Saber“, ein rhythmusbasiertes Lichtschwert, das nur dann seine volle Wirkung entfaltet, wenn es im Takt der Musik geschwungen wird. Und als Krönung des Wahnsinns: die „Shrink Gun“, die exakt das tut, was ihr Name verspricht – sie miniaturisiert deine Feinde auf eine handliche, weniger bedrohliche Größe.
Ein frischer Start in einem neuen System
Während das Waffenarsenal vor Kreativität nur so strotzt, wird die Handlung einen überraschend sauberen Schnitt machen. Creative Director Leonard Boyarsky bestätigte in einem Interview, dass The Outer Worlds 2 nicht direkt an eines der spezifischen Enden des Vorgängers anknüpfen wird. Der Grund ist simpel: Das Abenteuer findet in Arcadia statt, einem völlig neuen, von den bekannten Systemen praktisch abgeschnittenen Sternensystem. Das bedeutet, du musst dich nicht fragen, ob deine Entscheidungen aus dem ersten Teil kanonisch sind. Stattdessen wird die übergreifende Geschichte des Universums weitererzählt. Spieler des Originals werden subtile Referenzen und Anspielungen auf vergangene Ereignisse entdecken können, die Neulingen verborgen bleiben, aber für das Verständnis der neuen Handlung nicht zwingend erforderlich sind.
Mehr als nur Ballern: Haustiere und neue Perspektiven
Die Flut an neuen Informationen in dieser Woche hört hier jedoch nicht auf. Director Brandon Adler enthüllte weitere faszinierende Details, die das Spielerlebnis bereichern werden. So wird es im kommenden Rollenspiel möglich sein, bestimmte Kreaturen zu zähmen und als Haustiere mit auf deine Reisen zu nehmen. Eine weitere, fast schon schockierende Enthüllung ist, dass das Spiel ursprünglich keine Third-Person-Kameraperspektive haben sollte. Nach reiflicher Überlegung hat sich das Team glücklicherweise umentschieden und gibt dir nun die Wahl, ob du das absurde Geschehen lieber aus der Ego-Ansicht oder über die Schulter deines Charakters erleben möchtest. Der galaktische Wahnsinn kann also aus jedem gewünschten Blickwinkel genossen werden.
