Kurz vor dem Launch legt IO Interactive nochmal nach: In einem frischen Gameplay-Clip zeigt das dänische Studio, wie sich 007 First Light auf der PS5 Pro bei flüssigen 60 Bildern pro Sekunde spielt – und kontert damit die hartnäckigen „007 FPS“-Vorwürfe aus der Community. Der Release steht kurz bevor: Am 27. Mai 2026 erscheint das Action-Adventure für PS5, Xbox Series X/S und PC. Eine Version für die Nintendo Switch 2 folgt im Sommer, Details zu deren Performance ließ IO aber noch offen.
Kein Ego-Shooter: Was die Community falsch verstanden hat
Als 007 First Light im vergangenen Jahr erstmals gezeigt wurde, hallte es durch die Kommentarspalten: „Sieht aus wie ein 007 FPS“ – ein durchaus amüsanter Seitenhieb auf Rares legendäres GoldenEye 007 (1997) und den eher durchwachsenen 007 Legends (2012). Doch IO Interactive, die Hitman-Schmiede, stellt klar: 007 First Light ist ein Third-Person-Action-Adventure mit der unverkennbaren Stealth-DNA der dänischen Entwickler.
Das neue Gameplay-Video zeigt eine bereits bekannte Mission – Bonds Undercover-Einsatz auf einem Flughafen, der in einer spektakulären Verfolgung von 009 mündet. Der Clip dient aber vor allem als Technik-Demo für die PS5 Pro: Neben der hohen Framerate fällt auf, dass IO Interactive das Motion Blur im Vergleich zu früheren Builds deutlich zurückgeschraubt hat..
Framerate-Fakten: Performance- vs. Quality-Mode auf den Konsolen
Nicht nur Pro-Besitzer kommen auf ihre Kosten. IO Interactive hat nun offiziell die konkreten Grafik-Modis für die Basis-Konsolen bestätigt:
- Performance-Mode: 60 FPS auf Basis-PS5 und Xbox Series X
- Quality-Mode: 30 FPS mit höherer Auflösung auf Basis-PS5 und Xbox Series X
Damit dürften die meisten Spieler zur flüssigen 60-FPS-Variante greifen – besonders wenn das Spiel ähnlich cineastisch-inszenierte Action-Setpieces bietet, wie es die bisherigen Trailer vermuten lassen. Konkrete Auflösungszahlen der Modis nannte IO allerdings noch nicht.
Wie sich das Ganze auf der Xbox Series S schlägt, bleibt ebenfalls abzuwarten – hier rechnen viele mit einem Ziel von 1440p bei 60 fps im Performance-Mode.
Einordnung: IO Interactives große Bond-Wette
Für IO Interactive ist 007 First Light eine Herzensangelegenheit und gleichzeitig ein riskanter Balanceakt. Das Studio hat mit der Hitman: World of Assassination-Trilogie bewiesen, dass es Stealth-Gameplay auf Weltklasse-Niveau beherrscht. Die entscheidende Frage war immer: Lässt sich diese Formel auf einen James-Bond-Titel übertragen, der mehr lineare Action und erzählerische Dichte verlangt?
Unsere bisherigen Eindrücke deuten auf einen gelungenen Spagat hin: Taschendiebstähle, Umgebungsscans und lautlose Eliminierungen treffen auf brachiale Schusswechsel und Nahkämpfe. Laut den Entwicklern soll die Kampagne rund 20 Stunden umfassen, plus einen Tac Sim-Modus mit optionalen Missionen – mehr dazu in unserem ausführlichen Artikel zur Kampagnenlänge von 007 First Light.
Wer noch tiefer in die Spielmechaniken eintauchen will, sollte sich unbedingt das Interview ansehen, das zeigt, wie IO Interactive James Bond in ständiger Bewegung hält.
Weitere Infos zu den Vorbesteller-Boni gibt’s direkt auf der offiziellen Webseite von IO Interactive.
Geschüttelt, nicht gerührt – und vor allem: flüssig
Was bleibt nach diesem letzten Gameplay-Highlight vor dem Launch? Ein verdammt guter Eindruck. IO Interactive hat die Kritik verstanden und liefert mit der 60-FPS-Bestätigung genau das, was die Spieler hören wollten. Die PS5 Pro-Demo sieht knackig aus, die Animationen wirken ausgereift und das HUD-Design wurde clever angepasst. Das hier wird kein GoldenEye-Klon und will es auch gar nicht sein – 007 First Light will die Hitman-Formel mit Bond-Flair verbinden.
