Mario Kart World bekommt über ein Jahr nach Release zwei neue Routen für die Knockout Tour spendiert. Update 1.7.0 bringt die Drill-Rally von Warios Werft bis zu Bowsers Festung und die Bumerang-Rally vom Salty Salty Speedway zum Whistlestop-Gipfel – natürlich kostenlos. Und Nintendo stellt direkt klar: Weitere Routen sind bereits in Arbeit. Seit dem Launch im Juni 2025 hat sich das Spiel 14,03 Millionen Mal verkauft und dominiert die Switch 2 wie kein zweiter Titel. Wer dachte, Nintendo würde nach einem Jahr den Support-Hahn zudrehen, wird seit dreizehn Monaten eines Besseren belehrt.
Zehn Routen statt acht – und Nintendo sagt: Da kommt noch mehr
Die Knockout Tour war schon zum Launch das Herzstück von Mario Kart World. 24 Fahrer, fünf Checkpoints, wer zu langsam ist, fliegt raus – ein Modus, der aus jedem entspannten Sonntagsrennen einen Nervenkitzel macht. Mit Update 1.7.0 wächst das Routen-Angebot von acht auf zehn Strecken.
Die Drill-Rally führt euch vom östlichen Rand der Karte bei Warios Werft einmal quer durch die Spielwelt. Schnee, Wüste, Wald – und zum Finale zwei Abschnitte in der Vulkanregion, bevor es vor Bowsers Festung endet. Die Bumerang-Rally dagegen startet im Südosten am Salty Salty Speedway, zieht nach Norden und schwenkt dann in die Wüstenregion, um am Whistlestop-Gipfel abzuschließen.
Beide Routen schaltet ihr frei, sobald ihr mindestens eine Rally der Knockout Tour absolviert habt. Wie Nintendo offiziell ankündigt, sind zusätzliche Routen bereits für kommende Updates vorgesehen. Das passt ins Bild: Schon Update 1.4.0 hatte mit anpassbaren Items und Streckenanpassungen gezeigt, dass Nintendo das Spiel nicht nur pflegt, sondern ausbaut.
14 Millionen Käufer, null Mikrotransaktionen – der hohe Preis war nie das Problem
Als Nintendo zum Launch der Switch 2 90 Euro für Mario Kart World aufrief, flogen die Kommentarspalten in Flammen auf. Ein Mario Kart für den Preis von zwei Indie-Spielen? Der Aufschrei war laut, die Skepsis groß. Der ehemalige PlayStation-Chef Shuhei Yoshida konterte damals trocken: „Manche Leute sehen den Mehrwert und geben die 100 Dollar aus – es liegt an euch, ob ihr den Gegenwert erkennt oder nicht.“
Dreizehn Monate und 14,03 Millionen verkaufte Exemplare später wirkt die Aufregung von damals fast naiv. Der Erfolg war allerdings von Tag eins an absehbar – schon zum Launch hatten wir über die Rekordverkäufe in Japan berichtet. Laut Nintendos aktuellen Geschäftszahlen liegt die Attach-Rate bei über 80 Prozent, mehr als drei von vier Besitzern der Switch 2 haben das Spiel gekauft.
Und während andere Publisher für 70 oder 80 Euro ein Basisspiel hinstellen und dann Season Pass, Battle Pass und Kosmetikartikel im Shop draufpacken, liefert Nintendo seit über einem Jahr kostenlose Updates. Neue Modi, angepasste Streckenlayouts, Balance-Änderungen und jetzt frische Routen für die Knockout Tour. Kein Shop für Mikrotransaktionen, kein Premium-Pass.
Der 90 Euro Preis war nie das Problem – es war die Frage, ob Nintendo ihn mit Inhalten rechtfertigt. Die Antwort steht bei 14,03 Millionen.
Sticker, Bugfixes und was sonst noch im Update steckt
Neben den beiden neuen Rallys spendiert Update 1.7.0 dem Fotomodus endlich das Feature, auf das die kreative Community gewartet hat: Sticker. Wer die Herausforderungen im Spiel meistert, sammelt nach und nach eine Kollektion an Aufklebern, die sich frei auf den eigenen Screenshots platzieren lassen – kombinierbar mit Rahmen, per Touch oder mit der Maussteuerung der Joy-Con.
Der Rest des Patches ist klassische Fehlerbehebung: Die Zeitmessung im Zeitfahren wurde korrigiert, ein Bug mit Bob-Ombs auf bestimmten Motorrädern gehört der Vergangenheit an. Kein spektakulärer Headliner, aber die Sorgfalt macht den Unterschied zu Entwicklern, die ihr Spiel nach dem Launch fallen lassen.