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Games

Living Darkness und Celtic-Horror: Brightfall enthüllt seine Überlebensmechaniken im neuen Trailer

Dark Point Games hat den ersten Gameplay-Trailer zu Brightfall veröffentlicht, einem Koop-Survival-Crafter auf einer verfluchten keltischen Insel. Das Living Darkness System macht Licht zur zentralen Ressource und Waffe – Madness-Mechaniken und eine offene Welt mit Bossen heben das Konzept von der Genre-Konkurrenz ab.

Michael Stadlbauer
von Michael Stadlbauer
09.07.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Brightfall zeigt im ersten Gameplay-Trailer, wie Dark Point Games die Dunkelheit zur aktiven Bedrohung macht. Was nach der Enthüllung Ende 2025 noch vage blieb, ist jetzt konkret: Brightfall ist kein gewöhnlicher Survival-Crafter. Das Licht ist hier nicht Tageszeit oder Atmosphäre, sondern die einzige Waffe gegen eine lebendige Finsternis. Der neue Trailer zeigt zum ersten Mal, wie sich das anfühlt – Bäume verbiegen sich, Tiere mutieren, das Gelände wehrt sich. Und dann ist da noch der Brightheart-Kristall, der eure letzte Zuflucht vor dem Wahnsinn darstellt.

Das steckt im Artikel
  • Licht als Waffe – nicht nur Metapher
  • Wenn Freunde zu Feinden werden
  • Zwischen Pest und keltischem Horror
  • Vom Action-RPG zur offenen Welt

Licht als Waffe – nicht nur Metapher

Die Kernmechanik von Brightfall ist so simpel wie ungewohnt: Licht ist eure einzige Verteidigung. Kein Schwert, keine Rüstung, kein Zauber – zumindest nicht ohne eine brennende Quelle. Das sogenannte Living Darkness System macht die Dunkelheit zum aktiven Gegner, der die Umgebung verbiegt und Feinde spawnen lässt. Wer sich zu weit vom Brightheart-Kristall entfernt, verliert nicht nur Orientierung, sondern büßt konkret Lebensraum ein.

Der Trailer zeigt, wie Spieler mit Lichtquellen Korridore der Sicherheit schaffen, die sich langsam in die Dunkelheit fressen. Das erinnert mechanisch an unseren Test zu Enshrouded, wo der titelgebende Nebel ähnliche Grenzen setzte. Nur dass Brightfall das Prinzip konsequenter zu Ende denkt: Wer die Dunkelheit zurückdrängen will, muss alte keltische Steinkreise aktivieren, die das Licht weiter in die Welt tragen. Das schafft einen klaren Fortschrittspfad in einer offenen Welt.

Wenn Freunde zu Feinden werden

Was Brightfall von anderen Koop-Survival-Spielen unterscheidet, ist die Madness-Mechanik. Verbringt ein Spieler zu lange ohne Licht, setzt der Wahnsinn ein. Irgendwann ist der Charakter nicht mehr zu retten – er wird zum Shyde, einer jagenden Kreatur gegen das eigene Team.

Das Besondere: Ihr könnt verfallene Verbündete zurückholen. Aber jeder Rettungsversuch kostet wertvolle Energie, die auch für den Betrieb eurer Basis benötigt wird. Das ist kein einfacher Heal-Zauber, sondern eine echte Ressourcen-Entscheidung. Wie viel gebt ihr für einen Kumpel aus, der zu tief ins Dunkel gelaufen ist oder von der Madness erwischt wurde?

Zwischen Pest und keltischem Horror

Brightfall spielt im Jahr 1666, direkt nach der Großen Pest von London. Die Insel, auf der ihr strandet, dient der Krone als Gefängniskolonie. Der keltische Horror-Mix ist eine willkommene Abwechslung zum üblichen Mittelalter-Fantasy-Setting, das das Genre dominiert. Die Entwickler lassen sich von irischer und britischer Mythologie inspirieren, kombiniert mit düsterer 17. Jahrhundert Ästhetik.

Der erste Gameplay-Trailer zeigt mehrere dieser Biome: verbrannte Wüsten, vereiste Klippen und das Heart of Darkness am Ende der Insel. Jeder Bereich wird von einem Boss bewacht, der erst einmal bezwungen werden will. Die optische Richtung erinnert an die dichte Atmosphäre, die wir aus Achilles: Legends Untold kennen – nur in einer offeneren, dynamischeren Welt.

Vom Action-RPG zur offenen Welt

Das Studio aus Toruń, Polen, ist kein Neuling. Mit Achilles: Legends Untold hat Dark Point Games bewiesen, dass es anspruchsvolle Action-RPGs umsetzen kann. Unser Achilles-Artikel zeigt, wie sich das Studio vom kleinen Indie-Entwickler zum ernsthaften Publisher-Partner entwickelt hat. Brightfall ist der nächste Schritt – vom linearen Soulslike zur offenen Survival-Welt.

Ob das gelingt, wird der Koop-Alltag zeigen. Der Trailer macht einen soliden Eindruck und die Mechaniken klingen durchdacht. Aber die Bewährungsprobe kommt im chaotischen Vier-Spieler-Betrieb: Was nützt ein schönes Living Darkness System, wenn die Madness-Mechanik im Ping-Gewitter untergeht? Der Release ist für 2026 auf Steam geplant, später folgen PS5, Xbox Series X|S und Switch 2.

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vonMichael Stadlbauer
Gaming befindet sich in einem ständigen Wandel, und ich bin hier, um ihn einzuordnen. Bei pixelcritics.com hinterfrage ich Trends, analysiere Design-Entscheidungen und suche das Besondere in der Flut an Neuerscheinungen. Meine Vorliebe gilt dabei oft dem Unkonventionellen: Wenn ein Spiel abseits ausgetretener Pfade neue narrative oder spielerische Wege geht, hat es meine volle Aufmerksamkeit.
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