Borderlands 4 bekommt am 25. Juni auf PS5, Xbox Series X|S und PC das nächste große Update. Version 1.8 bringt einen kostenlosen Endgame Raid, den bezahlten Bounty Pack 3 und plattformübergreifende Speicherstände. Gearbox liefert weiter Content für den Looter Shooter, der seit September 2025 läuft. Der Raid ist für alle kostenlos, der DLC nur für Besitzer der Deluxe oder Super Deluxe Edition. Wer die Standard Edition hat, muss zahlen. Die neue Kammer Jägerin Loveless the Hacker folgt dann im September.
Bounty Pack 3 und der erste kostenlose Endgame Raid
Bezahlter Hauptinhalt von Update 1.8 ist Bounty Pack 3: A Zane to Kill For. Eine Story Erweiterung in einer Neon Noir Arcade Welt. Dort müssen die Kammer Jäger herausfinden, wer Zanes Digi Klon ermordet hat. Wiederholbar, mit einem Boss und zwei Minibossen. Dazu kommt Vault Card 3 mit 24 kosmetischen Items und vier neu auswürfelbaren Ausrüstungsteilen – bekannt aus Bounty Pack 1.
Parallel erscheint Takedown at Hadron Abyss – kostenlos für alle. Der Raid führt in eine versunkene Unterwasser Forschungsstation. Finaler Boss: Child of Terramorphous, eine direkte Hommage an Borderlands 2. Die Gegner skalieren dynamisch mit der Gruppengröße. Wer es härter will, aktiviert Mayhem Level oder den Hardcore Modus mit nur einem Leben. Die Beute liest sich gut: eine neue Pearlescent Waffe, neun legendäre Items und fünf neue Klassenmods. Die offizielle Roadmap bestätigt die Details.
Call of Duty und Destiny liefern regelmäßig kostenlose Endgame Updates, aber selten mit diesem Umfang. Gearbox geht den klassischen Weg: kostenpflichtige Story Paks plus kostenlose Raids. Das Modell hat sich bei Borderlands 3 bewährt – solange die Qualität stimmt. Für Borderlands 4 ist der Takedown der erste echte Endgame Raid, der nicht nur ein einzelner Boss ist, sondern eine komplette Zone mit Gegnerwellen und Midboss. Wer den Vorgänger gespielt hat, weiß: Takedowns waren in Borderlands 3 die Highlights des Endgames, besonders der Maliwan Takedown. Fraglich bleibt: Reicht ein Raid alle drei Monate, um die Community bei Laune zu halten?
Cross Save: Endlich da, aber spät dran
Das vielleicht wichtigste Feature neben dem Raid: plattformübergreifende Speicherstände. Ab Version 1.8 können Spieler ihren Kammer Jäger auf jede Plattform mitnehmen. Wer auf PC zockt und auf der PS5 weitermachen will, kann das dann ohne Neuansetzen.
Wie play-experience berichtet, war Cross Save schon langer gewünscht. Die 2K Roadmap hatte es ohne festen Termin gelistet. Dass es jetzt mit 1.8 kommt, ist positiv. Aber neun Monate nach Launch ist kein Grund zum Jubeln. Gearbox liefert hier nach, was bei Spielen wie Diablo 4 Standard war. Immerhin besser als gar nicht.
Gearbox Track Record: Bisher solide, aber nicht fehlerfrei
Gearbox hat mit Borderlands 3 gezeigt, dass sie DLC Roadmaps durchziehen: vier Kampagnen Packs, mehrere Raids, regelmäßige Updates. Borderlands 4 folgt diesem Muster. Story Pack 1 mit C4SH kam im März, Bounty Pack 2 davor, Update 1.7 brachte im Mai Doppel Raid Bosse. Der Content Nachschub ist solide. Aber: Unser Test hat technische Probleme zum Launch thematisiert – Ruckler, UI Bugs, Abstürze. Gearbox hat nachgebessert. Der Cross Save kam später als erwartet. Und die Qualität der DLCs schwankte: Bounty Pack 1 war kurzweilig, aber kein Highlight. Story Pack 1 mit C4SH war stärker. Entscheidend wird jetzt: Hält Bounty Pack 3 das Niveau oder ist es Füllmaterial?
Was Update 1.8 für Borderlands 4 Spieler bedeutet
Borderlands lebt von seinem Content Zyklus. Anders als Live Service Titel wie Destiny oder The Division setzt Gearbox auf klassische DLC Modelle: kostenpflichtige Story Packs plus kostenlose Endgame Updates. Das funktioniert, solange die Raids herausfordernd genug sind. Takedown at Hadron Abyss klingt vielversprechend: eine komplett neue Zone, dynamische Skalierung, Mayhem Level, Hardcore Modus. Child of Terramorphous ist ein nostalgischer Punch für Veteranen. Und die neuen Pearlescent Waffen geben Build Spielern ein klares Ziel zum Farmen. Loveless the Hacker als sechste spielbare Klasse im September ist der nächste Meilenstein – eine ehemalige Anshin Hackerin, die ihren Geist mit einem digitalen Virus teilt. Der Virus kann physische Form annehmen. Klingt nach typischem Borderlands Wahnsinn und einem der kreativsten Charaktere seit langem.
Die Frage ist nicht, ob Gearbox Content liefert. Die Roadmap bis September steht, und sie ist umfangreich. Bounty Pack 4 kommt am 30. Juli mit Version 1.9. Anfang September folgen Bounty Pack 5 und Story Pack 2 mit Loveless. Wer die Super Deluxe Edition besitzt, bekommt alles automatisch. Alle anderen zahlen pro Paket. Der Preis bleibt offen – Bounty Packs 1 und 2 lagen zwischen 10 und 15 Euro. Wer Borderlands 4 pausiert hat: mit Cross Save und einem kostenlosen Endgame Raid ist jetzt ein guter Zeitpunkt für die Rückkehr.
Borderlands 4