Auf der jüngsten State of Play ließ Pearl Abyss die Katze aus dem Sack und spendiert seinem gigantischen Action-Epos „Crimson Desert“ den ersten großen Inhaltsschub. Mit Charting the Unknown sprengt das südkoreanische Studio die bisherigen Grenzen des Festlands und verlagert das Geschehen auf unberechenbare Gewässer. Wer dachte, nach der gigantischen Hauptwelt sei erst einmal Durchatmen angesagt, darf das Schwert direkt gegen das Steuerrad eintauschen.
Zu Wasser und unter den Wellen brennt die Hütte
Das südkoreanische Studio reißt die bisherigen Landesgrenzen ein und setzt voll auf Seefahrt. Spieler kapern oder zimmern sich ihr eigenes Schiff, verlassen die bekannten Ufer von Pywel und segeln geradewegs in dichten Nebel. Auf hoher See geht es keineswegs beschaulich zu: Wellengang, unberechenbares Wetter und feindliche Verbände fordern die volle Aufmerksamkeit am Ruder. Wer den Horizont absucht, stößt auf unentdeckte Inselketten, die abseits der Zivilisation eigene Gefahren bergen.
Unter der Wasseroberfläche wartet der eigentliche Paukenschlag. Statt Wasser nur als Kulisse oder Ausdauergrenze zu missbrauchen, öffnet Pearl Abyss den Meeresboden für echte Tauchgänge. Versunkene Tempelanlagen, uralte Trümmerfelder und vergrabene Schatzkammern fordern Erkundungsdrang heraus.
Dort unten bleibt ihr allerdings nicht ungestört. Gewaltige Meeresungeheuer und monströse Bosse zwingen dazu, Kampfstile und Ausrüstung blitzschnell umzubauen. Pearl Abyss löst damit das Versprechen für den bereits angedeuteten maritimen Ausflug ein und knüpft das Kampfsystem nahtlos an die Seefahrt an. Doch wer tagelang gegen Brecher und Meereskreaturen kämpft, braucht irgendwann festen Boden unter den Stiefeln.
Mehr als nur Seemannsgarn zwischen Eigenheim und Intrigen
Genau hier greift das zweite Standbein der Erweiterung, denn Pearl Abyss spendiert dem Ausbau der eigenen vier Wände eine Generalüberholung. Der verbesserte Wohnmodus erlaubt es, Unterkünfte bis ins kleinste Detail frei einzurichten und an den eigenen Geschmack anzupassen. Das System bleibt jedoch keine reine Deko-Spielerei für virtuelle Innenarchitekten.
Spieler können nun Produktionsstätten und Werkstätten pachten, Handel betreiben und sich ein handfestes Wirtschaftsimperium aufbauen. Die Interaktion mit den Dorfbewohnern gewinnt spürbar an Bedeutung, was dem Alltag in den Städten deutlich mehr Leben einhaucht. Pearl Abyss treibt damit den kontinuierlichen Ausbau des eigenen Heims konsequent voran und verwebt das Bausystem direkt mit dem Geldbeutel der Söldner.
Auch bei der Story legt das Team nach, um die Kritik am oft zersplitterten Hauptspiel endgültig abzuräumen. Kliff zieht diesmal nicht isoliert durch die Gegend, sondern teilt sich das Rampenlicht intensiv mit Oongka und Damiane. Die neuen Aufträge spannen einen Bogen von einer unheilvollen Bedrohung in den sandigen Wüstenregionen über hitzige politische Ränkespiele bis hin zu Anomalien jenseits der Zeit.
Das klingt nach einer gewaltigen Wundertüte.
Pearl Abyss bittet nach dem Mega-Erfolg zur Kasse
Nach über sechs Millionen verkauften Einheiten und einem weltweiten Siegeszug hat Pearl Abyss allen Grund zu breiter Brust. Das Studio hat mit der hauseigenen BlackSpace Engine bewiesen, dass ein südkoreanisches Team technisch auf Augenhöhe mit den größten Schwergewichten der Branche mithält.
Vorbei sind die Zeiten der reinen Gratis-Geschenke.
Mit Charting the Unknown wurde nun das erste kostenpflichtige DLC angekündigt, das mit 24,99 Euro zu Buche schlägt. Wer auf PlayStation 5 oder Xbox Series X|S vorbestellt, streicht immerhin zehn Prozent Rabatt ein und sichert sich spezielle Tauchanzüge für das Helden-Trio. Auf dem PC wird die Erweiterung zeitgleich über Steam und den Epic Games Store verteilt.
Der weltweite Startschuss fällt am 16. Oktober 2026 um Punkt Mitternacht. Während Konsolen- und PC-Spieler damit schon in wenigen Wochen die Segel hissen, müssen sich Besitzer der angekündigten Switch 2 Version noch gedulden. Für Pywel markiert der Sprung aufs offene Meer jedoch den entscheidenden Test, ob das Spielkonzept auch abseits fester Burgmauern langfristig trägt.



