Fast fünf Jahre nach der ersten Ankündigung, zwei Studio-Wechsel und einen Scherbenhaufen später: Das Remake von Star Wars: Knights of the Old Republic ist nicht nur am Leben – Insidern zufolge sieht es so gut aus wie nie zuvor. Ein Reveal noch dieses Jahr scheint möglich. Doch nach all dem Vertrauensverlust fragt sich die Community: Wagen wir es, wieder zu hoffen?
Die Gerüchteküche brodelt: Was der Insider wirklich sagt
Es gibt Projekte, die sterben mehrmals, bevor sie das Licht der Welt erblicken. Das Remake von Star Wars: Knights of the Old Republic ist so ein Projekt – und doch scheint es dieses Mal wirklich weiterzugehen.
Der gut vernetzte Star Wars Insider 100% Star Wars hat in einem aktuellen Video Details zum Stand des Remakes geteilt, die aufhorchen lassen. Seine Kernaussage: Die Entwicklung unter Saber Interactive läuft nicht nur – sie läuft richtig gut.
„Sie haben extrem hochkarätige Talente aus der gesamten Branche eingestellt, und Saber tritt bei der Entwicklung dieses Spiels als geeinte Front auf – Ressourcen und Fachkräfte werden aus dem ganzen Unternehmen zusammengezogen“, so der Leaker. Und das ist nicht alles: Der Insider spricht von einem geplanten Reveal noch in diesem Jahr – möglicherweise im Rahmen der The Game Awards im Dezember. Der Launch selbst wird für 2028 anvisiert – pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum des Originals.
Bestätigt wird dies durch Bespin Bulletin, ein weiteres gut informiertes Star Wars Medium: „Ich habe Sabers Version in Aktion gesehen – und ich bin extrem beeindruckt.“ Allerdings, so die realistische Einschränkung: Sollte die Entwicklung nicht wie geplant laufen, könnte der Reveal auf Mitte/Ende 2027 verschoben werden – dann im Rahmen der Star Wars Celebration zum 50. Jubiläum der Saga. Ein Worst-Case-Szenario, das Insider aber für unwahrscheinlich halten.
Ein Remake, drei Studios: Die turbulente Reise des KOTOR-Remakes
Doch um zu verstehen, warum diese Gerüchte mehr sind als heiße Luft, muss man zurückblicken – auf eine Reise, die 2021 mit einem gefeierten Trailer begann und seither durch alle Höhen und Tiefen der Spieleentwicklung geführt hat.
Der erste Ankauf war Aspyr – ein Studio, das eigentlich für Portierungen bekannt war, nicht für Vollentwicklungen. Was folgte, war ein Desaster, das sich über Monate hinter den Kulissen abspielte, bis es 2023 an die Öffentlichkeit drang. Die Aspyr-Version? Bespin Bulletin beschrieb sie als „Poor man’s Fallen Order mit Pause-Mechaniken im Stil von FF7 Remake“ – und das war kein Kompliment.
Das Projekt wurde eingefroren, Aspyr abgezogen. Die Rettung kam von Saber Interactive, das nicht nur das Projekt übernahm, sondern es komplett von Grund auf neustartete – inklusive eines Studio-Wechsels zu Mad Head Games, einer Saber-Tochter aus Serbien. CEO Matthew Karch beruhigte die Gemüter: „Es ist klar und offensichtlich, dass wir daran arbeiten. Das Spiel lebt und es geht ihm gut, und wir sind entschlossen, die Erwartungen der Fans zu übertreffen.“
Währenddessen formiert sich im Old Republic Universum noch ein weiteres Projekt: Ex-BioWare-Legende Casey Hudson arbeitet an Star Wars: Fate of the Old Republic – ein spiritueller Nachfolger, der nicht mit dem Remake verwechselt werden sollte. Hudson hat bereits klargestellt, dass Fate of the Old Republic weder 200 Stunden lang wird noch auf generative KI setzt.
Was anders gemacht wird: Warum Sabers Ansatz funktionieren könnte
Der entscheidende Unterschied zur gescheiterten Aspyr-Ära liegt in der Philosophie. Aspyr versuchte, KOTOR in ein action-orientiertes Spiel zu verwandeln – eine Richtung, die laut Insidern „sich nicht nach KOTOR angefühlt hat“. Saber und Mad Head Games gehen einen anderen Weg.
Laut 100% Star Wars kriegen Mad Head Games „das große Ganze richtig hin“. Der Unterschied zwischen der Aspyr- und der Saber-Version sei „wie Tag und Nacht“. Das neue Team verstehe, was KOTOR ausmacht – die Balance aus Erkundung, Story, Charakterentwicklung und taktischem Kampf, die das Original 2003 zum Meisterwerk machte.
Hinzu kommt: Saber hat mit Space Marine 2 gezeigt, dass sie ein lizenziertes Kult-Projekt erfolgreich neu beleben können. Das schafft Vertrauen – sowohl bei den Lizenzgebern als auch in der Community.
Dennoch bleibt eine Frage offen: Das ursprüngliche KOTOR von 2003 nutzte ein modifiziertes Dungeons & Dragons-Regelwerk. Ob Saber daran festhält oder sich in eine andere Richtung bewegt (von taktisch bis Echtzeit-Action), ist noch nicht bekannt. Die Antwort darauf wird maßgeblich darüber entscheiden, wie das Remake von der Fangemeinde aufgenommen wird.
Die große Frage: Wann sehen wir es endlich?
Bleibt die vielleicht wichtigste Frage: Wann dürfen wir das Remake endlich sehen? Die Insider zeichnen drei mögliche Szenarien:
- Best Case: Reveal im Dezember 2026 bei den The Game Awards – Launch 2027/2028.
- Realistischer Case: Reveal wird auf die Star Wars Celebration im April 2027 verschoben – dann im Rahmen des 50 jährigen Star Wars Jubiläums.
- Worst Case: Entwicklung läuft nur okay, Saber schiebt alles auf 2028 – zum 25. Jubiläum von KOTOR selbst.
Was auch immer passiert: Dass das Remake überhaupt noch existiert, ist nach dem Aspyr-Debakel ein kleineres Wunder. Während Star Wars Eclipse laut Insidern in der Entwicklungshölle steckt, scheint Saber leise, aber zielgerichtet zu arbeiten. Die Stille, die das Studio umgibt, könnte diesmal tatsächlich ein gutes Zeichen sein.
Vielleicht ist die beste Nachricht an diesem ganzen Gerücht nicht der 2028-Launch oder das mögliche Reveal – sondern dass ein Projekt, das alle längst abgeschrieben hatten, immer noch da ist.