Gears of War: E-Day zählt zu den meisterwarteten Titeln des Jahres – doch der Weg dahin war offenbar alles andere als geradlinig. Liam McIntyre, die Stimme hinter Protagonisten James Dominic „JD“ Fenix aus Gears of War 4, hat in einer Reihe von Beiträgen in sozialen Medien einen unerwarteten Einblick hinter die Kulissen von The Coalition gewährt. Was er dabei verriet, dürfte so manchen Fan aufhorchen lassen.
Gears 6 lag auf dem Tisch – und wurde trotzdem verworfen
McIntyre bestätigte, dass es durchaus Gespräche über eine Fortsetzung der zweiten Trilogie gegeben hat. „Wir haben Gears 4 und 5 gemacht, und es gab den Vorschlag, vielleicht auch Gears 6 zu entwickeln“, erklärte er. Das Team bei The Coalition habe sich jedoch dazu entschieden, etwas Neues auszuprobieren – und so wurde aus einem möglichen direkten Nachfolger schließlich ein Prequel. Das Ergebnis dieser Entscheidung ist Gears of War: E-Day, das die Ereignisse rund um den sogenannten Emergence Day schildert und Marcus Fenix sowie Dominic Santiago in der Stadt Kalona in den Mittelpunkt stellt. McIntyre selbst zeigte sich versöhnlich: „Ich liebe die Jungs dort und will einfach, dass sie ein Spiel machen, das das Gears-Erlebnis perfekt einfängt, das alle lieben. Das wäre großartig.“
Was wäre mit JD passiert? Der Sprecher hat eine eigene Idee
Natürlich stellt sich für viele Fans die Frage: Was ist eigentlich mit JD? In Gears 5 steht der Spieler vor einer folgenreichen Entscheidung – mit weitreichenden Konsequenzen für den Charakter. McIntyre hat dazu eine eigene kreative Vision entwickelt, wie The Coalition die Figur in einem künftigen Gears 6 zurückbringen könnte. Seinem Entwurf zufolge würde JD durch den Schwarm wiederbelebt und kontrolliert werden, woraufhin sein Vater Marcus gezwungen wäre, gegen den eigenen Sohn anzutreten – um ihn am Ende zu befreien. „Ich habe da eine Lösung, egal welche Entscheidung ihr getroffen habt“, schrieb er augenzwinkernd und räumte ein, noch nicht alle Details ausgearbeitet zu haben.
Das Prequel als bewusste Neuausrichtung
Die Entscheidung für ein Prequel ist durchaus mutig. The Coalition verzichtet damit vorerst auf die Auflösung einer Handlung, die seit Gears of War 4 offen geblieben ist, und wählt stattdessen den erzählerischen Sprung zurück zu den Wurzeln der gesamten Saga. Gears of War: E-Day soll noch in diesem Jahr für Xbox Series X/S sowie den PC erscheinen, und Microsoft wird das Spiel im Rahmen seines Xbox Games Showcase im Juni mit einem eigenen Direktformat ausführlich vorstellen. Ob die Rückkehr zu Marcus und Dom die Erwartungen der Fangemeinde erfüllt und vielleicht sogar den Weg für Gears 6 ebnet, bleibt abzuwarten – McIntyre jedenfalls hofft darauf.