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Hardware

Chaos bei Asus! RTX 5070 Ti und RTX 5060 Ti doch nicht eingestellt – PR-Debakel entlarvt

Asus hat frühere Aussagen zurückgenommen und bestätigt, dass die GeForce RTX 5070 Ti und RTX 5060 Ti 16 GB nicht eingestellt werden, wobei das Unternehmen Lieferengpässe aufgrund der globalen Speicherkrise als Grund für vorübergehende Verfügbarkeitsprobleme nennt und Missverständnisse mit PR-Vertretern für die ursprüngliche Fehlinformation verantwortlich macht.

Christian Schmidinger
von Christian Schmidinger
17.01.26
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Lesezeit: 4 Min.
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Die Verwirrung könnte kaum größer sein. Erst hieß es, die GeForce RTX 5070 Ti und die 16-GB-Variante der RTX 5060 Ti würden das Ende ihrer Lebensspanne erreichen und aus dem Sortiment fliegen. Jetzt rudert Asus zurück und behauptet, das Gegenteil sei der Fall. In einer offiziellen Stellungnahme versichert der Hardware-Gigant, dass beide Grafikkarten weder eingestellt noch als „End-of-Life“ klassifiziert wurden. Doch wie konnte es überhaupt zu dieser Kommunikationskatastrophe kommen? Die Antwort liegt in einer brisanten Mischung aus Lieferengpässen, Missverständnissen und einem weltweiten Speicherkrisen-Drama, das die gesamte PC-Industrie in Atem hält.

Das steckt im Artikel
  • Von „Tot“ zu „Quicklebendig“: Das große Asus Rückzieher-Theater
  • Die Schuld liegt beim PR-Team: Wie Informationen auf der Strecke bleiben
  • Die globale Speicherkrise: Wenn KI den Gaming-Markt aushungert
  • PC-Bau wird zum Luxus: Konsolen als Gewinner?

Von „Tot“ zu „Quicklebendig“: Das große Asus Rückzieher-Theater

Alles begann auf der CES 2026, als der renommierte YouTube-Kanal Hardware Unboxed berichtete, dass Asus die Produktion der RTX 5070 Ti einstellen würde. Die Information stammte angeblich direkt von einem Asus-Vertreter und ließ die Tech-Community aufschreien. Die RTX 5070 Ti galt vielen als preiswerter Einstieg in die gehobene 4K-Gaming-Klasse, und die 16-GB-Variante der RTX 5060 Ti war eine beliebte Wahl für alle, die mehr VRAM ohne den Aufpreis einer RTX 5070 wollten. Doch kaum hatte sich die Nachricht verbreitet, veröffentlichte Asus eine Pressemitteilung, die alles dementierte.

„Die GeForce RTX 5070 Ti und GeForce RTX 5060 Ti 16 GB wurden weder eingestellt noch als End-of-Life eingestuft“, heißt es in der Stellungnahme. „Asus hat keine Pläne, den Verkauf dieser Modelle zu stoppen.“ Stattdessen schiebt das Unternehmen die aktuellen Lieferschwierigkeiten auf Engpässe bei der Speicherversorgung, die die Produktionsmengen und Nachbestellzyklen vorübergehend beeinträchtigt hätten. In einigen Märkten könnte die Verfügbarkeit dadurch eingeschränkt erscheinen, doch das solle keinesfalls als Produktionsstopp oder Auslaufmodell interpretiert werden.

Die Schuld liegt beim PR-Team: Wie Informationen auf der Strecke bleiben

Besonders pikant wird es, wenn Asus indirekt Hardware Unboxed die Schuld zuschiebt – oder zumindest andeutet, dass „gewisse Medien“ unvollständige Informationen von einem PR-Vertreter erhalten haben könnten. Das liest sich wie ein diplomatischer Versuch, die eigene Kommunikationsabteilung unter den Bus zu werfen, ohne es offen auszusprechen. Doch Hand aufs Herz: Wenn ein offizieller Vertreter eines Unternehmens auf einer der größten Technikmessen der Welt Journalisten mitteilt, dass zwei GPU-Modelle eingestellt werden, dann ist das nicht die Schuld der Medien, sondern ein hausgemachtes Problem.

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Solche Pannen werfen Fragen auf. Wie kann es sein, dass ein so großes Unternehmen wie Asus nicht in der Lage ist, intern klare Kommunikationslinien zu etablieren? Waren die ursprünglichen Aussagen vielleicht doch zutreffend, und die Pressemitteilung ist lediglich Schadensbegrenzung, nachdem die Reaktionen heftiger ausfielen als erwartet? Die Wahrheit dürfte irgendwo dazwischen liegen.

Die globale Speicherkrise: Wenn KI den Gaming-Markt aushungert

Doch hinter all dem PR-Chaos lauert ein weitaus größeres Problem: die weltweite Speicherkrise. Lieferanten haben in den letzten Monaten massive Verträge mit KI-Unternehmen wie OpenAI abgeschlossen, um deren unersättlichen Hunger nach High-End-Speichermodulen zu stillen. Das Resultat? RAM, NAND-basierte SSDs und sogar einige Festplatten werden knapp, und die Preise schießen durch die Decke. Wer heute einen neuen Gaming-PC zusammenstellen will, muss schmerzhaft feststellen, dass ein 32 GB oder 64 GB DDR5-Kit einen erheblichen Teil des Budgets verschlingt.

Nvidia selbst hat bereits eingeräumt, dass die Lieferketten für Grafikkarten betroffen sind. „Die Nachfrage nach GeForce RTX GPUs ist stark, und die Speicherversorgung ist eingeschränkt“, erklärte das Unternehmen in einer früheren Stellungnahme. „Wir liefern weiterhin alle GeForce-SKUs und arbeiten mit unseren Zulieferern daran, die Speicherverfügbarkeit zu maximieren.“ Schöne Worte, doch die Realität sieht düster aus. Selbst Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa hat bereits angedeutet, dass das Unternehmen die RAM-Preise genau beobachtet, und Gerüchte deuten darauf hin, dass die nächste Konsolengeneration um ein Jahr verschoben werden könnte, in der Hoffnung auf günstigere Speicherpreise.

PC-Bau wird zum Luxus: Konsolen als Gewinner?

Für den durchschnittlichen Gamer wird der Aufbau eines neuen PCs in diesem Marktumfeld zunehmend zur finanziellen Belastung. Im Vergleich zu Konsolen, die dank Massenproduktion und langfristiger Lieferverträge weniger anfällig für Preisschwankungen sind, erscheint ein maßgeschneiderter Gaming-Rig fast schon wie ein Luxusgut. Die Ironie ist bitter: Während PC-Gaming technologisch an der Spitze steht, könnte es wirtschaftlich ins Hintertreffen geraten.

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vonChristian Schmidinger
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 2005 selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ?
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