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Hardware

Leise, wohnlich, alltagstauglich: Der ASUS V500 Mini Tower ist ab sofort erhältlich

ASUS launcht den V500 Mini Tower (ab 599 €) mit AMD Ryzen 5 220 und Stoff-/Holzoptik – ein Desktop-PC fürs Wohnzimmer, der auf Laptop-Komponenten setzt. Er ist ab sofort bei MediaMarkt-Saturn erhältlich.

Christian Schmidinger
von Christian Schmidinger
08.07.26
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Lesezeit: 5 Min.
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ASUS bringt einen neuen Desktop-PC auf den Markt, der sich bewusst von der typischen Office-Kiste abhebt. Der V500 Mini Tower (VM501MH) verzichtet auf scharfkantiges Metall und setzt stattdessen auf Stoff- oder Holzoptik, abgerundete Kanten und eine dezente 4000-Kelvin-Beleuchtung – genug, um im Wohnzimmer nicht nach Technik auszusehen, aber auch nicht so warm, dass er wie eine gemütliche Stehlampe wirkt. Unter der Haube steckt ein AMD Ryzen 5 220, flankiert von 16 GB RAM und einer 512-GB-SSD – für 599 Euro, direkt bei MediaMarkt-Saturn. Das klingt nach einem soliden Alltagsrechner, aber die Bauweise hat ein paar Überraschungen parat, die den V500 spannender machen, als die nackten Specs vermuten lassen.

Das steckt im Artikel
  • Stoff statt Stahl – warum ASUS den Desktop-PC neu denkt
  • Laptop-Technik im Tower – ein Kompromiss mit Methode
  • Drei Preise, eine Zielgruppe: Für wen sich der V500 lohnt

Stoff statt Stahl – warum ASUS den Desktop-PC neu denkt

Die meisten Desktop-PCs im Homeoffice-Segment sehen aus, als hätte man sie direkt aus dem Büro-Fuhrpark übernommen: graues Blech, sichtbare Lüftungsschlitze, eine Power-LED, die nachts das halbe Zimmer beleuchtet. ASUS versucht mit dem V500 Mini Tower genau da rauszukommen. Die Front ist entweder mit einem hellgrauen Stoffbezug oder einer Holzmaserung versehen – keine Echthölzer, aber optisch nah genug dran, dass der Rechner neben einer Kommode oder einem Sideboard nicht fehl am Platz wirkt.

Die 4000-Kelvin-LED leuchtet neutral-warm, also genau der Farbton, der in Wohnzimmern und Arbeitsbereichen Standard ist. Dazu kommen verdeckte Lufteinlässe, die das Gerät von vorne wie einen geschlossenen Möbelwürfel aussehen lassen. In Zeiten, in denen sich immer mehr Menschen einen festen Arbeitsplatz zuhause einrichten, ist das kein triviales Detail – der PC soll sichtbar stehen können, ohne die Einrichtung zu stören. Wie ASUS in der offiziellen Pressemitteilung schreibt, folgt das Design der Philosophie „Less Tech, More Living“. Klingt nach Marketing, aber der Ansatz ist tatsächlich einer der wenigen Versuche, einen Windows-PC zu bauen, der nicht nach PC aussieht.

Dass ASUS mit diesem Konzept nicht allein ist, zeigt auch der Trend zu kompakten, wohnzimmerfreundlichen Desktop-Systemen – der Mini-PC-Markt hat sich zuletzt in eine ähnliche Richtung bewegt.

Laptop-Technik im Tower – ein Kompromiss mit Methode

Hier wird es technisch interessant. Der Ryzen 5 220 im V500 ist kein Desktop-Prozessor, sondern ein Laptop-Chip, der mit 45 Watt TDP auskommt. ASUS packt also effektiv Notebook-Hardware in ein Tower-Gehäuse – und das hat Konsequenzen. Der Arbeitsspeicher wird in zwei SO-DIMM-Steckplätze gesteckt, es handelt sich also um Laptop-RAM, nicht um die größeren Desktop-Riegel. Das spart Platz und senkt den Stromverbrauch, begrenzt aber auch die Aufrüstbarkeit.

Wie Notebookcheck berichtet, sitzt im Inneren ein 180 Watt Netzteil mit 80 Plus Platinum Zertifizierung – genug für den Alltag, aber zu knapp, um ohne Weiteres eine separate Grafikkarte zu betreiben. Der PCIe-4.0-x16-Slot ist zwar vorhanden, wer dort eine GPU nachrüsten will, müsste auch das Netzteil tauschen. ASUS hat den V500 also bewusst als Komplettpaket konzipiert, nicht als Basis für spätere Upgrades. Wer nachrüsten will, kann immerhin den zweiten M.2-Slot für zusätzlichen SSD-Speicher nutzen – das ist zumindest ein Zugeständnis an die Aufrüstbarkeit.

Die Kehrseite der Laptop-Bauweise ist die Geräuschentwicklung. Mit unter 23 dB im Flüstermodus ist der V500 leiser als die meisten Kühlschränke und deutlich leiser als typische Office-PCs mit Desktop-Komponenten und Standard-Lüftern. ASUS setzt auf einen größeren Lüfter mit Kupfer-Heatpipe, der bei niedriger Drehzahl genug Kühlleistung für den 45-Watt-Chip liefert. Für Homeoffice, Streaming und gelegentliche Bildbearbeitung reicht das völlig – wer zocken will, sollte aber besser zu einem System mit dedizierter Grafikkarte greifen, denn die integrierte Radeon 740M ist eher für ältere Spiele und Indie-Titel ausgelegt.

Drei Preise, eine Zielgruppe: Für wen sich der V500 lohnt

Die Basis-Variante mit Ryzen 5 220, 16 GB RAM und 512 GB SSD kostet 599 Euro und ist ab sofort bei MediaMarkt-Saturn erhältlich. Zwei weitere Konfigurationen für 649 Euro und 719 Euro folgen zeitnah – der genaue Leistungssprung zwischen den Modellen ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht in allen Details bekannt. Angesichts des Preises positioniert sich der V500 klar im Einsteiger- bis Mittelklasse-Segment, dort wo Apple mit dem Mac mini und Microsoft mit den Surface-Geräten ebenfalls Kunden suchen.

Die Zielgruppe ist eindeutig: Leute, die einen zuverlässigen Zweit- oder Hauptrechner für Zuhause suchen, ohne sich mit selbst zusammengestellter Hardware oder lauten Lüftern herumzuärgern. Studierende, Homeoffice-Nutzer, Familien, die einen Rechner fürs Wohnzimmer wollen – der V500 trifft alle Punkte, die diese Gruppe wichtig findet: leise, klein, unauffällig, und mit Windows 11 Home direkt startklar. Das 80 Plus Platinum Netzteil senkt zudem die Stromkosten, und Wifi 6 sowie Bluetooth 5.4 sind für die nächsten Jahre ausreichend.

Gamer und Enthusiasten werden dagegen wenig Freude an dem Konzept haben. Die integrierte Grafik ist kein Ersatz für eine dedizierte GPU, die Upgrade-Pfade sind begrenzt, und wer ein offenes System mit austauschbaren Komponenten sucht, ist mit einem Selbstbau-PC besser bedient. ASUS adressiert mit dem V500 explizit nicht die Zielgruppe, die bei uns regelmäßig vorbeischauen – sondern die Menschen, die einen Rechner wollen, der einfach läuft und gut aussieht.

TAGGED:AsusPC-Gehäuse

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vonChristian Schmidinger
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 2005 selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ?
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