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Games

Dragon’s Dogma 2 liefert endlich ab: Großes Update bringt drei Save-Slots und sechs Fähigkeiten

Capcom knickt endlich ein und erfüllt die sehnlichsten Wünsche der Community. Mit drei echten Speicherständen, sechs aktiven Fähigkeiten und neuen Grafikoptionen verliert Dragon's Dogma 2 seine nervigste Schikane.

Michael Stadlbauer
von Michael Stadlbauer
03.09.26
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Lesezeit: 4 Min.
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Manchmal geschehen in der Spieleindustrie noch echte Wunder. Seit dem Release von Dragon’s Dogma 2 quälte Entwickler Capcom die Spielerschaft mit einer bockigen Philosophie, die Komfort mit Füßen trat. Jetzt werfen die Japaner den ideologischen Ballast überraschend über Bord. Ein gewaltiges Update krempelt das Rollenspiel um, beseitigt die berüchtigte Speicher-Panik und schenkt uns im Kampf endlich die Werkzeuge, die wir seit Tag eins gefordert haben.

Das steckt im Artikel
  • Das Ende der Speicherstand-Paranoia
  • Sechs Fähigkeiten für die pure Kampflust
  • Mehr Regler für den PC und Relikte im Anflug

Das Ende der Speicherstand-Paranoia

Jeder, der dieses Abenteuer gespielt hat, kennt diesen kalten Schweißausbruch vor dem Menü. Ein falscher Klick auf die falsche Option, und das Spiel überschrieb ohne Vorwarnung den gesamten Fortschritt der letzten drei Stunden. Ein einziger Speicherstand für ein gigantisches Open World-Epos war keine mutige Design-Entscheidung, sondern schlicht die pure Folter. Wer einen zweiten Charakter ausprobieren wollte, musste entweder tricksen oder das alte Leben komplett löschen.

Damit ist jetzt Schluss. Die offiziellen Update-Notizen von Capcom lesen sich wie die späte Einsicht eines geläuterten Sünders. Ab sofort dürft ihr drei völlig voneinander getrennte Durchgänge auf eurer Festplatte parken. Jeder Slot verwaltet sauber Autosaves, manuelle Spielstände und die Rast in der Taverne. Wer im Gasthaus aufwacht, radiert nicht mehr versehentlich seine Zwischenspeicher aus. Zeit- und Datumsstempel verraten euch endlich auf die Sekunde genau, wo ihr gerade landet.

Dieser Befreiungsschlag kommt spät, heilt aber genau jene Wunden, die damals die heftige Wut der Community entfacht hatten. Capcom beweist damit endlich Einsicht. Anstatt die Spieler für Neugier oder kleine Fehler mit Datenverlust zu bestrafen, fühlt sich das Erkunden der Welt endlich nach einem Abenteuer an, bei dem man entspannt durchatmen darf.

Sechs Fähigkeiten für die pure Kampflust

Die zweite Revolution zündet direkt unter euren Daumen. Vier ausrüstbare Fähigkeiten waren für ein Action-Feuerwerk dieser Klasse schlichtweg drei Tasten zu wenig. Wer seinen Krieger oder Magier spezialisieren wollte, musste sich permanent selbst beschneiden. Coole Nischenzauber blieben im Menü verschimmelt, weil man die vier Plätze für die überlebenswichtigen Standard-Angriffe brauchte. Am Stick fühlte sich das oft an, als würde man mit angezogener Handbremse gegen Zyklopen antreten.

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Mit dem Patch stockt Capcom das Arsenal auf sechs aktive Skill-Slots auf. Was trocken nach zwei Knöpfen mehr klingt, verwandelt die Gefechte in ein völlig neues Spiel. Ihr müsst nicht mehr abwägen, ob ihr den Schildschlag oder den Ausweichschritt mitnehmt. Ihr packt einfach beides ein. Der Spielfluss gewinnt massiv an Wucht, Kombos lassen sich geschmeidig aneinanderketten und die Klassen spielen ihre Stärken endlich voll aus.

Kombiniert mit den frischen Balance-Anpassungen für Hybrid-Klassen wie die Mystische Klinge fliegen die Fetzen jetzt deutlich eleganter. Wenn ihr einem Minotaurus die Hörner stutzt, fühlt sich das endlich wieder nach ungefilterter Capcom-Action an.

Mehr Regler für den PC und Relikte im Anflug

Auch unter der Motorhaube hat sich einiges getan, was vor allem Rechner-Besitzern das Grinsen ins Gesicht treibt. Wer sich bisher durch die berüchtigten Ruckel-Orgien in der Hauptstadt Vernworth quälen musste, bekommt neue Stellschrauben serviert. Von volumetrischem Nebel über Grasphysik bis zu feiner skalierbarem Raytracing lässt sich die RE Engine nun deutlich präziser zähmen. Ein schicker VRAM-Balken im Menü warnt euch endlich rechtzeitig, bevor der Grafikspeicher in Flammen aufgeht.

Kleine Komfort-Upgrades wie Materialanzeigen beim Schmied und Filter im Inventar runden das Paket ab. Wer im Gefecht keine Lust auf blinkende Symbole hat, schaltet den neuen Greif-Indikator für Monster einfach ab. Capcom demonstriert hier genau die Liebe zum Detail, die man sich zum Start gewünscht hätte. Das Spiel poliert sein Schild, und das aus verdammt gutem Grund.

Der Patch fungiert als Startschuss für den kommenden Härtetest auf der Switch 2, wo das Epos nächsten Monat zeitgleich mit der großen Dark Arisen-Erweiterung aufschlägt. Neue Relikt-Expeditionen, bei denen sogar zahme Wölfe geheimen Loot erschnüffeln, versprechen frisches Endgame-Futter. Wer dem Titel wegen der bockigen Menüs den Rücken gekehrt hatte, sollte den Controller entstauben. So gut war das Spiel noch nie.

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vonMichael Stadlbauer
Gaming befindet sich in einem ständigen Wandel, und ich bin hier, um ihn einzuordnen. Bei pixelcritics.com hinterfrage ich Trends, analysiere Design-Entscheidungen und suche das Besondere in der Flut an Neuerscheinungen. Meine Vorliebe gilt dabei oft dem Unkonventionellen: Wenn ein Spiel abseits ausgetretener Pfade neue narrative oder spielerische Wege geht, hat es meine volle Aufmerksamkeit.
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