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Xbox Series X/S: Neue Modelle
Hardware

Preisschock bei Xbox: Series X kostet bald 800 Dollar – und der Zeitpunkt ist verheerend

Microsoft erhöht zum 1. August 2026 die Preise aller Xbox Series X/S-Modelle um bis zu 150 US Dollar und stellt das Galaxy Black Modell ein. Grund sind explodierende Speicherkosten, die laut Xbox um das 2,5-Fache gestiegen sind und sich bis 2027 noch einmal verdoppeln sollen – parallel kündigt das Unternehmen Finanzierungsmodelle an, um den Einstieg zu erleichtern.

Christian Schmidinger
von Christian Schmidinger
27.06.26
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Lesezeit: 4 Min.
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Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres zieht Microsoft die Preise seiner Konsolen an – und der Aufschlag diesmal sitzt tiefer. Die Xbox Series X kostet ab August regulär 799,99 US-Dollar, die Series S steigt auf bis zu 599,99 Dollar. Microsoft begründet den Schritt mit einer Speicherkrise, die die Herstellungskosten explodieren lässt, und kündigt gleichzeitig Finanzierungsmodelle an, die den Einstieg abfedern sollen.

Das steckt im Artikel
  • Was die Preiserhöhung konkret bedeutet
  • Speicherkrise auf dem Siliziummarkt – warum Konsolen besonders leiden
  • Buy Now, Pay Later – Trostpflaster oder Strategiewechsel?
  • Was das für Project Helix und die Zukunft von Xbox bedeutet

Was die Preiserhöhung konkret bedeutet

Ab dem 1. August gelten neue Preise quer durch alle Modelle. 512 GB Varianten (Series S) verteuern sich um 100 Dollar, 1 TB Modelle (Series X, Series S) sogar um 150 Dollar. Die Xbox Series X steigt damit von 649,99 auf 799,99 Dollar – ein Sprung, der die Konsole preislich in eine Liga katapultiert, in der man bislang eher Highend-Grafikkarten suchte. Die digitale Series X ohne Laufwerk kostet künftig 749,99 Dollar, die Series S mit 1 TB liegt bei 599,99 Dollar.

Das 2-TB-Modell Galaxy Black, das erst im Oktober 2025 als Premium-Variante eingeführt wurde, stellt Microsoft komplett ein. Ein herber Schlag für Sammler, zumal die Konsole erst acht Monate auf dem Markt war.

„Wir hatten gehofft, dass eine weitere Preiserhöhung nicht nötig sein würde“, heißt es in der offiziellen Ankündigung. „Die Kosten für Speicher und Arbeitsspeicher sind um mehr als das 2,5-Fache gestiegen – und wir erwarten eine erneute Verdopplung bis Herbst 2027.“

Speicherkrise auf dem Siliziummarkt – warum Konsolen besonders leiden

Microsofts Problem ist nicht hausgemacht, aber strukturell. Der KI-Boom saugt sämtliche Fertigungskapazitäten für Hochleistungsspeicher ab. Nvidias Rechenzentrumssparte, AMDs EPYC-Prozessoren und unzählige KI-Startups zahlen Preise, die ein Konsolenhersteller unmöglich refinanzieren kann. Wie Technikexperten von Digital Foundry in ihrer Analyse belegen, sind Konsolen im Gegensatz zu Smartphones oder Notebooks nicht gewinnbringend kalkuliert: Die Hardware wird unter Herstellungskosten verkauft, die Differenz über Software-Erlöse wieder eingespielt.

Dass dieses Modell an seine Grenzen stößt, zeigt der Xbox-Verlustbericht: Laut Windows Central macht Microsoft mit jeder verkauften Xbox Series X mehrere hundert Dollar Verlust. Gleichzeitig verlor der Game Pass nach der letzten Preiserhöhung um 50 Prozent Millionen Abonnenten – das Abo-Modell, das die Hardware-Verluste ausgleichen sollte, schwächelt genau dann, wenn es am dringendsten gebraucht wird.

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Buy Now, Pay Later – Trostpflaster oder Strategiewechsel?

Parallel zur Preiserhöhung kündigt Microsoft ein Bündel an Finanzierungsoptionen an: ein Kauf auf Rechnung Modell mit zinslosen Raten, 12 Monate 0% Finanzierung über Amazon sowie ein Ankaufsprogramm für Gebrauchtkonsolen über teilnehmende Händler. „Spieler, die aufrüsten oder ihre Konsole nicht mehr nutzen möchten, können sie bei teilnehmenden Händlern gegen Bargeld oder Guthaben eintauschen“, schreibt Xbox.

Das klingt nach Kundenservice, ist aber vor allem eines: ein Eingeständnis, dass die 800 Dollar Schwelle ohne Finanzierungsspritze nicht mehr massentauglich ist. Die Parallelen zur aktuellen Xbox-Bilanz sind unübersehbar: 20 Milliarden Dollar Investition in fünf Jahren, fast eine halbe Milliarde Umsatzverlust im selben Zeitraum – und jetzt die zweite Preiserhöhung in zehn Monaten.

Wer sich das Kleingedruckte ansieht, merkt schnell: Die Galaxy Black Einstellung ist kein Zufall. Das Modell war zur Premium-Positionierung gedacht, zu einem Zeitpunkt, als Microsoft noch glaubte, die Speicherkrise sei ein vorübergehendes Phänomen. Heute ist klar – sie ist es nicht.

Was das für Project Helix und die Zukunft von Xbox bedeutet

Die Preiserhöhung kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Ausgerechnet jetzt, wo Xbox-Chefin Asha Sharma in einem Fortune-Interview offen über „radikal neue Geschäftsmodelle“ spricht und die Project Helix Analyse ein Ende der klassischen Konsole skizziert, steigen die Einstiegshürden für die aktuelle Generation noch einmal drastisch.

Die Frage ist: Wer soll 800 Dollar für eine Konsole ausgeben, deren Nachfolger Gerüchten zufolge ohnehin bei 1.100 Euro starten soll? Microsoft setzt auf Finanzierungsmodelle und Gebrauchtgeräte, um das mittlere Preissegment zu bedienen. Ob das reicht, während Sony mit der PS5 weiterhin bei 449,99 Euro steht – das wird sich zeigen. Die Konsumenten entscheiden am 1. August. Und diesmal nicht mit Controller, sondern mit dem Geldbeutel.

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vonChristian Schmidinger
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 2005 selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ?
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