IllFonic öffnet ab sofort die Vorbestellungen für die physischen Versionen von Halloween: The Game. Und weil eine Ankündigung alleine ja langweilig ist, legen sie gleich eine brandneue Map namens Orange Grove Estates obendrauf. Wer Michael Myers im Oktober im Regal stehen haben will, darf ab jetzt zugreifen – und bekommt nebenbei einen Vorgeschmack darauf, wo sich The Shape als nächstes herumtreiben wird.
Die physische Standard-Edition kostet 39,99 Euro, die Limited Collector’s Edition mit 149,99 Euro deutlich mehr. Beide erscheinen am 6. Oktober für PS5 und Xbox Series X. Die digitale Version startet bereits am 8. September. Wer vorbestellt, sichert sich exklusive Skins – darunter den Clown-Look für Michael Myers.
Zwischen Spielplatz und Basketballplatz – was Orange Grove Estates anders macht
Die neue Map spielt in einem gehobenen Wohnviertel von Haddonfield. Mehrstöckige Häuser, weitläufige Gärten, dazu ein Spielplatz und ein Basketballplatz. Klingt erstmal harmlos – bis Michael Myers um die Ecke biegt. Der Unterschied zu den bisherigen Karten liegt im Layout: Wo Haddonfield Heights und Haddonfield Town Center auf enge Gassen und Häuserschluchten setzten, geht es hier in die Breite.
IllFonic-CCO Jared Gerritzen spricht von der „bislang ambitioniertesten Map“ und meint damit vor allem die offene Bauweise. Weniger Deckung, mehr Sichtlinien, mehr Fläche zwischen den Gebäuden. Für Zivilisten bedeutet das: Sie müssen sich anders bewegen, können nicht mehr von Haus zu Haus huschen. Für Michael Myers heißt es: Er kann Gegner aus größerer Distanz erspähen, hat aber weniger Überraschungsmomente aus engen Ecken.
Die mehrstöckigen Häuser verlagern die Begegnungen zudem nach oben – ein Stockwerk mehr bedeutet eine neue Ebene des Katz-und-Maus-Spiels.
Vom Poster zur Actionfigur: Was die physischen Editionen bieten
Die Standard-Edition ist überschaubar: Spiel-Disc, ein exklusives Poster und der vorzeitige Zugriff auf den Clown-Skin samt zwei zivilen Kosmetik-Gegenständen. Solide, aber nichts, wofür man sich um 6 Uhr morgens vor dem Laden anstellt.
Die Sammleredition geht da deutlich weiter. Neben dem Spiel gibt es eine „Shape Jump“-Actionfigur von Trick or Treat Studios, exklusive Kunstdrucke und ein Poster – aber auch zwei zusätzliche Michael-Myers-Skins („Samhain“ und „Clown“) sowie insgesamt vier zivile Kosmetik-Items. Und dann ist da noch der Satz „weitere Überraschungen, die zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden“. Das klingt nach einem Platzhalter für Inhalte, die zum Release vielleicht noch gar nicht fertig sind.
September digital, Oktober physisch – und dann?
Der zeitliche Abstand zwischen digitalem und physischem Release ist kein Zufall. Einen Monat Puffer gibt IllFonic die Chance, die Server-Last der digitalen Launch-Woche zu glätten, bevor die Retail-Käufer dazukommen. Eine vernünftige Strategie – vor allem, wenn man bedenkt, wie die Server von Friday the 13th und Predator: Hunting Grounds zum Launch aussahen.
Orange Grove Estates ist die dritte bestätigte Map. Dass IllFonic die Karten in diesem Tempo nachlegt, spricht dafür, dass der Entwicklungsmotor läuft. Die entscheidende Frage bleibt aber, wie sich das Spiel nach dem Launch entwickelt.
IllFonic hat starke Konzepte, aber die Geschichte des Studios ist auch eine Geschichte von Rechtsstreitigkeiten, schwindenden Spielerzahlen und abgehängten Projekten. Halloween: The Game könnte das Blatt wenden – oder das nächste Kapitel in diesem Muster schreiben. Was am Ende zählt, ist nicht die dritte Map vor dem Launch, sondern der Support danach.