Kingdom Come: Deliverance 2 ist ein gigantisches Spiel, keine Frage. Die offene Welt von Böhmen ist atemberaubend, die Story packend, und das Kampfsystem fordert selbst erfahrene Spieler heraus. Mit Patch 1.2 wurde das Spiel sogar noch größer – und ja, auch besser. Aber wie bei jedem Open-World-Spiel gibt es auch hier Höhen und Tiefen. Nebenquests sind ein fester Bestandteil des Spiels, doch nicht alle glänzen durch Kreativität. Einige sind einfach nur glorifizierte Botengänge. Und dann gibt es da noch „Miri Fajta“ – die Nebenquest, die selbst die geduldigsten Spieler zur Verzweiflung treibt.
Errand Boy Henry – oder warum diese Quest nervt
Die Quest „Miri Fajta“ startet im Nomadenlager in der Trotsky-Region. Henry, unser tapferer Held, wird beauftragt, die Tochter des Voivoden zu finden, die angeblich verschwunden ist. Klingt nach einer klassischen „Rette-die-Prinzessin“-Mission, oder? Nicht ganz. Denn was folgt, ist eine endlose Schleife aus Hin-und-her-Laufen, Verhandlungen und nervigen Aufgaben.
Ein Reddit-User bringt es auf den Punkt: „Die ganze Quest ist: Geh, finde meine Tochter! Geh zurück und sag meinem Vater, dass ich sein Amulett brauche! Rette meinen Sohn, dann gebe ich dir das Amulett! Ach, Moment, ich brauche es doch noch, weil ich keinen Passierschein habe. Hol es von meiner Tochter zurück! Du hast es zurück? Ich tausche es nicht, spiel Würfel mit mir und verliere drei Stunden deines Lebens!“ Klingt spaßig? Nicht wirklich.
Keine Suppe für dich!
Selbst wenn man die Quest durchzieht, ist die Belohnung eher enttäuschend. „Man bekommt ein Stück Schmalz und ein paar Cutscenes. Aber das Lager behandelt dich immer noch wie einen Fremden, und du darfst nicht mal von der Suppe essen, die sie kochen“, beschwert sich ein anderer Spieler. Ganz ehrlich, nach all der Mühe hätte Henry zumindest ein warmes Essen verdient, oder?
Einige Spieler haben die Geduld verloren und sind einen anderen Weg gegangen. „Ich habe den Voivoden verprügelt und ihm das Armband abgenommen. Das hat zwar eine Kette von Ereignissen ausgelöst, die mich gebrandmarkt haben, aber es war es wert“, schreibt ein frustrierter Spieler. Kann man ihm wirklich die Schuld geben?
Am Ende zählt das Gefühl – aber nicht immer
Am Ende der Quest versöhnt Henry den Voivoden und seine Tochter, was eine schöne Botschaft ist. Aber mal ehrlich, was bringt einem das Gefühl, Gutes getan zu haben, wenn man danach immer noch von Banditen überfallen wird? Ein neues Pferd oder wenigstens ein brauchbares Schwert wären doch drin gewesen, oder? Stattdessen bleibt nur der fade Beigeschmack einer verschwendeten Spielzeit.
Was denkst du über solche Nebenquests? Hast du „Miri Fajta“ gespielt und eine andere Meinung? Oder hast du auch schon mal eine Quest einfach abgebrochen, weil sie zu nervig war? Lass es uns in den Kommentaren wissen!
