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Games

Konami überrascht auf der State of Play: Rhapsody in Scarlet bringt Bestien-Action nach New York

Mischa Schumacher
von Mischa Schumacher
05.09.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Konami hat auf der State of Play völlig aus dem Nichts Rhapsody in Scarlet angekündigt. Das stylische Action-Abenteuer rund um Jazz-Sängerin Ellie Myers erscheint ohne zeitexklusive Mätzchen direkt für PC via Steam, PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Statt alter Nostalgie-Verwalterei liefert der Publisher hier ein rasantes Kampfsystem, bei dem heraufbeschworene Schattenbestien eure Schläge direkt im Gefecht verlängern.

Das steckt im Artikel
  • Volle Kanne aufs Fressbrett mit Jazz im Hintergrund
  • Verrauchte Clubs, Schwarzmarkt-Magie und eine Heldin mit Kante
  • Konami kriegt die Kurve und lässt niemanden draußen warten

Volle Kanne aufs Fressbrett mit Jazz im Hintergrund

Wer bei Konami und Zauberei an vorsichtiges Rumstehen und Murmeln aus der zweiten Reihe denkt, wird von Rhapsody in Scarlet ziemlich unsanft geweckt. Ellie Myers schwingt ihren verzierten Holzstab wie eine Baseballschläger-Artistin. Treffer fühlen sich wuchtig an, Ausweichmanöver flutschen nahtlos in saubere Hiebe, und wenn ein Schläger im Nadelstreifenanzug zu nah rankommt, fängt er sich einen gezielten Stoß ins Kinn.

Der eigentliche Clou ist aber die Art, wie das Spiel Beschwörungen handhabt. Ihr ruft eure Bestien nicht als passive Begleiter herbei, die irgendwo in der Ecke an der KI-Wand hängenbleiben, sondern flechtet sie direkt in eure Angriffsketten ein. Ihr haut einen Mob mit dem Stab in die Luft, triggert die Kralle eures Schattenmonsters, und das Vieh schmettert das Ziel postwendend wieder auf den Asphalt. Das Tempo erinnert an die goldenen Zeiten japanischer Charakter-Action, verlangt aber sauberes Timing bei den Paraden. Stumpfes Knöpfchendrücken wird schon bei den einfachen Handlangern gnadenlos bestraft.

Verrauchte Clubs, Schwarzmarkt-Magie und eine Heldin mit Kante

Das New York der 1920er Jahre gibt dafür eine verdammt unverbrauchte Kulisse ab. Zwischen regennassen Hinterhöfen, dampfenden U-Bahn-Schächten und pompösen Art-déco-Fassaden tobt nämlich ein veritabler Schattenkrieg. Magie ist in dieser Welt keine verstaubte Zauberschule, sondern knallharte Schmuggelware, um die sich die Mafia mit gezückten Tommy-Guns und dunklen Ritualen prügelt.

YouTube Video

Ellie will eigentlich nur ihren Gesangsjob im Club durchziehen, wird aber von zwei rivalisierenden Fraktionen ins Visier genommen, die ihre seltene Gabe mit Gewalt einfordern wollen. Genau hier kommt Ilya Jones ins Spiel, die stocksteife Anführerin des Seekers-Ordens. Wo Ilya mit Ordensregeln, Ehre und Pflichtbewusstsein nervt, hat Ellie schlicht keinen Bock auf Chefsessel-Befehle und haut lieber direkt dazwischen. Diese Reibung zwischen zwei sturen Schädeln treibt die Hetzjagd durch die Stadt voran, ohne dass man alle fünf Minuten in quälend langen Zwischensequenzen feststeckt.

Konami kriegt die Kurve und lässt niemanden draußen warten

Man muss es Konami lassen: Nach all den Jahren, in denen der Name fast nur noch für Pachinko-Automaten, Mobile-Experimente oder maximal halbherzige Remakes herhalten musste, wirkt dieses Lebenszeichen fast schon surreal. Rhapsody in Scarlet ist eine komplett neue Marke, gebaut als echtes Singleplayer-Erlebnis für Leute, die mit Controller am Schreibtisch oder vor der Glotze sitzen und schwitzige Hände wollen.

Dass Konami das Ding direkt zeitgleich auf Steam, PS5 und Xbox Series X/S wirft, ist der nächste dicke Pluspunkt. Kein nerviges Warten auf eine spätere PC-Portierung, kein gekaufter Konsolen-Deal. Ein genaues Release-Datum gibt es zwar noch nicht, aber spielerisch sieht das Ding bereits erstaunlich griffig aus. Wenn die Kamera bei den teils bildschirmfüllenden Monsterattacken mitspielt und die Bildrate stabil bleibt, hat Konami hier den vielleicht spannendsten Brawler des Jahres in der Pipeline.

TAGGED:Rhapsody in Scarlet

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vonMischa Schumacher
Seit Kindestagen bin ich ein riesen Nintendo-Fan und bin mit Spielen wie Super Mario und Pokemon aufgewachsen. Dann kam die erste Playstation, kurz darauf folgte der eigene PC und somit gab es für mich keinen Halt mehr und meine Leidenschaft für Videospiele wurde immer größer. So groß, dass ich mittlerweile 16 Konsolen im Wohnzimmer stehen hab. Ich kann mit Shooter nicht wirklich etwas anfangen, jedoch habe ich mit RPGs und JRPGs umso mehr Freude, Jump and Runs dürfen natürlich hier nicht fehlen. Mein Herz gilt Spielen mit einer bewegenden Story, da kann Grafik schon mal als Nebensache betrachtet werden.
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