Wenn ein Schauspieler sagt, er habe an einem Projekt gearbeitet, seit sein Kind laufen lernte, dann ahnt man, was für ein langer Weg hinter ihm liegt. Genau das hat Liam J McIntyre, die Stimme hinter James „Logan“ Howlett in Marvel’s Wolverine, kürzlich öffentlich geteilt – und damit eine Ahnung davon vermittelt, wie tief die Wurzeln dieses Spiels tatsächlich reichen. Wer dachte, Insomniac Games habe erst kurz nach der Ankündigung mit der Entwicklung begonnen, wird eines Besseren belehrt.
Eine Entwicklung, die tiefer geht als gedacht
Marvel’s Wolverine wurde im September 2021 offiziell angekündigt – ein kurzer, aber wuchtiger Teaser, der die Spielerschaft sofort in Aufruhr versetzte. McIntyre veröffentlichte nun einen Beitrag, in dem er verriet, er habe „fast so lange an diesem Projekt gearbeitet, wie mein Sohn auf der Welt ist.“ Eine Aussage, die nachhallen lässt. Sie deutet darauf hin, dass seine Beteiligung als Sprecher mindestens auf den Zeitraum kurz nach der Geburt seines Sohnes zurückreicht – und da Aufnahmen in solchen Projekten frühestens nach abgeschlossenem Grundkonzept beginnen, könnte die eigentliche Konzeptphase noch weiter zurückliegen. Für ein Studio, das in dieser Zeit gleichzeitig Ratchet & Clank: Rift Apart und Marvel’s Spider-Man 2 fertigstellte, ist das ein beachtliches Zeugnis der Arbeitsdichte bei Insomniac Games.
Logan, Madripoor und der lange Weg zur Veröffentlichung
Marvel’s Wolverine erscheint am 15. September 2026 exklusiv für PlayStation 5 – ein Termin, der passenderweise fast auf den Tag genau fünf Jahre nach der Erstankündigung liegt. Das Spiel erzählt eine eigenständige Geschichte: Logan reist durch Schauplätze wie Madripoor und Tokio, um seine verlorenen Erinnerungen zurückzugewinnen. Feinde wie die Reaver und Wächter stellen sich ihm in den Weg, während er im ikonischen gelben Kostüm mit seinen Adamantium-Klauen durch die Gegner pflügt. Das erste ausgedehnte Spielgeschehen-Video hat bereits gezeigt, dass Insomniac den rohen, unnachgiebigen Charakter der Figur ernsthaft in Spielmechanik übersetzt – brutal, rhythmisch und mit spürbarer Gewalt. McIntyre selbst schrieb dazu: „Ich habe lange auf diesen Tag gewartet… nicht mehr lange!“
Insomniac, Lecks und ein Blick hinter den Vorhang
Wer sich an den bedauerlichen Datenleck von 2023 erinnert, weiß, dass Insomniacs Entwicklungskalender weit mehr Projekte umfasst, als die Öffentlichkeit bislang offiziell kennt. Dass Marvel’s Wolverine bereits während der Hochphasen anderer Großproduktionen konzipiert und besetzt wurde, unterstreicht einmal mehr die außergewöhnliche Produktionskapazität des Studios. Für McIntyre bedeutet der nahende Erscheinungstermin den Abschluss einer persönlich bedeutsamen Reise. Für alle anderen bedeutet er, dass das Warten auf einen der meisterwarteten PlayStation-5-Exklusivtitel bald ein Ende hat. Insomniac hat zudem angekündigt, im Frühjahr weitere Details nachzureichen.