Es ist offiziell: Die Nintendo Switch 2 wird ab September 2026 teurer – in allen Regionen um umgerechnet rund 50 US-Dollar. Jetzt hat sich Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa persönlich zu Wort gemeldet und sich bei den Spielern entschuldigt. In einer Stellungnahme während der jüngsten Finanzergebnis-Besprechung nannte er die Gründe: steigende Produktionskosten, US-Importzölle und eine weltweite RAM-Knappheit. Gleichzeitig verspricht er, die Konsole mit einer „robusten Software-Offensive“ noch attraktiver zu machen.
Die neuen Preise: Was kostet die Switch 2 ab September?
Die Preiserhöhung betrifft alle SKUs und trifft Spieler weltweit. Hier die konkreten Änderungen:
| Region | Alter Preis | Neuer Preis |
|---|---|---|
| USA | $449,99 | $499,99 |
| Kanada | $629,99 CAD | $679,99 CAD |
| Europa | €469,99 | €499,99 |
| Japan (ab 25. Mai) | ¥49.980 | ¥59.980 |
Doch damit nicht genug: Auch die Vorgänger-Modelle werden in Japan teurer – die OLED-Switch steigt von ¥37.980 auf ¥47.980, die Standard-Switch von ¥32.978 auf ¥43.980 und die Switch Lite von ¥21.978 auf ¥29.980. Sogar das Nintendo Switch Online-Abo wird ab Juli teurer: Die Jahresmitgliedschaft kostet dann ¥3.000 statt ¥2.400.
Mehr Details zu den genauen Preisanpassungen in Europa gibt es in unserem Artikel zur Switch 2-Preiserhöhung ab September 2026.
Warum wird die Switch 2 teurer? Furukawa spricht Klartext
Furukawa war in seiner Stellungnahme erstaunlich offen. Die Preiserhöhung sei nötig, weil die fortlaufende Produktion der Switch 2 immer teurer werde. Drei Hauptfaktoren treiben die Kosten:
- US-Importzölle auf in Asien produzierte Elektronik
- Steigende RAM-Preise aufgrund einer globalen Speicherknappheit
- Allgemein gestiegene Herstellungskosten in der Lieferkette
„Wir entschuldigen uns aufrichtig bei unseren Kunden für die erheblichen Unannehmlichkeiten, die dies verursachen wird“, so Furukawa wörtlich. Und weiter: „Obwohl wir eine breite Akzeptanz priorisieren wollten, war es herausfordernd, die steigenden Kosten über einen langen Zeitraum zu tragen.“ Ein ehrliches Eingeständnis – und selten für einen Nintendo-Präsidenten.
Das Software-Versprechen: Kommen die dicken Titel?
Trotz der schlechten Nachrichten gibt es auch Positives: Furukawa kündigte an, die Switch 2 mit einem „robusten Software-Lineup“ noch attraktiver machen zu wollen. Was genau das bedeutet, ließ er offen – aber die Gerüchteküche brodelt. Ein möglicher Mario Kart Neuling? Ein neues 3D-Mario?
Fakt ist: Nintendo hat bis zum 31. März 2026 bereits knapp 20 Millionen Switch 2-Konsolen verkauft, allein im letzten Quartal 2,49 Millionen. Pokémon Pokopia knackte die 4-Millionen-Marke, und insgesamt wurden 10,78 Millionen Spiele für die neue Konsole abgesetzt. Die Nachfrage ist also da – und ein starkes Lineup würde die Preiserhöhung für viele Spieler leichter schluckbar machen.
Weitere offizielle Infos zur Konsole und den Preisen gibt es auf der offiziellen Nintendo-Website.
Teurer, aber nicht weniger wertvoll – Nintendos schwieriger Balanceakt
Die Preiserhöhung ist ein harter Brocken, keine Frage. 50 Dollar mehr für eine Konsole, die ohnehin schon nicht billig war – das tut weh, besonders in Zeiten steigender Lebenserhaltungskosten. Aber Furukawas offene Kommunikation tut der Sache gut. Statt still und heimlich die Preise anzuheben, geht Nintendo in die Offensive, erklärt die Gründe und verspricht gleichzeitig eine starke Software-Zukunft.
Ob das reicht? Wenn Nintendo im Sommer mit ein paar echten Kracher-Ankündigungen nachlegt – vielleicht mit einem neuen 3D-Mario oder einem Zelda-Ableger –, dann werden die meisten Spieler den Aufpreis verschmerzen. Die Switch 2 verkauft sich ohnehin wie geschnitten Brot. Und solange die Qualität der Spiele stimmt, bleibt Nintendos Hybrid-Konsole auch mit dem höheren Preis eine der besten Anschaffungen, die man als Gamer machen kann.