NACON und Entwickler Nacon Studio Ghent präsentieren im neuesten Gameplay-Trailer zu Hunting Simulator 3 die spielerischen Neuerungen der kommenden Jagdsimulation und eröffnen gleichzeitig die weltweiten Vorbestellungen. Zwischen weitläufigen Nadelwäldern in Colorado und staubigen Tälern in Texas soll ein lebendiges Ökosystem für spürbare Unberechenbarkeit auf der Pirsch sorgen. Ob die dynamische Tierwelt und vierbeinige Jagdhelfer ausreichen, um dem Genre-Primus die Führung streitig zu machen, entscheidet sich Ende Oktober.
Lebendiges Ökosystem statt statischer Zielscheiben
Im Mittelpunkt des neuen Gameplay-Trailers steht das sogenannte SimFauna-System, das über 35 Tierarten ein dynamisches Verhalten spendieren soll. Beutetiere stehen nicht mehr nur wie Schießbudenfiguren im Dickicht, sondern altern, pflanzen sich fort und reagieren direkt auf den Jagddruck in ihrem Areal.
Bereits während der ersten Enthüllung deutete das Team technische Ambitionen an, doch erst jetzt wird der spielerische Wert greifbar. Wenn Rehe bei anhaltender Bejagung ihre gewohnten Wasserstellen meiden, zwingt das zur echten Routenplanung statt reinem Abgrasen fester Wegpunkte. Ähnlich dynamische Verhaltensmuster kennen Spieler bereits bei Monster Hunter Wilds, wo Herden gezielt auf Umweltreize reagieren. Ob die komplexe Alterung von Tieren in einer normalen Pirsch-Runde jedoch wirklich spürbare Auswirkungen entfaltet oder eher ein nettes Statistik-Gimmick auf dem Papier bleibt, muss die finale Version beweisen.
Vierbeiner im Unterholz und zwei gigantische US-Reviere
Für die Pirsch im dichten Dickicht spannen die Entwickler erstmals ausgebildete Jagdhunde ein. Die vierbeinigen Begleiter unterstützen bei der Fährtensuche und spüren Kleinwild, Vögel oder wehrhafte Raubtiere auf. Wer die pure Anspannung beim vorsichtigen Anschleichen sonst nur in Hunt: Showdown sucht, findet hier eine methodische Spurensuche. Ein fader Beigeschmack bleibt allerdings: Zum Verkaufsstart steht lediglich eine einzige Hunderasse im Basisspiel bereit. Weitere Rassen folgen erst nach dem Launch über kostenlose Inhalts-Updates.
Auslauf bekommen Spürnasen und Schützen auf zwei offenen Karten in Colorado und Texas, die jeweils 100 Quadratkilometer messen. Die Reviere reichen von dichten Nadelwäldern bis zu trockenen Ebenen, detailliert modelliert auf Basis der Unreal Engine 5. Um die gewaltigen Distanzen ohne endlose Fußmärsche zu bewältigen, stehen fünf lizenzierte Geländefahrzeuge von Kawasaki, Polaris und Ford in der Garage.
Lizenzierte Waffen und die Hürden der Vorbestellung
Zur Ausrüstung zählen knapp 75 originalgetreue Waffen und Zubehörteile von Herstellern wie Remington, Winchester, Beretta oder Browning. Die Ballistik soll spürbare Unterschiede zwischen kleinkalibrigen Büchsen für Flugwild und durchschlagskräftigen Kalibern für Bären bieten. Wer auf der Pirsch Erfolg haben will, muss Visier, Munition und Windrichtung penibel aufeinander abstimmen.
Gleichzeitig startet der Vorverkauf mit einer spürbaren Segmentierung für Frühentschlossene. Vorbesteller erhalten das Winchester-1892-Gewehr, passende Schutzkleidung und mit dem American Foxhound einen zusätzlichen Hund. Wer zur teureren Apex-Predator-Edition greift, schaltet exklusive Remington-Gewehre, ein Polaris-UTV sowie Anpassungen für die Jagdhütte frei.
Hier zeigt sich die altbekannte Nacon-Monetarisierung, die spielerische Vorteile und Ausrüstung gern in Vorab-Pakete schnürt. Ob die technische Frischzellenkur durch die Unreal Engine 5 reicht, um den langlebigen Platzhirsch theHunter: Call of the Wild vom Thron zu stoßen, wird sich am 29. Oktober auf den Konsolen und dem PC entscheiden.
