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PlayStation Studios soll rund 260 Millionen Euro mit PC-Ports verdient haben – doch Sony beendet diese Strategie

Ein ehemaliger PlayStation-Mitarbeiter gibt an, die PC-Sparte von Sony in drei Jahren auf rund 260 Millionen Euro Nettoumsatz aufgebaut zu haben. Trotzdem beendet Sony offenbar die PC-Portierungsstrategie für Einzelspieler-Erstparteititel.

Max Wollersberger
von Max Wollersberger
04.04.26
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Lesezeit: 2 Min.
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Wie profitabel war Sonys Strategie, PlayStation-Studios-Exklusivtitel für den PC zu veröffentlichen? Diese Frage beschäftigt die Branche schon länger – und ein LinkedIn-Profil eines ehemaligen Sony-Mitarbeiters liefert nun zumindest einen konkreten Anhaltspunkt. Gleichzeitig verdichten sich die Anzeichen, dass genau diese Strategie bald der Vergangenheit angehören könnte.

Das steckt im Artikel
  • 260 Millionen Euro Nettoumsatz in drei Jahren – dank einer Person
  • Sony zieht die Reißleine – und die Gründe klingen vertraut
  • Multiplayer bleibt – Einzelspieler geht

260 Millionen Euro Nettoumsatz in drei Jahren – dank einer Person

Jerry Liu war zwischen Januar 2021 und Juni 2023 als PC Planner und Insights Manager bei PlayStation tätig. Auf seinem LinkedIn-Profil beschreibt er, wie seine Arbeit dazu beigetragen hat, die PC-Sparte von PlayStation von null auf rund 260 Millionen Euro Nettoumsatz in drei Jahren zu entwickeln. Zu seinen Aufgaben gehörten die Optimierung von Werbestrategien, die Prognose von Budgets für Playstation PC-Titel, die Analyse des PlayStation-Backkatalogs sowie die Entwicklung von Vertriebsmodellen und Verkaufszielen.

Besonders aufschlussreich ist eine spezifische Angabe: Lius Strategien für eine aggressivere Preisgestaltung sollen den Bruttoumsatz aus PC-Veröffentlichungen um 25 Prozent gesteigert haben. Das sind keine offiziellen Sony-Zahlen und keine bestätigten Daten – doch als interne Einschätzung eines direkt beteiligten Mitarbeiters haben sie erhebliches Gewicht. Spiele wie God of War Ragnarök und Marvel’s Spider-Man 2 haben auf dem PC offenbar deutlich mehr eingebracht, als viele vermutet hatten.

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Sony zieht die Reißleine – und die Gründe klingen vertraut

Trotz dieser Zahlen mehren sich die Hinweise, dass Sony seine PC-Strategie für Einzelspieler-Erstparteititel grundlegend ändert. Laut Berichten von Bloomberg-Journalist Jason Schreier hat eine interne Fraktion bei PlayStation erhebliche Bedenken gegenüber der Portierungsstrategie geäußert. Der Kern der Sorge: PC-Ports könnten langfristig den Absatz von PlayStation-Hardware schädigen – sowohl der PS5 als auch zukünftiger Konsolengenerationen. Ein Argument, das nicht neu ist, aber offenbar zunehmend Gehör findet.

Konkret sollen bereits laufende Portierungsarbeiten für Ghost of Yōtei und Saros eingestellt worden sein. Schreier zufolge wird Sony seinen veränderten Kurs irgendwann offiziell kommunizieren, sei es über soziale Medien oder im Rahmen eines Investorengesprächs.

Multiplayer bleibt – Einzelspieler geht

Was Sony nicht aufgeben will, ist die PC-Präsenz seiner Multiplayer-Titel. Der Erfolg von Helldivers 2 auf dem PC hat gezeigt, welchen Mehrwert eine plattformübergreifende Spielerbasis für Online-Erlebnisse hat – eine größere aktive Spielerschaft bedeutet kürzere Wartezeiten und ein lebendigeres Matchmaking auch für PS5-Spieler. Titel wie Marvel Tōkon: Fighting Souls und Horizon Hunters Gathering sind bereits für PC bestätigt.

Death Stranding 2: On the Beach könnte damit das letzte große Einzelspieler-PlayStation-Spiel auf dem PC gewesen sein – zumindest aus dem Sony-Publishingportfolio. Da Kojima Productions kein internes First-Party-Studio ist, hat Sony dabei ohnehin weniger zu sagen. Mit über zwei Millionen Verkäufen war der PC-Launch jedenfalls ein beachtlicher Abschluss dieser Ära.

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vonMax Wollersberger
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Heavy Music, schnelle Bikes und Sport sowieso – da ich auch im Jahre des Herren 1986 geboren wurde und da auch der NES in Europa das Licht erblickte, war die Konsequenz des Zockens logisch. Da ich auch an verbaler Inkontinenz leide, sind PixelCritics sowie earshot.at perfekte Orte um mein Interesse am Journalismus auszuleben.
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