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Games

Soulframe Preludes 15 bringt Crafting-Rework und Trading – aber die Alpha dauert jetzt schon vier Jahre

Soulframes Preludes-15-Update überarbeitet Crafting und Loot von Grund auf und fügt Trading sowie Post ein – gute Änderungen, aber sie zeigen auch, wie weit das Spiel noch von fertig entfernt ist. Nach vier Jahren Alpha und mit 30-Euro-Founder-Packs im Angebot muss Digital Extremes auf der TennoCon 2026 endlich eine echte Release-Perspektive liefern.

Alexander Liebe
von Alexander Liebe
02.06.26
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Lesezeit: 6 Min.
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Soulframe, das Fantasy-MMO der Warframe-Macher Digital Extremes, bekommt mit Preludes 15: Gods & Ghosts im Juni 2026 das nächste große Alpha-Update. Der jüngste Devstream zeigte massive Änderungen am Crafting- und Loot-System, komplett neue Social-Features wie Trading und eine spielinterne Post – und neue Gegner, Waffen sowie ein überarbeitetes Totem-System. Über die offizielle deutsche Soulframe-Seite kannst du dich weiterhin für die geschlossene Alpha anmelden – oder per Founder-Pack sofort einsteigen.

Das steckt im Artikel
  • Vier Jahre Alpha – wie weit ist Soulframe wirklich?
  • Crafting, Loot, Trading – die großen Baustellen von Preludes 15
  • 30 Euro für die Alpha – der Founder-Elefant im Raum
  • Summer Game Fest, TennoCon – die nächsten Wegmarken
YouTube Video

Vier Jahre Alpha – wie weit ist Soulframe wirklich?

Soulframe wurde im Juli 2022 auf der TennoCon feierlich enthüllt. Jetzt, im Juni 2026, läuft das Spiel immer noch unter dem Label „Preludes“ – Digital Extremes‘ kreativer Name für eine geschlossene Pre-Alpha, die seit 2023 in Wellen neue Tester einlässt. Das ist kein Early Access und schon gar keine Beta: Es ist ein unfertiges Produkt, das Woche für Woche per Zufallsziehung neue Spieler reinlässt – oder gegen Geld.

Zum Vergleich: Warframe ging 2012 in die Closed Beta, öffnete die Tore für die Open Beta im März 2013 und war damit in weniger als einem Jahr von der ersten spielbaren Version zum öffentlichen Test bereit. Soulframe ist nach vier Jahren Entwicklung noch nicht einmal an diesem Punkt angelangt. Sarah Asselin, Senior Community Manager, schiebt im Devstream nach: „Unsere Preludes-Updates erscheinen jetzt in schnellerer Abfolge, während die Entwicklung parallel zur wachsenden Community Fahrt aufnimmt.“ Das klingt nach Fortschritt, aber die unausgesprochene Wahrheit ist: Solange kein Beta-Fenster genannt wird, ist ein finaler Release kaum vor 2027 realistisch.

Noch deutlicher wird die Diskrepanz beim Blick auf Warframes parallele Entwicklung: Während Soulframe in der Alpha werkelt, liefert Digital Extremes für Warframe Updates wie The Shadowgrapher und expandiert Warframe auf Android und Switch 2. Das Studio kann Multi-Tasking – aber zwei Live-Service-Titel gleichzeitig zu betreiben, ist eine andere Hausnummer als einen zu verwalten und den anderen überhaupt erst fertigzustellen.

Crafting, Loot, Trading – die großen Baustellen von Preludes 15

Dass ein Kernsystem wie Crafting und Loot grundlegend überarbeitet werden muss, verrät eine Menge über den aktuellen Stand. Preludes 13 schraubte massiv am Kampfsystem (Responsiveness, Kamera, Waffen-Feedback), jetzt nimmt sich Preludes 15 das Crafting vor. Digital Extremes räumt hier offenbar Baustellen ab, die im Spielertest nicht funktioniert haben. Im Detail bringt das Update:

  • Tempers: Gegner droppen jetzt vollständig gefertigte Waffen mit zufälligen Modifikatoren – sogenannten Tempers. Jeder Fund soll sich dadurch einzigartig anfühlen, ähnlich wie Warframes Riven-Mods, nur direkt auf der Waffe.
  • Barren-Crafting bei Tuvalkane: Beim Schmied-NPC kannst du neue Barren herstellen und damit Tempers neu auswürfeln. Das ist im Kern das Kuva-Reroll-System aus Warframe, nur in Fantasy verpackt.
  • Trading & Post: Spieler können Ausrüstung tauschen und sich Nachrichten schicken. Wer Warframe kennt, wird das Trading-System sofort wiedererkennen – inklusive der vertrauten Einschränkungen, die Missbrauch verhindern sollen.
  • Totem-Rework: Totems sind jetzt an die drei Tugenden Mut, Geist und Anmut gebunden und geben Boni auf Runen-Fähigkeiten. Zusammen mit den neuen Waffen – der gewaltigen Axt Veilk, der Langklinge Ilverac und dem Koloss-Streitkolben Vrusht-IX – sollen Build-Vielfalt und Theorie-Crafting endlich Tiefe bekommen.
  • Neue Gegner & Patrouillen: Der Ode’n Caeulam und der Mendicant Reinbreaker erweitern das Bestiarium, während ein überarbeitetes Patrouillen-System für mehr Abwechslung in den Belagerungs-Gefechten sorgen soll.

Auf dem Papier klingt das nach einem soliden Update-Paket. Aber die Grundsatzfrage bleibt: Wenn Crafting und Loot erst jetzt – nach drei Jahren spielbarer Alpha – grundlegend umgebaut werden, wie viele andere Systeme stehen noch auf der Rework-Liste? Das Progression-System? Die Open-World-Struktur? Der Netcode?

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30 Euro für die Alpha – der Founder-Elefant im Raum

Seit November 2025 kannst du dir den Alpha-Zugang nicht mehr nur erlosen, sondern auch kaufen. Drei Founder-Packs mit je einem „Wyld“-Charakter (unterschiedliche Pakt, Rüstung, Waffen, Sidearms, Kosmetika) stehen zur Wahl – für 30 Euro pro Stück oder 100 Euro für das Paragon-Bundle mit allen dreien. Dazu gibt es Arcs (die Premium-Währung), Einladungscodes für Freunde und exklusive Kosmetik.

Das sorgte in der Community für gemischte Reaktionen. Wie die Community-Diskussion zum Founder-Preis zeigt, empfinden manche 30€ für eine Alpha als fair – schließlich bekommst du Zugang zu einem Spiel, das kontinuierlich wächst, und unterstützt die Entwicklung. Andere sehen darin einen bezahlten Early Access, der sich „Founder“ schimpft, um an Warframes glorreiche Gründer-Tage anzuknüpfen.

Der Vergleich ist pikant: Warframes Founder-Programm von 2013 startete bei 20 Dollar für die Basis-Stufe und bot mit Excalibur Prime eine bis heute exklusive und extrem rare Warframe-Variante. Soulframes Wyld-Packs sind dagegen primär kosmetisch – die exklusive Paragon-Waffe und die Rüstungssets sind nett, aber nicht spielentscheidend. Rock Paper Shotgun zum Founder-Programm merkt trocken an: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Founder-Pakete als ‚mikro‘ bezeichnen würde.“

Für einen uneingeschränkten Alpha-Zugang zu einem Spiel, das am Ende Free-to-Play sein soll, sind 30€ kein Pappenstiel. Die Frage ist nicht, ob der Preis fair ist – sondern ob genug Spielspaß drinsteckt, um ihn zu rechtfertigen.

Summer Game Fest, TennoCon – die nächsten Wegmarken

Zwei Events stehen unmittelbar bevor, die Soulframe aus der Alpha-Ecke ins Rampenlicht rücken könnten. Am 5. Juni 2026 um 17 Uhr ET (23 Uhr deutscher Zeit) zeigt der Summer Game Fest-Livestream via The Game Awards auf YouTube und Twitch einen neuen Gameplay-Trailer. Das ist die Bühne, auf der Digital Extremes idealerweise nicht nur Atmosphäre, sondern echten Fortschritt demonstrieren muss.

Knapp einen Monat später, am 10. und 11. Juli, steigt die hauseigene TennoCon – das jährliche Community-Fest, auf dem traditionell die größten Enthüllungen fallen. Ben Starr (Clive Rosfield aus Final Fantasy XVI, inzwischen bei Soulframe involviert) hat via Twitch und YouTube bereits die „größten Enthüllungen des Jahres“ angeteasert. Die spannende Frage: Wird Digital Extremes endlich einen Beta-Termin oder gar ein Release-Fenster nennen, oder bleibt es bei „mehr Preludes, mehr Features, irgendwann fertig“?

Noch hat das letzte große Alpha-Update, Preludes 14: The Duelo, erst vor wenigen Monaten Piraten-Flair, Rapier-Kampf und ein Geisterschiff geliefert. Das Tempo der Updates stimmt also. Trotzdem bleibt der Eindruck: Soulframe ist ein ambitioniertes, wunderschönes Fantasy-MMO in einer extrem langen Alpha-Phase – und Digital Extremes lässt sich mit dem finalen Produkt mehr Zeit, als es Warframe jemals tat.

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vonAlexander Liebe
Seitdem ich zum ersten Mal einen Controller in der Hand hielt wusste ich, dass dies eine Freundschaft fürs Leben wird. Bis heute ist der digitale Sport für mich fixer Bestandteil meiner Freizeit. Mit AustriaGaming ist er sogar zum Teil zur Berufung geworden. Favorisierte Spiele sind für mich aus dem Genre Horror, SciFi und RPG mit viel geschichtlichem Tiefgang. Gerade innovative und alternative Games ziehen mich öfters in den Bann.
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