Der lang herbeigesehnte Meilenstein ist endlich erreicht, doch die Korken knallen im Hause Battlestate Games eher verhalten. Was als triumphaler Siegeszug mit der Version 1.0 für den Hardcore-Shooter geplant war, entpuppte sich schnell als nervenaufreibende Geduldsprobe für die treue Community. Anstatt sich vollends in das taktische Gefecht zu stürzen, fanden sich viele Fans in Warteschlangen oder technischen Sackgassen wieder. Nun meldet sich das Entwicklerstudio zu Wort, übt sich in Demut und kündigt konkrete Schritte an, um das angeknackste Vertrauen wiederherzustellen.
Reuevolle Worte aus der Chefetage
Game Director Nikita Buyanov wählte auf der Plattform X (ehemals Twitter) eine bemerkenswert offene Ansprache. Er gestand unumwunden ein, dass der Ansturm die Kapazitäten der Infrastruktur schlichtweg überrollt hat. Die Server ächzen unter der Last, weshalb nun weltweit massiv aufgestockt wird, um die Matchmaking-Zeiten auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Doch nicht nur die Hardware bereitet Kopfzerbrechen. Buyanov räumte ein, dass es peinlicherweise auch sogenannte „Legacy Bugs“ – also Fehler, die teils noch aus der Alpha-Phase stammen – in die finale Verkaufsversion geschafft haben. Das Team arbeite unermüdlich daran, diese Altlasten sowie neu aufgetretene Probleme in den kommenden Monaten endgültig auszumerzen.
Ein schwieriges Debüt auf Steam
Besonders die Premiere auf Valves Vertriebsplattform verlief holprig. Das dortige Stimmungsbild spricht Bände: Mit einer positiven Bewertungsrate von lediglich 46 Prozent im englischsprachigen Raum wird der Titel derzeit nur mit „Ausgeglichen“ geführt. In einem separaten Statement auf Steam adressierte das Studio spezifische technische Hürden. Im Fokus stehen dabei Download-Schwierigkeiten, fehlerhafte Beleuchtung bei Händlern sowie der berüchtigte „Fehler 228“, der Transaktionen blockiert. Ein kurioser Ratschlag betrifft zudem Nutzer der Nvidia Smooth Motion Technologie; diese sollte vorerst deaktiviert werden, da sie Startprobleme verursacht.
Trostpflaster für geplagte Nerven
Um die Wogen etwas zu glätten, greifen die Macher tief in die virtuelle Schatzkiste. Als Kompensation für den frustrierenden Start winkt in naher Zukunft eine materielle Entschädigung. Dein Inventar darf sich auf das „Bear Classic“ sowie das „USEC Night Patrol“ Set freuen. Solltest du diese Ausrüstung bereits dein Eigen nennen, wird dir stattdessen der entsprechende Gegenwert in In-Game-Währung gutgeschrieben. Neben der Fehlerbehebung richtet sich der Blick auch vorsichtig in Richtung neuer Horizonte: Eine Konsolen-Version wird intern diskutiert, wobei die größte Herausforderung in der Adaption der komplexen Steuerung für Gamepads liegt.
Kannst du über die technischen Startschwierigkeiten hinwegsehen, wenn das Gameplay stimmt, oder ist ein fehlerfreier Launch für dich Pflicht? Schreib es uns in die Kommentare!