Redemption Road Games meldet sich nach fast einjähriger Pause mit einem ausführlichen Gameplay-Showcase zu Kingmakers zurück und demonstriert die chaotischen Massenschlachten im Detail. Das Studio zeigt ungeschönt, wie moderne Feuerkraft auf mittelalterliche Armeen prallt, während Spieler taktische Truppenbefehle mit direkter Shooter-Action verknüpfen. Obwohl ein fester Veröffentlichungstermin weiterhin fehlt, öffnet das Team ab sofort die Anmeldung für einen ersten Playtest auf Steam.
Kugelhagel gegen Schilde und Kavallerie
Zehntausende Soldaten prallen gleichzeitig aufeinander, sobald Kingmakers modernste Sturmgewehre und gepanzerte Pickups gegen feudale Heere ins Feld schickt. Das frisch veröffentlichte Material demonstriert eindrucksvoll, wie dieser absurde Zusammenprall zweier Zeitalter spielerisch greift. Anstatt billigen Klamauk abzuliefern, nimmt das Studio die physikalische Simulation erstaunlich ernst. Pfeilhagel prasseln auf Fahrzeugbleche ein, während schwere Maschinengewehre bedrohliche Schneisen in anstürmende Infanterie schlagen.
Reine Feuerkraft garantiert auf diesem Schlachtfeld allerdings keinen automatischen Durchmarsch. Feindliche Truppenverbände reagieren dynamisch auf Bedrohungen und formieren geschlossene Schildwälle. Wer sein Magazin unüberlegt leerschießt oder im falschen Moment nachlädt, wird von heranstürmender Kavallerie gnadenlos überrannt. Die Kämpfe fordern ständige Wachsamkeit. Gleichzeitig zeigt sich die explosive Zerstörung von Holztoren und Steinmauern als taktischer Hebel, um feindliche Verteidigungslinien gezielt aufzubrechen.
Taktische Truppenführung aus der Vogelperspektive
Der eigentliche spielerische Reiz liegt in der nahtlosen Verschmelzung zweier völlig gegensätzlicher Genres. Ihr ballert euch nicht bloß als einsamer Zeitreisender durch Hunderte Widersacher, sondern wechselt per Knopfdruck ansatzlos in die klassische Vogelperspektive. Aus dieser Übersicht heraus agiert Kingmakers als vollwertiges Echtzeit-Strategiespiel. Eigene Bogenschützen beziehen erhöhte Stellungen, Lanzenkämpfer sichern Flanken und schwere Artillerie nimmt befestigte Stellungen unter Beschuss.
Dieser ständige Perspektivwechsel verlangt schnelles taktisches Umdenken. Wer die Lagekarte ignoriert, rennt trotz Raketenwerfern geradewegs ins Verderben. Für willkommene Auflockerung sorgen humorvolle Dialoge zwischen den Akteuren, die das Aufeinandertreffen von Gegenwart und Mittelalter ironisch kommentieren. Noch turbulenter dürften die Feldzüge im Mehrspieler verlaufen, in dem bis zu vier Spieler im Koop gemeinsam gegen gewaltige Armeen anrücken. Das Zusammenspiel aus Absprachen und Dauerfeuer verspricht enorme Gruppendynamik.
Fehlendes Release-Datum und der Weg zum Playtest
Einen handfesten Dämpfer verpasst der neue Auftritt jedoch all jenen, die auf ein festes Veröffentlichungsdatum gehofft hatten. Das Studio bleibt einen konkreten Termin weiterhin schuldig. Nachdem das Team eine kurzfristige Verschiebung verkündet hatte, um dem hohen technischen Anspruch gerecht zu werden, herrschte monatelang bedrückende Stille. Die erneute Präsentation ohne Kalenderangabe schürt verständlicherweise Skepsis in der Community.
Immerhin lässt sich der Zustand des Projekts bald selbst überprüfen. Über Steam startete zeitgleich die offizielle Registrierung für einen ersten Playtest. Wer sich frühzeitig anmeldet, darf die gewaltigen Gefechte in absehbarer Zeit selbst antesten und Feedback zur Stabilität abgeben. Für Redemption Road Games wird dieser Testlauf zur ultimativen Nagelprobe. Erst unter realen Bedingungen bei Tausenden Spielern zeigt sich, ob die gewaltige Truppensimulation auf typischen Gaming-PCs stabil läuft oder unter ihrer eigenen Last zusammenbricht.
