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The Precinct: Screenshot
Tests

The Precinct im Test: GTA aus Polizistensicht – 80er-Retro-Action mit Blaulicht und Sirene

In diesem isometrischen Cop-Sandbox-Spiel erlebst Du im atmosphärischen 80er-Jahre-Setting die andere Seite des GTA-Universums – als rechtschaffener Polizist in einer Stadt, die vor Verbrechen nur so überschäumt.

Manuel Schmidt
von Manuel Schmidt
16.05.25
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Lesezeit: 6 Min.
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The Precinct: Screenshot
7.7 Spannend
The Precinct
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In einer Parallelwelt, in der Grand Theft Auto nie das Licht der Welt erblickt hätte, säßen wir heute womöglich alle vor einem Bildschirm und jagen Verbrecher statt sie zu verkörpern. Tatsächlich spielte DMA Design in den Neunzigern kurz mit dem Gedanken, uns in die Rolle gesetzestreuer Polizisten schlüpfen zu lassen, bevor sie sich für die lukrativere Verbrecherkarriere entschieden. Fast drei Jahrzehnte später wagt nun das Studio Fallen Tree Games mit „The Precinct“ einen Blick in jene alternative Zeitlinie – und beweist überraschend überzeugend, dass auch die rechtschaffene Seite des Gesetzes ihre spielerischen Reize birgt. Schnallt euch an, zieht die Polizeimütze tief ins Gesicht und macht euch bereit für einen Streifendienst durch die neongetränkten Straßen von Averno City, wo hinter jeder Ecke ein neues Verbrechen und in jedem Seitengässchen ein flüchtender Gauner lauert.

Das steckt im Artikel
  • Zurück in die Zukunft der Verbrechensbekämpfung
  • Zwischen Seitenstreifen und Straßenschluchten
  • Vollgas durch die Pixel-Großstadt
  • Paragraph und Paragraf: Die Spielregeln des Gesetzes

Zurück in die Zukunft der Verbrechensbekämpfung

Der klügste Schachzug der Entwickler? Sie haben „The Precinct“ in den 80er Jahren angesiedelt – einer Zeit vor Cyberkriminalität, Smartphone-Dauerberieselung und digitaler Überwachung. In Averno City geht es herrlich analog zu: Du, Dein Partner und das Knistern des Polizeifunks bilden die Trias der Verbrechensbekämpfung. Die Atmosphäre erinnert an klassische Polizeiserien jener Ära, ein unverfälschtes Cop-Erlebnis ohne moderne Schnörkel und ohne den Anspruch, gesellschaftskritische Debatten über Polizeigewalt anzustoßen. Stattdessen zelebriert das Spiel eine idealisierende Darstellung des Polizeidienstes, wie er sein sollte – nicht wie er ist oder war.

The Precinct: Screenshot

Diese verklärte Nostalgie funktioniert erstaunlich gut als Spielgrundlage. Der Alltag in Averno City gleicht einem pausenlosen Actionfilm, in dem jeder Tag so ereignisreich ist wie der gefährlichste Tag im Berufsleben eines echten Polizisten. Es ist, als würde man in der chaotischen Schlusssequenz von „Blues Brothers“ leben – ein ewiger Strom von Verfolgungsjagden, zertrümmerten Streifenwagen und tollkühnen Festnahmen. Die Klischees der Polizei-Popkultur werden dabei lustvoll bedient: Der idealistische Rookie, der kurz vor der Rente stehende, zynische Veteran, der schnauzbärtige Polizeichef und – natürlich – ein Beamter namens Kowalski dürfen nicht fehlen.

Zwischen Seitenstreifen und Straßenschluchten

Trotz einiger dialogischer Holprigkeiten – das Drehbuch klingt stellenweise überambitioniert und die Synchronisation wirkt gelegentlich unfreiwillig komisch – zieht einen der Spielrhythmus schnell in seinen Bann. Dein Polizeialltag gestaltet sich abwechslungsreich: Mal streifst Du zu Fuß durch die Straßen und hältst Ausschau nach Vandalen und Gewalttätern, mal kreuzst Du mit dem Streifenwagen durch die Stadt auf der Jagd nach Autodieben und betrunkenen Fahrern. Besonders spannend sind die Hubschraubereinsätze, bei denen Du Verdächtige mit dem Suchscheinwerfer ins Visier nimmst und Bodentruppen zur Festnahme dirigierst.

Die Vielfalt an Verbrechen, die Averno City zu bieten hat, ist beeindruckend. Für die virtuelle Einwohnerschaft mag dies ein Graus sein, für Dich als Spieler bedeutet es abwechslungsreiches Gameplay, das erst gegen Ende der rund 12-stündigen Kampagne leichte Ermüdungserscheinungen zeigt. Nach dem Abspann kannst Du weiterhin auf Streife gehen und procedural generierte Straßenverbrechen bekämpfen – ob das zum Wiederspielen motiviert, hängt stark davon ab, ob künftige Updates frische Fälle und Verbrechensarten ins Spiel bringen.

Vollgas durch die Pixel-Großstadt

Das Herzstück von „The Precinct“ bilden zweifellos die rasanten Verfolgungsjagden. Dank eines hervorragenden Fahrzeughandlings entfalten die Hetzjagden durch die isometrische Stadtkulisse einen überraschenden Suchtfaktor. Die Autos mögen aus der Vogelperspektive niedlich wirken, doch sie besitzen ein beeindruckendes Gewichtsgefühl, wenn Du den amerikanischen Stahlkoloss mit quietschenden Reifen um enge Kurven zwingst. Wenn dann mehrere Streifenwagen mit heulenden Sirenen einen flüchtigen Verdächtigen umzingeln, fühlt sich das eher nach dem Original „Driver“ an als nach den frühen 2D-GTA-Spielen – nur eben aus der Perspektive einer tief fliegenden Drohne.

Die originalgetreuen Fahrzeugmodelle der Ära sind ein Augenschmaus: Von kaum getarnten Mustang-Klonen und Cuda-Imitaten über A-Team-artige Vanduras bis hin zu den klassischen, kastenförmigen Caprice-Polizeiwagen – Detroit-Stahl, wohin das Auge reicht. Besonders gelungen ist der visuelle Stil mit seinen subtilen Fahrzeugkonturen, die fast illustriert wirken. Die Sirenen tauchen nachts die regennassen Straßen in ein atmosphärisches Rot-Blau, das dem Spiel zusammen mit zahlreichen liebevollen Details – von zerschlagenen Telefonzellen bis zu schummrigen Strip-Club-Schildern – eine unverwechselbare Atmosphäre verleiht. All diese Feinheiten mag man beim Durchrasen der Stadt übersehen, doch sie tragen unterschwellig zur Immersion bei. Erfreulich auch: In meinen Testläufen lief „The Precinct“ durchgehend stabil ohne Abstürze – unabhängig davon, ob ich besonnen oder wie ein Berserker durch die Missionen stürmte.

Paragraph und Paragraf: Die Spielregeln des Gesetzes

Eine interessante Spielmechanik ist der Fokus auf korrektes polizeiliches Vorgehen. Du erhältst weniger Erfahrungspunkte, wenn Du gegen Vorschriften verstößt – etwa indem Du Verdächtige ohne vorherige Identitätsprüfung ansprichst, Zivilisten attackierst, übermäßige Gewalt anwendest oder unbegründete Strafzettel verteilst. Dies führt zu langsameren Levelaufstiegen und verzögertem Zugang zu Skill-Trees. Die bereits gesammelten XP bleiben Dir zwar erhalten, doch ein Fehlverhalten kostet Dich die Tagesausbeute. Die Upgrades selbst sind weitgehend konventionell – erhöhte Widerstandsfähigkeit, größeres Munitionsmagazin und ähnliches – doch sie erweisen sich in Schießereien als wertvoll. Besonders nützlich sind die Fähigkeiten, Räumungsfahrzeuge und Straßensperren anzufordern, um Verfolgungsjagden zu beenden.

The Precinct: Screenshot

Dieser regelkonforme Ansatz bietet eine interessante Tiefenebene. Du kannst sogar selbst entscheiden, welche konkreten Anklagepunkte Du gegen Verdächtige erhebst und sie persönlich zur Wache begleiten, was zusätzliche XP einbringt. Dieser Prozess lässt sich allerdings auch automatisieren – eine Option, die ich meist wählte, um den Spielfluss nicht zu unterbrechen. Lieber auf Streife gehen als Schreibtischarbeit erledigen, lautete meine Devise.

Ein gewisses Manko des Systems: Die meisten Festnahmen folgen einem eintönigen Schema. Du identifizierst den Verdächtigen, durchsuchst ihn nach Waffen und Diebesgut, um ihn dann festzunehmen, zu verwarnen oder laufen zu lassen. Gegen Ende der Kampagne wirkt dieser Ablauf etwas abgedroschen, da zu wenig Variablen und Überraschungsmomente für Abwechslung sorgen. Bisweilen frustrierend ist zudem, wenn das Spiel die Situation falsch einschätzt – etwa wenn ein Schurke versucht, Dich mit seinem Auto zu überfahren, und das System Dich für den Einsatz Deiner Dienstwaffe zur Selbstverteidigung rügt. Verdammt, ich bin ein Cop am Rande des Abgrunds! Lass mich wenigstens versuchten Totschlag zur Anklage bringen!

Ob solche Ungereimtheiten Bugs oder schlicht nicht bedachte Szenarien sind, bleibt offen. „The Precinct“ weist insgesamt eine gewisse technische Ungeschliffenheit auf. Zwar begegneten mir keine spielbrechenden Probleme, doch gelegentliche Physik-Aussetzer und unerklärliche unsichtbare Wände störten die Immersion.

The Precinct: Screenshot
The Precinct
Spannend 7.7
Gameplay 8.1
Grafik 8.3
Sound 7.7
Inhalt 8
Story 6
Atmosphäre 8.1
Pro Atmosphärisches 80er-Jahre-Setting mit neonbeleuchteten, regennassen Straßen und authentischem Zeitkolorit Hervorragendes Fahrzeughandling, das rasante Verfolgungsjagden zu einem Hochgenuss macht Abwechslungsreiche Missionstypen von Fußpatrouillen bis zu Hubschraubereinsätzen Fokus auf korrekte Polizeiarbeit bietet eine interessante Gameplay-Ebene Detailverliebte isometrische Spielwelt mit zahlreichen Feinheiten Stabile technische Performance ohne Abstürze Erfrischende Perspektive als Gesetzeshüter in einem Sandbox-Spieluniversum
Kontra Verhaftungsprozeduren werden mit der Zeit eintönig und repetitiv Dialog und Sprachausgabe wirken stellenweise hölzern und überzogen Einige Gameplay-Mechaniken erkennen Situationen nicht korrekt Kleinere technische Mängel wie Physik-Glitches und unsichtbare Wände Mittelmäßige Story mit vorhersehbaren Polizei-Klischees Begrenzter Langzeitspielspaß nach Abschluss der Hauptkampagne
Fazit
„The Precinct" ist wie eine wiederentdeckte VHS-Kassette aus den 80ern: nostalgisch, mit technischen Macken, aber unwiderstehlich charmant. Die Entwickler von Fallen Tree Games haben mit ihrem isometrischen Polizei-Sandbox-Spiel eine erfrischende Alternative zu den üblichen Gangster-Fantasien geschaffen. Während sie bereits 2019 mit „American Fugitive" versuchten, die Top-Down-Eskapaden klassischer GTA-Spiele zu emulieren, erweist sich der Seitenwechsel auf die Seite des Gesetzes in „The Precinct" als deutlich packender.

Der Fokus auf korrektes polizeiliches Vorgehen und die Sanktionierung übermäßiger Gewaltanwendung erfordert zwar ein gewisses Maß an Geduld, das nicht jeder Spieler aufbringen wird (und das System nutzt sich im Spielverlauf durchaus ab), doch das Streifen durch die Stadt auf der Jagd nach Verbrechern bleibt während der gesamten Kampagne unterhaltsam. Besonders die regennasse, neonbeleuchtete 80er-Jahre-Umgebung hat es mir angetan – sie verleiht dem Spiel eine unverwechselbare Atmosphäre.

Die Verfolgungsjagden sind dank des gelungenen Fahrzeughandlings ein Highlight, während die Festnahmeprozeduren mit zunehmender Spieldauer an Reiz verlieren. Die kleineren technischen Unzulänglichkeiten und das gelegentlich hölzerne Drehbuch trüben das Gesamtbild etwas, können aber den grundsätzlichen Spielspaß nicht ernsthaft schmälern.

Für Fans von Retro-Spielen, isometrischen Action-Adventures und ungewöhnlichen Sandbox-Erfahrungen ist „The Precinct" definitiv einen Blick wert. Es mag nicht die Perfektion eines AAA-Titels bieten, überzeugt aber mit seiner einzigartigen Prämisse, dem stimmigen Setting und dem erfrischenden Perspektivwechsel. Statt der x-ten Gangster-Fantasie erleben wir hier die andere Seite der Medaille – und diese erweist sich überraschenderweise als mindestens ebenso unterhaltsam.
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Das Thema Gaming begeistert mich schon seit meiner Kindheit. Als Gründer von PixelCritics habe ich die Möglichkeit mein Hobby zu vertiefen und eine Gaming-Community in Österreich aufzubauen. Neben Steak und Pommes habe ich auch gerne knackige Games auf dem Tablett serviert, die mich bis tief in die Nacht vor dem Bildschirm fesseln.
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