Während wir alle geduldig – oder auch ungeduldig – auf The Elder Scrolls 6 warten, brodelt es in der Fallout-Gerüchteküche gewaltig. Bethesda-Mastermind Todd Howard hat nun endlich das Schweigen gebrochen und eine entscheidende Brücke zwischen den Medien geschlagen. In einem Interview mit BBC Newsbeat ließ er die Bombe platzen: Das noch ferne, aber heiß ersehnte Fallout 5 wird nicht in einem Vakuum existieren. Vielmehr wird es untrennbar mit den Ereignissen der Amazon-Serie verknüpft sein, die gerade erst fulminant in ihre zweite Staffel gestartet ist.
Kanonizität als oberstes Gebot
Die Aussage Howards lässt wenig Spielraum für Interpretationen und dürfte Lore-Puristen aufhorchen lassen. Auf die Frage, ob das Spiel die Handlung der Serie berücksichtigen werde, antwortete er mit entwaffnender Klarheit: „Kurz gesagt, ja. Fallout 5 wird in einer Welt existieren, in der die Geschichten und Ereignisse der Show passiert sind oder gerade passieren. Wir berücksichtigen das.“ Dies bedeutet eine signifikante Verschiebung in der narrativen Architektur des Franchise. Die Serie ist kein bloßes Spin-off oder eine alternative Realität, sondern fester Bestandteil der historischen Chronologie. Ob wir allerdings Lucy oder den Ghul im Spiel treffen werden, ließ Howard wohlweislich offen, um die Spekulationsmaschinen nicht zu überhitzen.
Das Ende der Zweiklassengesellschaft bei Fans
Besonders bemerkenswert ist Howards fast schon philosophische Haltung gegenüber dem Publikum. Er sieht die TV-Adaption als essenzielles Vehikel, um die Barriere der Interaktivität zu senken. „Es gibt immer noch so viele Menschen, die kein Spiel spielen werden“, gab er zu bedenken. Für ihn sind diese Zuschauer jedoch keine Konsumenten zweiter Klasse. Ganz im Gegenteil: Wer die Serie schaut, taucht in dieselbe Atmosphäre, denselben schwarzen Humor und dieselbe Tragik ein wie ein Gamer vor dem Monitor. Howard adelte diese Gruppe mit dem Prädikat „gleichberechtigte Fans“. Diese Inklusion zeigt, dass Bethesda die Marke Fallout mittlerweile als transmediales Gesamtkunstwerk begreift, das weit über das bloße Drücken von Controller-Tasten hinausgeht.
Ein Blick in den Nebel der Zukunft
Doch wie steht es um den konkreten Release? Hier hüllt sich das Studio weiterhin in den typischen radioaktiven Nebel des Schweigens. Offiziell enthüllt wurde Fallout 5 noch nicht, auch wenn die Arbeit daran ein offenes Geheimnis ist. Howard deutete lediglich an, dass man an einem „ganzen Haufen Zeug“ arbeite. Dies befeuert natürlich sofort wieder die lodernden Gerüchte um ein mögliches Remaster des legendären Fallout 3 oder weitere Updates für das beständig wachsende Fallout 76. Es bleibt eine Geduldsprobe, aber zumindest wissen wir nun: Wenn das nächste Kapitel aufgeschlagen wird, ist es Teil eines viel größeren, kohärenten Ganzen.