The Elder Scrolls 6 lässt noch ewig auf sich warten und selbst die erhofften Fallout Remasters sind noch in weiter Ferne. Jüngste Gerüchte aus einem bekannten Branchen-Podcast schütten einen ordentlichen Eimer kaltes Wasser über die Hoffnungen der Bethesda-Fangemeinde und deuten darauf hin, dass die Geduld der Spieler auf eine sehr, sehr harte Probe gestellt wird. Die Diskussion nährt alte Sorgen rund um die Entwicklungsgeschwindigkeit des Studios und dessen notorisch eigensinnige Engine-Technologie.
Geduldsprobe für Bethesda-Fans: Was die Insider wirklich sagten
In der jüngsten Ausgabe des Xbox Two Podcasts ließen die gut vernetzten Branchen-Insider Jez Corden und Rand al Thor die Katze aus dem Sack. Im Gespräch über die Wiederbelebung alter Marken unter dem neuen Xbox-Strategiechef Matthew Ball kamen die beiden auf die am heißesten ersehnten Bethesda-Titel zu sprechen. Schenkt man ihren Quellen Glauben, sieht der Zeitplan düster aus.
Die Kernaussagen der Spekulationen lassen sich kurz zusammenfassen:
- The Elder Scrolls 6 sei „noch ziemlich weit weg“ und könnte im schlimmsten Fall erst 2028 oder sogar 2029 erscheinen.
- Die ebenfalls seit Längerem spekulierten Fallout Remasters (insbesondere zu Fallout 3) seien „wahrscheinlich etwas weiter entfernt, als die Leute denken“. Ein Release ab nächstem Jahr wird aber für möglich gehalten.
Diese Einschätzungen sind ein harter Schlag für alle, die nach dem durchwachsenen Start von Starfield auf baldigen Nachschub aus ihren Lieblingswelten gehofft hatten. Es scheint, als würde Bethesdas Entwicklungs-Pipeline langsamer mahlen als je zuvor.
The Elder Scrolls 6: Das unendliche Warten auf Tamriel
Dass The Elder Scrolls 6 noch Jahre brauchen wird, ist an sich keine Überraschung. Seit der kryptischen Teaser-Ankündigung 2018 herrscht weitgehend Funkstille. Doch die nun kolportierte Zeitspanne bis 2029 wäre selbst für Bethesda-Verhältnisse außergewöhnlich lang. Studio-Chef Todd Howard bestätigte zwar, dass ein Großteil des Teams nach dem Starfield-Launch am Spiel arbeite, wie verschiedene Quellen berichteten. Doch die Entwickler nehmen sich anscheinend alle Zeit der Welt. Ein entscheidender Faktor dürfte dabei die neue Creation Engine 3 sein. Während Bethesda verspricht, mit der neuen Technologie endlich Altlasten hinter sich zu lassen, ist die Skepsis in der Community groß. Die notorisch zickige Engine war in der Vergangenheit für unzählige Bugs und eine eigenwillige Spielphysik bekannt. Eine grundlegende Modernisierung dieser Basis kostet enorm viel Zeit – Zeit, die Fans nun offenbar bis zum Ende des Jahrzehnts absitzen müssen.
Fallout Remasters: Mehr als nur ein frischer Anstrich?
Etwas mehr Hoffnung gibt es an der Fallout-Front, auch wenn diese ebenfalls gedämpft wird. Die Gerüchte deuten darauf hin, dass ein Remaster von Fallout 3 (und möglicherweise New Vegas) in Arbeit ist. Dabei ziele man angeblich auf ein ähnliches Qualitätsniveau wie bei dem Remaster zu The Elder Scrolls 4: Oblivion. Das klingt zunächst gut, wirft aber die Frage auf, was genau die Spieler erwartet. Ein simples HD-Upgrade oder eine tiefgreifende Überarbeitung in der neuen Engine? Angesichts der Tatsache, dass ein richtiges Fallout 5 laut Howard erst nach TES6 eine Rolle spielt, könnten diese Remaster als strategischer Lückenfüller dienen. Sie sollen die Marke relevant halten und die Zeit überbrücken, die Bethesda für seine Mammutprojekte benötigt – eine Taktik, die nach dem holprigen Start von Fallout 76 und dessen langer Reise zurück zur Akzeptanz der Fans bitter nötig scheint.