Die Warhammer Skulls 2026 haben ihr nächstes schweres Geschütz abgefeuert: Warhammer 40.000: Chaos Gate – Deathwatch ist offiziell enthüllt. Der Nachfolger des rundenbasierten Taktik RPGs Daemonhunters schickt dich dieses Mal nicht mit den Grey Knights, sondern mit der tödlichsten Spezialeinheit des Imperiums in den Kampf. Gemeinsam mit Entwickler Complex Games und Publisher Frontier Developments schnürst du als Interrogator Bastian Rath die Stiefel für die Long Vigil – und das erstmals nicht nur auf dem PC, sondern auch auf PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Nur eines bleibt vorerst im Nebel des Krieges verborgen: ein konkretes Release Datum.
Was macht Deathwatch anders als Daemonhunters?
Der größte Bruch mit dem Vorgänger ist das Setting. Während Daemonhunters auf die Dämonenjäger der Grey Knights setzte, rückt nun die Deathwatch ins Zentrum – jene Geheimorganisation der Ordo Xenos, die sich auf die Jagd nach außerirdischen Bedrohungen spezialisiert hat. Das eröffnet nicht nur erzählerisch neue Möglichkeiten, sondern auch gameplaytechnisch: Du kämpfst dieses Mal gegen gleich sieben feindliche Fraktionen, rekrutierst Space Marines aus unterschiedlichen Chapters und stellst dein persönliches Kill Team aus bis zu neun spielbaren Klassen zusammen. Neben den Deathwatch Battle Brothers stehen dir fanatische Inquisitionsagenten und Soldaten der Astra Militarum zur Seite.
Ein fetter Pluspunkt: Der Skirmish Modus erlaubt komplett anpassbare standalone Gefechte – perfekt für alle, die keine Lust auf die Kampagne haben und einfach nur ihre selbst gebaute Truppe durch die gegnerischen Reihen pflügen lassen wollen. Dazu gesellen sich Fahrzeuge wie der Redemptor Dreadnought, der Scout Sentinel und der ikonische Leman Russ Panzer, die das Schlachtfeld gehörig aufmischen.
Zwischen Hype und Realität – der Vorgänger mahnt zur Vorsicht
Bevor wir uns in Euphorie stürzen: Ein Blick zurück auf Daemonhunters von 2022 ist Pflicht. Das Spiel bekam damals durchschnittliche bis gute Wertungen (Metacritic zwischen 75 und 81 Punkten), aber die Community und Presse bemängelten einhellig technische Probleme zum Launch. Abstürze, Balancing Schieflagen und eine KI, die zwischen genial und hirntot schwankte – das war der Preis, den Early Adopters zahlen mussten. Complex Games hat zwar über Monate mit Patches nachgebessert, aber der erste Eindruck war vielerorts vergiftet.
Für Deathwatch heißt das: Die Messlatte liegt hoch, der Druck aber auch. Immerhin hat das Studio mit den Jahren dazugelernt und betont diesmal die enge Zusammenarbeit mit den Tabletop-Experten von Warhammer, um loretechnische Authentizität zu garantieren. Ob das auch für einen sauberen Launch reicht, wird sich zeigen müssen.
Warhammer 40k Taktik Spiele erleben ein goldenes Zeitalter
Interessant ist auch das Timing: 2026 ist ein herausragendes Jahr für Warhammer-Fans. Während hier das Deathwatch Sequel vorgestellt wurde, liefert Owlcat Games mit Dark Heresy ein eigenes 40K CRPG ab, und Mechanicus 2 startete pünktlich zum Skulls Event. Wer auf taktische Tiefe und das düstere Flair des 41. Jahrtausends steht, kriegt derzeit mehr Futter, als er in einer Lebenszeit spielen kann. Chaos Gate – Deathwatch muss sich also nicht nur gegen seinen eigenen Schatten (den Vorgänger), sondern auch gegen diese starke Konkurrenz behaupten. Sollte Complex Games jedoch die Hausaufgaben gemacht und die Kinderkrankheiten von Daemonhunters ausgebügelt haben, könnte das genau das Taktik RPG werden, auf das 40K Veteranen seit Jahren warten.
