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Fortnite: Art
Games

Analyst erklärt: Einheitliche Preisschilder bei Videospielen gehören der Vergangenheit an

Laut Analyst Mat Piscatella löst sich der Standardpreis für Videospiele auf; stattdessen wird jeder Titel individuell bepreist, beeinflusst von Faktoren wie Markenmacht, Monetarisierungsstrategien und dem Wettbewerb mit Free-to-Play-Giganten.

Alexander Liebe
von Alexander Liebe
07.08.25
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Lesezeit: 2 Min.
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Die Ära, in der ein neues AAA-Spiel verlässlich mit einem bestimmten Preisschild – seien es nun 60, 70 oder gar 80 Euro – in den Regalen landete, neigt sich mit dramatischer Geschwindigkeit ihrem Ende zu. Laut dem renommierten Circana-Analysten Mat Piscatella befinden wir uns mitten in einer Phase, die er als den „Wilden Westen“ der Preisgestaltung bezeichnet. Das Jahr 2025 hat bereits gezeigt, dass die populärsten Spiele des Jahres eine schwindelerregende Bandbreite an Preispunkten abdecken. Die starren Regeln von einst sind pulverisiert, und an ihre Stelle tritt ein dynamisches, fast schon chaotisches System.

Das steckt im Artikel
  • Das Kalkül zwischen Masse und Marge
  • Der wahre Endgegner heißt Fortnite
  • Jedes Spiel, ein eigener Kosmos

Das Kalkül zwischen Masse und Marge

Piscatella zeichnet das Bild eines Marktes in der Sondierungsphase, in dem jeder Publisher und Entwickler fieberhaft versucht, den „Sweet Spot“ für seine individuelle Preisstrategie zu finden. „Wir haben mehr Variabilität bei den Einführungspreisen und -strategien als je zuvor“, so der Analyst. Die zentrale Frage, die sich jedes Studio stellen muss, ist ein strategisches Dilemma: „Gehen wir auf einen höheren Preis? Wir bekommen vielleicht nicht so viele Leute, aber wir wissen, dass die, die wir bekommen, sehr enthusiastisch und engagiert sein werden.“ Die Alternative: „Vielleicht müssen wir zu einem niedrigeren Preis herauskommen und ein breiteres Netz auswerfen.“

Der wahre Endgegner heißt Fortnite

Die Komplexität dieser Entscheidung wird durch eine fundamentale Verschiebung auf dem Schlachtfeld der Aufmerksamkeit noch potenziert. Der größte Konkurrent für ein neues Spiel sind längst nicht mehr die anderen Titel, die im selben Zeitfenster erscheinen. Der wahre Kampf tobt gegen die unerschütterlichen, kostenlosen Platzhirsche wie Fortnite und Roblox. „Wie holt man die Leute da raus?“, fragt Piscatella. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, jene gewaltige Spielermasse, die wöchentlich in diesen etablierten Ökosystemen aktiv ist, davon zu überzeugen, ihre Zeit und ihr Geld in ein neues Vollpreisspiel zu investieren.

Jedes Spiel, ein eigener Kosmos

Diese Marktrealitäten führen zu einer unausweichlichen Konsequenz: Der „Standardpreis“ ist ein Relikt vergangener Tage. „Ich glaube nicht, dass es einen Standard oder einen Sweet Spot im Allgemeinen gibt“, schlussfolgert Piscatella. Jeder Titel wird zu einem Einzelfall, dessen Preis von unzähligen Faktoren abhängt: Gibt es Post-Launch-Monetarisierung wie Battle Pässe oder Kosmetika? Wann erscheint das Spiel? Auf welchen Plattformen? „Die Tage, an denen galt: ‚Dieses Spiel kostet 60 Dollar, weil jedes Spiel 60 Dollar kostet‘, sind längst vorbei.“ Gigantische Marken wie Mario Kart oder das kommende Grand Theft Auto 6 können dabei dank ihrer loyalen Fanbasen, bei denen die „Preissensibilität sehr niedrig“ ist, höhere Preise durchsetzen. Der Markt akzeptiert es, also wird es getan.

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vonAlexander Liebe
Seitdem ich zum ersten Mal einen Controller in der Hand hielt wusste ich, dass dies eine Freundschaft fürs Leben wird. Bis heute ist der digitale Sport für mich fixer Bestandteil meiner Freizeit. Mit AustriaGaming ist er sogar zum Teil zur Berufung geworden. Favorisierte Spiele sind für mich aus dem Genre Horror, SciFi und RPG mit viel geschichtlichem Tiefgang. Gerade innovative und alternative Games ziehen mich öfters in den Bann.
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